Um meine ganzen Änderungen zu testen, musste ich natürlich noch einmal was weben. Es gibt immer wieder Sachen, die ich schon immer mal probieren wollte und wieder einmal sind gleich mehrere Sachen zusammengekommen.
Deflected Double Weave ist eine Technik, bei der mit 2 Kontrastfarben in Kette und Schuss ein zweilagiges Gewebe erzeugt wird, dass durch die beiden Farben, die in Sektionen eingezogen und gewebt wird, Muster bildet. Dabei werden immer wieder Fäden in dem gleichen Abstand übersprungen (oder untergangen) Meine Wahl fiel auf eine kostenlose Anleitung von Handwoven, die auch gleich eine Erklärung beinhaltet, wie DDW konstruiert ist. Wenn man es versteht, kann man damit also seine eigenen Muster erstellen. Mit der Erklärung habe ich mich nicht erst aufgehalten. Es gibt immer noch Sachen, die ich erstmal gemacht haben muss, um sie zu verstehen, bevor ich mich daran mache, daran etwas zu ändern. Also habe ich das Muster in meine Websoftware übertragen und als Liftplan umgesetzt.
Software, um Muster zum Weben zu erstellen, haben in der Regel 2 Möglichkeiten: Man kann das Muster so eingeben, wie man Tritte am Webstuhl anbindet, oder so, wie man Handhebel an einem Tischwebstuhl betätigen müsste. Der Unterschied ist, dass an einem Trittwebstuhl alle Schäfte angebunden werden können, die bei einem Schuss bewegt werden sollen. Also z.B. 4 Schäfte heben, aber nur einen Tritt bedienen. Bei Handhebeln muss ich für alle diese 4 Schäfte je einen Hebel umlegen. Bei 4 Schäften also 4 Hebel für einen Schuss. Der Dobby übernimmt hier die Funktion der Tritte. Auf den Musterleisten werden für die 4 Schäfte, die gehoben werden sollen, Stecker an der entsprechenden Stelle gesteckt. Wird diese Musterleiste ausgewählt, drücken diese Stecker auf die Heber, die an diese Schäfte angebunden sind und wenn man dann den Hebel nach unten zieht, werden alle ausgewählten Schäfte gehoben. Also quasi ein Trittwebstuhl für den Tisch.
Es haben sich inzwischen einige Modelle bei mir angesiedelt. Ein 4schäftiger Victoria, mittlerweile auch ein 8schäftiger, diverse Lervad Webrahmen, von denen ich auch schon einen vierschäftig aufgerüstet habe. Aber immer das Nachschauen, welche Hebel man als nächstes ziehen muss, ist schon aufwändig, zumindest bei einem etwas kompliziertem Muster. Als der 8schäfter eingezogen ist, habe ich noch mit dem Gedanken gespielt, diesen mit dem 4schäfter zu einem 12schäftigen Handhebelwebstuhl umzubauen. Damit hätte ich eine größere Musterwahl. Aber damit müsste ich pro Schuss ja noch mehr Hebel bewegen. Marlies´ Umbau von einem Therapiewebstuhl zu einem 16schäftigen wird aber immer interessanter. Ich würde den 4schäftigen Victoria einfach so lassen wie er ist und den 8schäftigen auf 16 Schäfte mit Dobby umbauen. Für beide habe ich auch das passende Untergestell. Ich muss prüfen, ob meine neuen 16 Schäfte mehr Platz brauchen, als die vorhandenen 8. Und wenn, wie viel und dann wie Marlies das Gestell im schlimmsten Fall auseinander sägen und den Dobby Aufsatz, oder wenn man so will, Einsatz dazwischen montieren. Bei 8 Schäften funktioniert das mit den Gummischnüren zum Zurückziehen der Schäfte noch ganz gut. Und ich bin froh, dass wir uns zuerst an dem 8schäftigen Modell von Fraens ausgetobt haben. Aber ich denke, bei der doppelten Anzahl von Schäften, ist das nicht mehr so leicht zu händeln, zumal, wenn man immer schnell oder unkompliziert irgendwo eingreifen will. Ich warte also sehr gespannt auf die Verbindung zum Fußpedal, dass zusammen mit dem Handhebel bedient wird und man dann nicht mehr so viel Kraft an einer Stelle aufbringen muss, um ein paar Schäfte mehr zu heben. Aber das ist Zukunftsmusik.
Mein kleiner Umbau im schwedischen Therapiewebstuhl hat sich recht vielversprechend angelassen. Alles stabil, alles funktioniert. Zeit, einen weiteren Test zu starten und das Ganze auf Herz und Nieren zu prüfen.
Das Muster war also Deflected Double Weave. Auf den Bildern der fertigen Projekte sieht das immer schön "verwaschen" aus, irgendwie ineinander gelaufen und angefilzt. Die Kanten schön rund und die übersprungenen Fäden so zusammengezogen, dass man das nicht mehr als solches wahrnimmt.
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Bild aus der Anleitung
Baumwolle oder Leinen Filzen nicht, und ziehen sich nach dem Weben auch nicht soo sehr zusammen. Ich wollte also Wolle nehmen. Aber nicht irgendeine, sondern meine Höllenwolle. Und zwar die unverzwirnte. Ich hatte sie auch schon auf der Strickmaschine getestet und dort hat sie sich erstaunlich gut gehalten. |
Seit einigen Jahren habe ich auch reichlich Waid in meinem Garten. So viel, dass ich kaum dazu komme, ihn immer direkt zu verarbeiten. Darum war ich richtig glücklich, als ich letztes Jahr eine Seite gefunden habe, auf der beschrieben wird, wie man aus den Waidblättern nur die Farbe extrahiert, sie so haltbar machen und für größere Mengen oder dunkleres Blau sammeln und nutzen kann. Das musste ich gleich
ausprobieren. Und damit ich mir die ganze Arbeit dieses Jahr nicht für umsonst mache, habe ich zum Schluss mit diesem
Pigment gefärbt. Es hat funktioniert, aber da Waid weniger intensiv färbt, als asiatisches Indigo, war die Menge recht gering und mein Färbeergebnis eher hellblau. Als Kontrast zum ungefärbten Garn etwas zu schwach. Darum habe ich mich für eine kräftigere Cochenillefärbung entschieden.
Also auf gehts, Kette schären, bäumen und loslegen
Was habe ich noch gemacht?
- die Bremse, um den Kettbaum mit einer Hand zu lösen
- die Streichbäume sind rund und drehbar. Zu oft ist es nicht nur mir passiert, dass beim Nachspannen vom Gewebe sich dieses an der vorderen Kante verzogen hat. Ich habe hier einen geriffelten Rundstab genommen, der eigentlich für Dübelarbeiten gedacht ist. Der war schon beim ersten Test eingebaut und hat sich dort auch schon bewährt. Kein verschobenes Gewebe mehr 😍 Der Nachteil ist, dass ich dort nun nichts mehr befestigen kann, weil es keine flache Seite mehr gibt und weil sich die Stange ja immer dreht
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| den Reedkamm hatte ich mir ja schon auf 40cm verbreitert, indem ich einen zweiten gedruckt, beide abgesägt und zusammen auf eine Holzleiste geklebt habe. Hier sehe ich, dass ich ihn zum Bäumen clever mit zwei kleinen Spannzwingen fest am Rahmen fixiert habe. |
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| kurz bevor ich losgelegt habe, habe ich mir noch was überlegt, damit ich die Randfäden besser im Blick behalte und besser in den Griff bekomme. Einfache Halter, die einen normalen Zelthering halten, die in der Höhe so angebracht ist, dass er genau in der Mitte von ungehobenem und gehobenem Schaft sitzen sollte |
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| so 100%ig hat es nicht die Mitte getroffen, aber hoch genug, damit ich gut drüber und drunter weg gekommen bin. |
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erster Rapport, sieht doch gut aus!
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Ich denke, ich habe in der Anleitung etwas nicht verstanden und habe mit beiden Farben bis zum Rand gewebt. Aber da es sich ja mal wieder um einen Test handelt, wird sich zeigen, wie es am Ende rauskommt. Wenn man einen "Fehler" immer wiederholt, ist es auch kein Fehler mehr, sondern ein künstlerischer Effekt! 🤷♀️
Nachdem meine Spule mit dem farbigen Garn alle war, musste ich mir was einfallen lassen. Dieselbe Farbe hatte ich nicht mehr, nur eine etwas hellere Färbung, aber das wollte ich dann eher nicht. Am Ende habe ich dann doch das zu Anfang beiseite geschobene hellblau genommen. In der Kette war ja das dunklere pink durchgängig.
Schuss für Schuss habe ich mich herangetastet an das Material. Die gefärbte Wolle hat reichlich gut aneinander gehaftet, so dass ich bei diesen Fäden immer wieder aufpassen und das Fach mit der Hand nacharbeiten musste. Bei den ungefärbten Fäden hatte ich das nicht. Da war ja auch noch das Spinnöl drin! Muss ich mir merken fürs nächste Mal, dass ich diese Wolle entweder nach dem Färben wieder leicht einöle, oder anderweitig behandele, damit das etwas besser geht. Eventuell vertut sich das an einem Webstuhl mit einem größeren Fach?
Dass die Fäden irgendwann reißen, damit habe ich eigentlich von Anfang an gerechnet, aber trotz dass der gefärbte Faden eben durch das Entfetten und Färben einiges von seinem Drall verloren hat, haben sie doch recht lange durchgehalten. Nur 5x musste ich einen Kettfaden reparieren.
Wie hat sich nun mein Umbau geschlagen?
Beim Weben hatte ich irgendwann das Gefühl, mein Fach ist nicht mehr so groß, wie am Anfang und wirklich war in Nullstellung mein Hebel nicht mehr ganz oben. Also habe ich meine Texsolv Schnur, wie für diesen Fall geplant, hinten am Messer um eine Öse strammer eingestellt. Jetzt lag der Hebel zwar wieder oben an, aber am Messer war nun so viel Zug, dass es nicht mehr weit genug nach unten ging, um die Heber zu entlassen. Wenn ich mit der Hand auf das Messer gedrückt habe, ging es. Aber das ist ja nix für die Dauer. Mein Gummi ist also zu schwach. Also habe ich mir die Rückseite von meinem Turm angeschaut und überlegt, was ich sonst noch machen kann.

Eigentlich waren am Messer 2 Löcher auf jeder Seite. In einem war die Schnur befestigt, im anderen der Rückzugsgummi. Beim ersten Test, waren die beiden Schnüre mit Knebeln versehen, aber diese Elektroösen fand ich schon an den Schäften so gut, die habe ich dann am Messer auch wieder verwendet. Und schon hat sich alles an einem Loch mit einer kleinen Schraube lösen lassen. Am Kopf wird die Texsolvschnur befestigt und am Gewinde die Öse von der Gummischnur. Und weil die Schraube lang genug ist, konnte ich dann noch eine Feder, wie an der neuen Bremse dort anbringen. Von der Länge her ist sie dort und an der Achse darunter, die die Rollen für die Heber hält, leicht vorgespannt und stark genug, um das Messer wieder ganz nach unten zu ziehen. Leider habe ich davon gar kein Bild gemacht, sondern es jetzt beim endgültigen Objekt fotografiert.
Durch die nun wieder höhere Spannung in der Schnur, hat diese sich gleich noch einmal ein bisschen gestreckt, so dass sie ziemlich schnell schon wieder zu locker war. Allerdings nicht genug, um sie nochmal um eine Öse strammer zu ziehen.
Von Louet gibt es so kleine pfeilförmige Spitzen, die man in die Ösen stecken kann. Sie verkürzen die Schnur um einen Millimeter pro Stecker. Gefunden habe ich sie beim Stöbern und wusste, was das ist, weil Marlies mir schon ihre Version davon gezeigt hat. Im Prinzip nur kleine Röllchen, die genau in eine Öse passen.
Davon hatte ich mir schon gleich eine ganze Schachtel gedruckt, weil ich angenommen habe, ich brauche ein paar mehr, wenn meine Schäfte ausgerichtet werden müssen. DORT habe ich sie allerdings überhaupt nicht gebraucht. Die Schäfte sitzen alle sauber auf einer Höhe.
Aber jetzt konnte ich sie gut verwenden. Mit nur 3 Stück war meine Schnur wieder stramm.
Inzwischen war in dem ganzen Hubsystem so viel Spannung, dass die oberen Rollen, wo die Schnur vom Hebel umgelenkt wird, aufgegeben haben. Nicht, weil sie zu schwach waren, sondern weil die Bolzen, auf denen sie gelaufen sind, eben Schrauben waren und das Gewinde beharrlich an den Rollen gearbeitet hat.
gemerkt habe ich es gleich, weil sich der Hebel nicht mehr ziehen ließ. Diese Rolle hat es auch gleich komplett zerbröselt, weil ich die Stelle nicht sofort gefunden und mehrfach versucht habe, den Hebel zu ziehen. Beim Austausch habe ich den Fehler natürlich nicht wieder gemacht und diesmal eine Aluminiumstange eingelegt
Die zweite hat ein Stück länger durchgehalten, aber als das Ziehen vom Hebel wieder so schwer ging und sich nichts bewegt hat, habe ich gleich gewusst, wo ich hinschauen musste. Von den Texsolv Rollen hatte ich auch noch einige auf Reserve, die waren fix gewechselt.
Tja und mehr ist eigentlich nicht passiert! Es funktioniert!
Ich habe jetzt nach diesem Webtest am Turm noch die Änderungen gemacht, die nur provisorisch waren. Ich brauchte nur den Turm noch einmal neu zu drucken. Alle anderen Teile arbeiten problemlos zusammen.
Das Auseinanderreißen der einzelnen Komponenten des Fraens Dobby hat sich für mich als sehr gut erwiesen, um einen bestehenden Webstuhl umzurüsten und mit einem Dobby-System zu versehen.
Und bevor jemand fragt: Nein, ich baue für niemanden einen Dobby. Nein, ich drucke auch für niemanden die gekauften Dateien (den Umbau habe ich nicht gemacht, weil mir langweilig war). Und nein, ich teile meine geänderten Dateien nicht. Es steckt in jedem Teil davon zu viel Arbeit von Fraens, dass ich im Prinzip leichtes Spiel hatte. Auch sind sie nun genau für diesen Therapiewebstuhl angepasst, dass ich fast sicher bin, dass das an dem anderen, der inzwischen bei mir eingezogen ist, nicht 1:1 passt. Wer sowas möchte und etwas selber bauen will, sollte so viel Energie mitbringen, sich das Gerät entweder so zu bauen, wie es im Original ist, oder soviel Lust am Basteln, um sich seine eigene Version zu kreieren. Meine Änderungen sollen nicht mehr sein, als eine Möglichkeit, das Ganze von einer anderen Seite zu sehen.
Zum guten Schluss gibt es noch einmal ein paar Bilder vom ganzen Webstuhl und ein paar Einzelheiten der nun endgültigen Version.
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oben von vorne zu sehen, hier die Rückseite
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| das erste Teil, nachdem ich meinen Aufsatzrahmen für den kleinen Schweden fertig hatte: die linke Platte mit den Rollen. Alles läuft kerzengerade und gut geführt. |
die rechte Platte hat dann noch de Halterung für die Arme dazu bekommen, die die Musterkette hält. Hier musste ich noch einmal nachbessern. Ich hatte geplant, eine Schraube von außen nach innen zu montieren und innen mit einer kleinen Rändelmutter festzuziehen. Das ist natürlich kompletter Quatsch! zum Verstellen müsste ich immer nach innen greifen, die Mutter war außerdem viel zu klein und damit unhandlich und außerdem haben sogar die dünneren Testfäden daran geschliffen.
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also habe ich die Schraubkombination einfach umgedreht, den flachen Kopf der Schlossschraube nach innen und außen schöne große Griffe mit beim Druck eingelegter Mutter. Natürlich musste ich dafür den Aufsatz noch einmal drucken, damit der Vierkant an der Schlossschraube schön diese gegen verdrehen sichert.
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| als nächstes kam die untere Umlenkung. Die war ganz einfach, ich brauchte ja nur die Halterung für die Rollen. Angeschraubt direkt am Schwedenrahmen. |
Damit ist der Miniwebstuhl auch schon webbereit. Aber ich habe mir noch ein bisschen Zubehör gegönnt.
Eine Reibbremse, wie bei einem großen Webstuhl. Beim ersten Test hatte ich eine recht stramme Feder eingebaut, hatte aber unterschiedliche bestellt. Beim zweiten Test habe ich sie gegen eine schwächere getauscht, die gleiche, die ich am Messer oben angebaut habe. Dort war anfangs auch die starke Feder drin, aber gegen diese Kraft muss ich ja den Hebel ziehen. Also kam dort schon die schwächere rein und dort ist sie auch perfekt. An der Bremse habe ich nun wieder die stärkere Feder drin. Dass der Kettbaum damit beim lösen etwas springt, nehme ich in Kauf. Aber mit der starken Feder bremst es einfach besser! Auch der Kugelknopf, der jetzt am Ende der Schnur ist, ist sehr handlich. Auch den Holm, an dem die Schnur durchläuft, musste ich noch einmal anpassen. So 100%ig gefällt mir das Design nicht, aber ich sehe es ja nur auf den Bildern 😂 Die Funktion ist in Ordnung.
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auch hier nochmal was gebastelt. Beim ersten Test war die Lampe noch mit Silikonschnüren befestigt und stand leicht schräg. Das hat zwar sehr schön meinen Webbereich beleuchtet, aber auch etwas geblendet. Also mussten Halter her, die die Lampe so hält, dass sie nur nach unten strahlt. Da sie 3 verschiedene Lichtstufen hat, ist sie in der hellsten immer noch gut genug, damit ich beim Weben alles sehe. Der Vorteil dieser Lampe: Sie hat einen eingebauten Akku und einen Bewegungssensor. Sie schaltet sich also automatisch ab, wenn ich mal ein Päuschen mache und dann auch wieder ein. Und ich kann sie während des Betriebes mit einer Powerbank wieder aufladen.
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| Mein Kettengewicht hat noch Begrenzungen bekommen. Ein bisschen ist es beim Weben gewandert und ich musste es ab und zu mal wieder in die Mitte schieben. Jetzt ist es etwas zu breit für die Kette und ich musste es beim zweiten Test wieder schieben. Aber naja. es hält die Kette stramm, das ist doch auch schon was 😉 |
und zum Schluss mein drehbarer Brustbaum. Ich habe ihn vorne und hinten und wollte ihn hinten schon wieder gegen einen nicht drehbaren austauschen. Aber speziell Wolle, noch dazu ungezwirnte, wird sich nicht nur im Webblatt abreiben, sondern auch schon hinten am Brustbaum (Streichbaum?), wenn sie da drüber fährt. Es macht garantiert nichts, solange das Material schön glatt ist, aber wenn ich es komplett vermeiden kann, warum dann nicht?
Ich bin mit meinem kleinen Schweden nun ganz zufrieden. Er hatte ja schon
verschiedene Ansätze, etwas mehr als Leinwandbindung damit zu machen, eigentlich schon von Anfang an. Ich denke, nun hat er seinen Hafen erreicht. Er ist schön klein, damit ich ihn im Wohnzimmer benutzen kann, oder, wenn das Wetter es erlaubt, auch draußen auf der Terasse. Mit 8 Schäften geht richtig viel an Mustern und mit 40cm Webbreite kann ich auch einiges anstellen. Der Dobby macht alles so einfach, so dass man eigentlich nur beim Litzen stechen genau aufpassen muss. Würde sich ein Fehler im Muster einschleichen, kann man das ganz fix mit dem Umstecken der entsprechenden Stifte beheben.
Ein fetter Dank an Fraens Enineering. Auch wenn es zwischendrin so klingt, als ob ich das ursprüngliche Modell nicht mag. Es hat ein unheimliches Potential. Das ganze Konstrukt ist gut durchdacht und die Teile aufeinander abgestimmt. Dass nicht alles so einwandfrei funktioniert, liegt vielleicht daran, dass er kein Weber ist. 😉 Allerdings wurde das Modell ja getestet und da hat es funktioniert. Der Lerneffekt ist auf jeden Fall enorm und schon sind mir Sachen durch den Kopf gegangen, die ICH nun schon wieder an meiner Änderung ändern würde.
Das Modell macht vieles sehr einfach zu verstehen, da man beim Zusammenbau ja alles zusammen bringen muss. Vielen Dank für die Lehrstunde!
Und natürlich einen lieben Dank an Marlies! 🥰 Unsere Knobelei, die vielen Gespräche und vor allem Eure Baumaßnahmen haben auch bei mir den Bastlertrieb auf Trab gehalten und nach der Pause wieder angefacht. Manchmal braucht es bei mir einfach auch mal einen Tritt in den Hintern 😂
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