Und mehr als ein bisschen war wirklich nicht drin. Ich gebe zu, ich bin ein Schlaffi. 3 Tage ein bissel durch die Gegend tapsen und meine Füße zeigen mir einen Vogel und fragen mich, ob ich noch ganz rund laufe... nein, tue ich dann eben nicht mehr. Es fehlt echt die Übung. Nun ja. Das ist wie mit em Übergewicht. Die neuen Klamtten verbergen es zwar, ändern aber nichts an der Tatsache.
In der Senffabrik waren wir nun doch nicht mehr. Leider. Dafür haben wir noch einmal in die Stadt geschaut. Das Bild des Tages ommt schoon gleich hier. Ich weiß nicht, ob es typisch für diese Gegend ist, aber ich habe es überall und immer wieder entdeckt. Kleine alte Häuschen, zwischen enderen eingeklemmt, oder mit anderen alten Häuschen in einer Reihe. Immer wieder in einer Gegend, wo eigentlich alles modern ist. DAS gefällt mir! Manchmal sind es alte Steinhäuser, manchmal Fassaden mit Fachwerk, oder beides...
wir haben heute mehrere solcher Häuser und Häuserzeilen gesehen. Sie sind heute irgendwie mein Motto gewesen. Auch immer wieder ganz toll sind diebunten Dächer aus glasierten Ziegeln, wovon man eines im Hintergrund sehen kann. Die Muster, die damit auf die Dächer gezaubert werden sind teilweise atemberaubend!
Ich habe heute extrem viel um mich geschaut und in mich aufgenommen. Und natürlich auch reichlich Bilder gemacht, um mich noch besser daran zu erinnern. So schön die Gegend ist, und es wird richtig viel für Tourismus getan, Souveniers gibt es so gut wie keine. Immer mal ein Tabakladen, wo Postkarten verkauft werden, ein bissel Kitsch, aber es ist der erste Urlaub seit vielen Jahren, aus dem ich nichts für meine Reisewand mitbringe. Hier sollten wir den Kollegen doch mal ganz zart Nachhilfe geben ;) Nicht gleich übertreiben, aber so hin und wieder mal was nettes, das typisch wäre für die Region. Gut, Senf ist jetzt grade hier typisch, aber der ist auch mal aufgegessen!
Der Reise-Uraub ist damit vorbei. Morgen gehts nach Hause. Aber wir waren nicht das letzte mal in la belle France. Wir kommen wieder!
Au (re)voir!
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Montag, 10. September 2018
Sonntag, 9. September 2018
Tag 3 - Schloss Bussy-Rabutin
auch wieder ein Stück weg, aber ein hübscher Anblick auf dem Flyer. Dieser war sogar auf Deutsch, so dass man nicht blindlings in eine Fehlentscheidung gefallen ist.
Es wurde versprochen, dass man alles besichtigen kann. Das war zumindest nicht geschwindelt. Alles, was betretbar war, konnte man auch besichtigen. Leider, war der ganze rechte Flügel nicht betretbar. Aber das Schlösschen ist symmetrisch gebaut und im linken Flügel gab es einiges zu sehen. Im Gegensatz zum Herzogspalast, wurden die Zimmer nicht modernisiert, verschalt oder anderweitig mit unnützen Ikonen vollgehängt. Die Räume geben schon einen Eindruck wieder, wie sie damals aufgeteilt waren. Auch hier hängen an so ziemlich allen Wänden Bilder. Allerdings keine Heiligenszenen, sondern unendlich viele Porträts. Eines neben dem anderen, so dass ich recht schnell den Überblick verloren habe. Aus dem Stammbaum können die alle nie und nimmer sein! Und tatsächlich: es ist eine Bildersammlung der Reichen und Schönen aus der damaligen Zeit. Wobei dei Reichen der Adel und sogar Könige waren.
Wenn man durch die Räume und Flure läuft, knarren Holzdielen. Die Decken sind auch aus Holzbalken und an den Wänden hängen "Tapeten" aus gewebten Stoffbahnen. Sehr oft geflickt, man hat gar nicht erst versucht, es zu vertuschen... und warum auch?
Auch dieses Schloss ist eines derjenigen, die damals (irgendwann...1792) unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Das hieß nichts anderes, als diesen Schandfleck auzumerzen. Hier angefangen damit, dass alle Möbel verkauft wurden und das Schloss danach verfiel.
Wir waren schon in einem, da wurden auf Geheiß sogar die Steine abgetragen und anderweitig verwendet. Das Haus war eine komplette Ruine! Und wurde wieder so schön restauriert.
Auch hier in unserem heutigen schloß war es der Bürgermeister, der mit der Restauration begonnen hat... keine 30 Jahre später.
Und auch hier bin ich erstaunt, dass trotz allem immer noch so viel gefunden wurde, um den heutigen Stand zu erreichen und sogar weiter zu führen! Und deshalb ist dieser Besuch heute eben keine Enttäuschung. Es ist schön zu sehen, dass die Zeit doch ein paar Wunden heilt und man durch Auslöschen der Sinnbilder der Vergangenheit die Zeit selber nicht löschen kann.
Der Garten und überhaupt die Außenanlagen übrigens entschädigen um ein vielfaches. Sie schauen fast wieder aus, wie damals. Zumindest von der Anordnung her kann man gemäß dem Originalplan alle Plätze wieder finden, ohne sich zu verlaufen. Auch das Labyrinth ist begehbar. Allerdings kann man sich nicht verirren. Es gibt einen Weg in die Mitte und den gleichen Weg wieder heraus. Man wird belohnt mit dem Anblick eines kräftigen jungen Gingko-Baums. Ich bin kein Freund von Abreißen von Blättern, die dann nur weggeworfen werden. Wenn das jeder machen würde, wäre der Baum recht kahl. Aber dieses Mal habe ich mir ein hübsches Blatt mopsen lassen (ich bin leider nicht dran gekommen 😆 ). Es wird gepresst und aufgehoben und nicht weggeworfen!
Und ich habe beschlossen, dass mein Gingko-Bäumchen zu Hause dringend einen neuen Topf braucht, um endlich wieder zu wachsen. Ich könnte ihn ja eigentlich gleich in die Erde pflanzen, er steht auch im Topf schon seit mehreren Wintern draußen, aber ich habe so recht noch keinen Platz dafür gefunden und umsetzen möchte ich ihn nicht irgendwann.
Obwohl es mir wieder sehr gut gefallen hat und ich reichlich wirklich schöne Bilder gemacht habe, ist das Bild des Tages wieder etwas ganz anderes. Auch wieder im Vorbeifahren entdeckt. Und zwar auf der Hinfahrt.
Da stand ein Schild "Source Seine" 4km, links abbiegen. Hm, sollte das wirklich die Quelle der Seine sein, die am Ende durch Paris fließt? Nur 4km abseits der Strecke nach Hause haben wir also nachgeschaut.
"Source Seine" ist leider nur ein Dorf, das so heißt. WENN man aber der Straße und den Schildern folgt, auf denen steht "Source de la Seine", dann kommt man wirklich zur Quelle der Seine. Als wir ankamen, so gegen halb 6 abends war fast niemand da. Ein Schild erklärt uns, dass das ein Rundwanderweg mit ca. 11km Länge ist. Och menno! Das schaffe ich heute bei besten Willen nicht mehr. Wir sind nämlich auch heute schon wieder ein ganzes Stück gestiefelt. Aber nur ein paar Stufen eine Treppe runter, sieht man schon eine Art Grotte. Das sollte es sein und bis dahin komme ich auch 😉 Kaum sind wir ein paar Schritte gegangen, um sie uns genau anzuschauen, ist dort auf einmal ein Publikumsverker, als ob alle drauf gewartet hätten, dass da jemand hingeht. Trotzdem konnte ich doch ein hübsches gafferfreies Bild machen und da ist es.
Man sieht zwar nur einen Teil der Grotte aber so hat man den besten Blick darauf.
Es wurde versprochen, dass man alles besichtigen kann. Das war zumindest nicht geschwindelt. Alles, was betretbar war, konnte man auch besichtigen. Leider, war der ganze rechte Flügel nicht betretbar. Aber das Schlösschen ist symmetrisch gebaut und im linken Flügel gab es einiges zu sehen. Im Gegensatz zum Herzogspalast, wurden die Zimmer nicht modernisiert, verschalt oder anderweitig mit unnützen Ikonen vollgehängt. Die Räume geben schon einen Eindruck wieder, wie sie damals aufgeteilt waren. Auch hier hängen an so ziemlich allen Wänden Bilder. Allerdings keine Heiligenszenen, sondern unendlich viele Porträts. Eines neben dem anderen, so dass ich recht schnell den Überblick verloren habe. Aus dem Stammbaum können die alle nie und nimmer sein! Und tatsächlich: es ist eine Bildersammlung der Reichen und Schönen aus der damaligen Zeit. Wobei dei Reichen der Adel und sogar Könige waren.
Wenn man durch die Räume und Flure läuft, knarren Holzdielen. Die Decken sind auch aus Holzbalken und an den Wänden hängen "Tapeten" aus gewebten Stoffbahnen. Sehr oft geflickt, man hat gar nicht erst versucht, es zu vertuschen... und warum auch?
Auch dieses Schloss ist eines derjenigen, die damals (irgendwann...1792) unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Das hieß nichts anderes, als diesen Schandfleck auzumerzen. Hier angefangen damit, dass alle Möbel verkauft wurden und das Schloss danach verfiel.
Wir waren schon in einem, da wurden auf Geheiß sogar die Steine abgetragen und anderweitig verwendet. Das Haus war eine komplette Ruine! Und wurde wieder so schön restauriert.
Auch hier in unserem heutigen schloß war es der Bürgermeister, der mit der Restauration begonnen hat... keine 30 Jahre später.
Und auch hier bin ich erstaunt, dass trotz allem immer noch so viel gefunden wurde, um den heutigen Stand zu erreichen und sogar weiter zu führen! Und deshalb ist dieser Besuch heute eben keine Enttäuschung. Es ist schön zu sehen, dass die Zeit doch ein paar Wunden heilt und man durch Auslöschen der Sinnbilder der Vergangenheit die Zeit selber nicht löschen kann.
Der Garten und überhaupt die Außenanlagen übrigens entschädigen um ein vielfaches. Sie schauen fast wieder aus, wie damals. Zumindest von der Anordnung her kann man gemäß dem Originalplan alle Plätze wieder finden, ohne sich zu verlaufen. Auch das Labyrinth ist begehbar. Allerdings kann man sich nicht verirren. Es gibt einen Weg in die Mitte und den gleichen Weg wieder heraus. Man wird belohnt mit dem Anblick eines kräftigen jungen Gingko-Baums. Ich bin kein Freund von Abreißen von Blättern, die dann nur weggeworfen werden. Wenn das jeder machen würde, wäre der Baum recht kahl. Aber dieses Mal habe ich mir ein hübsches Blatt mopsen lassen (ich bin leider nicht dran gekommen 😆 ). Es wird gepresst und aufgehoben und nicht weggeworfen!
Und ich habe beschlossen, dass mein Gingko-Bäumchen zu Hause dringend einen neuen Topf braucht, um endlich wieder zu wachsen. Ich könnte ihn ja eigentlich gleich in die Erde pflanzen, er steht auch im Topf schon seit mehreren Wintern draußen, aber ich habe so recht noch keinen Platz dafür gefunden und umsetzen möchte ich ihn nicht irgendwann.
Obwohl es mir wieder sehr gut gefallen hat und ich reichlich wirklich schöne Bilder gemacht habe, ist das Bild des Tages wieder etwas ganz anderes. Auch wieder im Vorbeifahren entdeckt. Und zwar auf der Hinfahrt.
Da stand ein Schild "Source Seine" 4km, links abbiegen. Hm, sollte das wirklich die Quelle der Seine sein, die am Ende durch Paris fließt? Nur 4km abseits der Strecke nach Hause haben wir also nachgeschaut.
"Source Seine" ist leider nur ein Dorf, das so heißt. WENN man aber der Straße und den Schildern folgt, auf denen steht "Source de la Seine", dann kommt man wirklich zur Quelle der Seine. Als wir ankamen, so gegen halb 6 abends war fast niemand da. Ein Schild erklärt uns, dass das ein Rundwanderweg mit ca. 11km Länge ist. Och menno! Das schaffe ich heute bei besten Willen nicht mehr. Wir sind nämlich auch heute schon wieder ein ganzes Stück gestiefelt. Aber nur ein paar Stufen eine Treppe runter, sieht man schon eine Art Grotte. Das sollte es sein und bis dahin komme ich auch 😉 Kaum sind wir ein paar Schritte gegangen, um sie uns genau anzuschauen, ist dort auf einmal ein Publikumsverker, als ob alle drauf gewartet hätten, dass da jemand hingeht. Trotzdem konnte ich doch ein hübsches gafferfreies Bild machen und da ist es.
Man sieht zwar nur einen Teil der Grotte aber so hat man den besten Blick darauf.
Samstag, 8. September 2018
Tag 2 - Dole, nicht der bessere Snack...
... könnte man aber denken, wenn man weiß, das Louis Pasteur hier geboren wurde...
Ich habs zwar nicht nachgeschlagen, aber ich glaube es wirklich nicht.
Dole ist etwas weiter weg, ca. eine 3/4 Stunde. Ich habe mich heute mal wieder total unvoreingenommen meinem Führer und Urlaubsplaner anvertraut und bin brav mitgetappelt.
Dole (und ich habe grade keine Ahnung, ob man das "e" am Ende spricht, oder verschluckt) hat eine wunderschöne Innenstadt. In Dijon haben wir gestern gesehen und in einem Führer gelesen, dass es dort Plaketten auf dem Boden gibt, die eine Eule eingraviert haben. Es gibt runde Plaketten für markante Punkte, und dreieckige, die mit der Spitze in die Richtung zeigen, wo man die nächste Plakette findet. Wir haben getern ja nur einen kurzen Augenblick in Dijon verbracht und konnten natürlich dabei nicht alle Eulenplaketten finden, aber wir haben ein paar Wegwesier gefunden. Umso überraschter und müsierter war ich heute, das gleiche System, aber mit Katzen vorzufinden! Übrigens sind Eulen und Katzen sehr hübsche Motive! Heute hatten wir nen freien Parkplatz und haben uns richtig viel Zeit genommen, die Stadt zu erkunden. Und so konnten wir auch den Katzen folgen.
Man findet Plätze, an denen man wahrscheinlich vorbei gelaufen wäre.
Auch hier haben wir garantiert nicht alle entdeckt, zumal sie in Dole auch nicht numeriert sind. Aber es waren schon einige.
So ziemlich am Anfang der Erkundngstour kamen wir an einem Laden vorbei, wo schon der Name "Esotherik" gerufen hat... Im Schaufenster ein Haufen Zeug, bei dem ich normalerweise den Kopf schüttele: Pendel, Tarotkarten, Kristalle. Und auch einen silbernen runden Kettenanhänger mit einem keltisch anmutenden Motiv. Ein Baum, bei dem sich die Krone und die Wurzel in keltischen Knoten verlieren. Links und rechts vom Stamm ein Sonnen- und ein Mondsymbol. Es wollte unbedingt raus aus dem Fenster und ich habe mir abgewöhnt, etwas nicht zu kaufen, nur weil ich es im Moment grad nicht geplant habe. Zu oft habe ich mich hinterher geärgert. Es gibt so Sachen, die sagen: ich bins! Und so ist sie halt hängen geblieben, und zwar an meinem Hals ;)
Damit hatten wir einen super Start und ich muss sagen, es war wirklich wunderschön. Von fast überall kann man die große Kirche sehen. Natürlich eine Notre Dame! Und dieses Mal war ich auch drin. Mich fasziniert immer wieder die Architektur, aber auch oft einfach einzelne Dekoelemente, von denen ich denke: die kannst Du mal irgendwo einbauen. So als Strickmuster umgesetzt, oder als Patchwork, oder in irgendeiner anderen Art. Bisher habe ich das noch nicht auf die Reihe gekriegt, nur einen Haufen Bilder von sowas gemacht :D
Den Katzen sind wir mal in Pfeilrichtung, mal entgegengesetzt gefolgt. Gefunden haben wir, außer der Kirche, das Geburtshaus von Louis Pasteur, die Kirche, in der ergetauft wurde, ein Museum über ihn, das grade Mittagspause hatte. Wir wollten weder warten, noch wieder zurück laufen, also haben wir es nur zur Kenntnis genommen. Die Markthalle kurz vor dem Schließen, wo es immer noch ein bisschen was zu sehen gibt, auch wenn schon zusammmengepackt wird.
Verschiedene kleine Restaurants, in die ich nie reingehen würde, weil der Eingang eine steile Treppe nach unten ist. Irgendwann sind wir durch einen Durchgang gekommen und auf einmal waren wir auf der Rückseite dieser Häuser, dort war es dann ebenerdig und gleich neben dem Kanal. Und es kam so ein Aha-Effekt, weil ich auf einmal die Struktur der Stadtanlage verstanden habe. Naja, zumindest ein bisschen. 😉
Kleine Brücken, kleine Abzweigungen, ein monströses Kunstwerk aus zusammengesammelten Holzstücken... wenn man es von er richtigen Seite anschaut erkennt man es auch: nein keine Notre Dame, aber eine Katze.
Weiter am Fluss entlang, auf dem wir einen Anlegesteg für Hausboote gefunden haben. Auch so eine Urlaubsidee, die ich beim ersten Hören strikt von mir gewiesen habe. Inzwischen habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet und heute nun konnte ich auch sehen, wie sowas aussehen kann, so platzmäßig betrachtet.
Weiter den Katzen hinterher, inzwischen wieder in der richtigen Richtung stehen wir vor einem kleinen Rätsel: sollen wir durch die Kneipe wieder nach oben gehen, oder ist hier das Ende der Strecke? Ein kleiner Durchgang mit einem Schild sagt: das ist eine Passage. Aha, kann man da durch? Man kann. Und es ist unglaublich, eine Art Kaverne, ein Wasserseicher oder Brunnen, aber mit einem abenteuerlichen Weg, tollen Gewölben und Licht am Ende des Tunnels mit einer Treppe nach oben und einem Schild, das erkärt. Es ist, oder besser war tatsächlich die städtische von außen unabhängige Wasserversogung, die 2 Belagerungen im Mittelalter überstanden hat. erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde es mit einer großen Platte verschlossen, weil etwas zusammengebrochen war und in den 80er Jahren, nach Restaurierung wieder geöffnet. Wow. Immer noch imposant, wenns auch nur ein Durchgang ist! Die Katzenpfeile zeigen mal wieder in die andere Richtung, aber DAS hätte ich im Leben nicht gesehen, wenn wir andersrum gelaufen wären!
In der ganzen Stadt gibt es so schöne alte restaurierte Gebäude, die einen Hauch von "früher" verstömen, wann immer das auch gewesen ist, dass ich manchmal die Katzenpfeile vergessen habe... Ich habe einfach nur fasziniert durch die Gegend geschaut und wieder zu viele Bilder gemacht, die nie wieder jemand angucken wird. Ein paar werden im Abschluss-Fotoalbum landen, mit den entsprechenden Erklärungen.
Inzwischen ist es früher Nachmittag, wir sind gefühlt einmal rundum und machen uns auf den Weg zum Auto, weil dort das Essen wartet. Ente adlig: "von Gestern" mit genauso adligem Baguette und den gleichen Getränken. Immer noch lecker und wir haben schon öfter festgestellt, dass eine ganze Ente genug für 2 Essen ist.
Schön im Schatten sitzen mit Blick auf den Fluss, ist ein ganz schön reger Verkehr, der da an uns vobeikommt. Rentner mit Rollwagen, junge Leute, die da rumjoggen (sind die verrückt, bei der Hitze!?) Also frage ich, ob wir nicht mal da die Treppen runtergehen wollen, um ans Wasser zu schauen? Ja, wir wollen, auch wenn meine Füße inzwischen protestieren. Zwar nicht lautstark, aber schmerzhaft. Was solls: ein Indianer kennt keinen Schmerz und jeder Gank macht schlank!
Und einmal mehr hat es sich gelohnt! Unten finden wir nicht nur eine recht nette Rentnerresidenz, wo die alten Leute einen Blick auf den Fluss haben und sich miteinander unterhalten können. Ein paar Meter am Fluss entlang finden wir auch eine Schleuse für Ausflugsschiffe, die in Betrieb ist und wir können auch dabei zuschauen. Das Technikerherz schlägt hoch, hab ich noch nie gesehen. Panamakanal en miniature... cooool!
Nun ist aber Schluss, die Füße wollen grade noch bis zum Auto, dann wollen sie keinen Meter mehr laufen, zumindest heute nicht mehr! Ich schaue auf die Uhr und bin erstaunt, wir werden nicht vor abends um 6 im Hotel sein. Wo ist die Zeit geblieben? Wurscht, sie war auf keinen Fall verschenkt! Es war ein toller Tag!
Das Bild des Tages hat mal wieder so gar nichts mit dem heutigen Tag zu tun. Und wieder ist es ein Bild, das mich unterwegs angesprungen hat. Gesehen und ein Gedanke saß fest.
Ich habs zwar nicht nachgeschlagen, aber ich glaube es wirklich nicht.
Dole ist etwas weiter weg, ca. eine 3/4 Stunde. Ich habe mich heute mal wieder total unvoreingenommen meinem Führer und Urlaubsplaner anvertraut und bin brav mitgetappelt.
Dole (und ich habe grade keine Ahnung, ob man das "e" am Ende spricht, oder verschluckt) hat eine wunderschöne Innenstadt. In Dijon haben wir gestern gesehen und in einem Führer gelesen, dass es dort Plaketten auf dem Boden gibt, die eine Eule eingraviert haben. Es gibt runde Plaketten für markante Punkte, und dreieckige, die mit der Spitze in die Richtung zeigen, wo man die nächste Plakette findet. Wir haben getern ja nur einen kurzen Augenblick in Dijon verbracht und konnten natürlich dabei nicht alle Eulenplaketten finden, aber wir haben ein paar Wegwesier gefunden. Umso überraschter und müsierter war ich heute, das gleiche System, aber mit Katzen vorzufinden! Übrigens sind Eulen und Katzen sehr hübsche Motive! Heute hatten wir nen freien Parkplatz und haben uns richtig viel Zeit genommen, die Stadt zu erkunden. Und so konnten wir auch den Katzen folgen.
Man findet Plätze, an denen man wahrscheinlich vorbei gelaufen wäre.
Auch hier haben wir garantiert nicht alle entdeckt, zumal sie in Dole auch nicht numeriert sind. Aber es waren schon einige.
So ziemlich am Anfang der Erkundngstour kamen wir an einem Laden vorbei, wo schon der Name "Esotherik" gerufen hat... Im Schaufenster ein Haufen Zeug, bei dem ich normalerweise den Kopf schüttele: Pendel, Tarotkarten, Kristalle. Und auch einen silbernen runden Kettenanhänger mit einem keltisch anmutenden Motiv. Ein Baum, bei dem sich die Krone und die Wurzel in keltischen Knoten verlieren. Links und rechts vom Stamm ein Sonnen- und ein Mondsymbol. Es wollte unbedingt raus aus dem Fenster und ich habe mir abgewöhnt, etwas nicht zu kaufen, nur weil ich es im Moment grad nicht geplant habe. Zu oft habe ich mich hinterher geärgert. Es gibt so Sachen, die sagen: ich bins! Und so ist sie halt hängen geblieben, und zwar an meinem Hals ;)
Damit hatten wir einen super Start und ich muss sagen, es war wirklich wunderschön. Von fast überall kann man die große Kirche sehen. Natürlich eine Notre Dame! Und dieses Mal war ich auch drin. Mich fasziniert immer wieder die Architektur, aber auch oft einfach einzelne Dekoelemente, von denen ich denke: die kannst Du mal irgendwo einbauen. So als Strickmuster umgesetzt, oder als Patchwork, oder in irgendeiner anderen Art. Bisher habe ich das noch nicht auf die Reihe gekriegt, nur einen Haufen Bilder von sowas gemacht :D
Den Katzen sind wir mal in Pfeilrichtung, mal entgegengesetzt gefolgt. Gefunden haben wir, außer der Kirche, das Geburtshaus von Louis Pasteur, die Kirche, in der ergetauft wurde, ein Museum über ihn, das grade Mittagspause hatte. Wir wollten weder warten, noch wieder zurück laufen, also haben wir es nur zur Kenntnis genommen. Die Markthalle kurz vor dem Schließen, wo es immer noch ein bisschen was zu sehen gibt, auch wenn schon zusammmengepackt wird.
Verschiedene kleine Restaurants, in die ich nie reingehen würde, weil der Eingang eine steile Treppe nach unten ist. Irgendwann sind wir durch einen Durchgang gekommen und auf einmal waren wir auf der Rückseite dieser Häuser, dort war es dann ebenerdig und gleich neben dem Kanal. Und es kam so ein Aha-Effekt, weil ich auf einmal die Struktur der Stadtanlage verstanden habe. Naja, zumindest ein bisschen. 😉
Kleine Brücken, kleine Abzweigungen, ein monströses Kunstwerk aus zusammengesammelten Holzstücken... wenn man es von er richtigen Seite anschaut erkennt man es auch: nein keine Notre Dame, aber eine Katze.
Weiter am Fluss entlang, auf dem wir einen Anlegesteg für Hausboote gefunden haben. Auch so eine Urlaubsidee, die ich beim ersten Hören strikt von mir gewiesen habe. Inzwischen habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet und heute nun konnte ich auch sehen, wie sowas aussehen kann, so platzmäßig betrachtet.
Weiter den Katzen hinterher, inzwischen wieder in der richtigen Richtung stehen wir vor einem kleinen Rätsel: sollen wir durch die Kneipe wieder nach oben gehen, oder ist hier das Ende der Strecke? Ein kleiner Durchgang mit einem Schild sagt: das ist eine Passage. Aha, kann man da durch? Man kann. Und es ist unglaublich, eine Art Kaverne, ein Wasserseicher oder Brunnen, aber mit einem abenteuerlichen Weg, tollen Gewölben und Licht am Ende des Tunnels mit einer Treppe nach oben und einem Schild, das erkärt. Es ist, oder besser war tatsächlich die städtische von außen unabhängige Wasserversogung, die 2 Belagerungen im Mittelalter überstanden hat. erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde es mit einer großen Platte verschlossen, weil etwas zusammengebrochen war und in den 80er Jahren, nach Restaurierung wieder geöffnet. Wow. Immer noch imposant, wenns auch nur ein Durchgang ist! Die Katzenpfeile zeigen mal wieder in die andere Richtung, aber DAS hätte ich im Leben nicht gesehen, wenn wir andersrum gelaufen wären!
In der ganzen Stadt gibt es so schöne alte restaurierte Gebäude, die einen Hauch von "früher" verstömen, wann immer das auch gewesen ist, dass ich manchmal die Katzenpfeile vergessen habe... Ich habe einfach nur fasziniert durch die Gegend geschaut und wieder zu viele Bilder gemacht, die nie wieder jemand angucken wird. Ein paar werden im Abschluss-Fotoalbum landen, mit den entsprechenden Erklärungen.
Inzwischen ist es früher Nachmittag, wir sind gefühlt einmal rundum und machen uns auf den Weg zum Auto, weil dort das Essen wartet. Ente adlig: "von Gestern" mit genauso adligem Baguette und den gleichen Getränken. Immer noch lecker und wir haben schon öfter festgestellt, dass eine ganze Ente genug für 2 Essen ist.
Schön im Schatten sitzen mit Blick auf den Fluss, ist ein ganz schön reger Verkehr, der da an uns vobeikommt. Rentner mit Rollwagen, junge Leute, die da rumjoggen (sind die verrückt, bei der Hitze!?) Also frage ich, ob wir nicht mal da die Treppen runtergehen wollen, um ans Wasser zu schauen? Ja, wir wollen, auch wenn meine Füße inzwischen protestieren. Zwar nicht lautstark, aber schmerzhaft. Was solls: ein Indianer kennt keinen Schmerz und jeder Gank macht schlank!
Und einmal mehr hat es sich gelohnt! Unten finden wir nicht nur eine recht nette Rentnerresidenz, wo die alten Leute einen Blick auf den Fluss haben und sich miteinander unterhalten können. Ein paar Meter am Fluss entlang finden wir auch eine Schleuse für Ausflugsschiffe, die in Betrieb ist und wir können auch dabei zuschauen. Das Technikerherz schlägt hoch, hab ich noch nie gesehen. Panamakanal en miniature... cooool!
Nun ist aber Schluss, die Füße wollen grade noch bis zum Auto, dann wollen sie keinen Meter mehr laufen, zumindest heute nicht mehr! Ich schaue auf die Uhr und bin erstaunt, wir werden nicht vor abends um 6 im Hotel sein. Wo ist die Zeit geblieben? Wurscht, sie war auf keinen Fall verschenkt! Es war ein toller Tag!
Das Bild des Tages hat mal wieder so gar nichts mit dem heutigen Tag zu tun. Und wieder ist es ein Bild, das mich unterwegs angesprungen hat. Gesehen und ein Gedanke saß fest.
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| Èlectricité d´Amour |
Man sieht es vielleicht wirklich nur, wenn man daran vorbeifährt und sich dabei der Betrachtungswinkel ändert, aber dann schaut es aus, wie ein Herz.
Nachtrag: Schon gestern ist mir in Dijon aufgefallen, wenn man weiß, wonach man schauen muss, findet man überall eine öffentliche, kostenfreie Toilette, die nach jeder Benutzung (wenn man es denn richtig benutzt, und die Tür auch von innen verriegelt 😎) automatisch gesäubert und desinfiziert wird! Es riecht nirgendwo nach dem typischen Dixie-Duft und man muss sich nicht ekeln, da drauf zu gehen. Dafür nehme ich gerne 5 Minuten Wartezeit in Kauf, bis ich nach der letzten Benutzung da drauf kann. Auch in den schmalen Durchgängen, Gassen und der Passage habe ich sowas nicht gerochen. Das wird ja gerne mal für ne schnelle Notdurft misbraucht.
HIER können sich die Deutschen mal ne dicke Scheibe von abschneiden!
Freitag, 7. September 2018
Tag 1 - rund ums Hotel und einen Blick nach Dijon
Heute früh der Frühstückstest: wir hatten eigentlich ohne gebucht, weil 11,- pro Person... nunja, ich hätte da nicht drüber nachgedacht. Beim Einchecken haben wir dann aber doch noch Frühstück dazu genommen. Also schauen, was wir für 11 Euros bekommen.
Ja, ich würde sagen ein französisches Frühstück! Die Wahl zwischen Kaffee, Chocoláte oder Té, oder eines nach dem anderen, wird an den Tisch gebracht, also kein Kaffeeautomat zum selber machen in Sicht. Das Buffett sieht im ersten Moment irgendwie mager aus, aber es ist von jedem was da, das man möchte. Nun hat in Frankreich die Schule wieder begonnen, d.h. die Urlaubszeit ist vorbei ud es sind nicht mehr soo viele Gäste da. Und wie von Zauberhand flitzt die kleine Frühstücksfrau rein und raus, räumt verlassenes Tische ab und füllt dauernd das Buffett nach. Wieder nicht übervoll, dafür alles frisch!
Am besten: Croissants! Mit Marmelade! Definitiv nix aus der Großbäckerei, das nur nochmal aufgewärmt wurde oder ganz und gar kalt ist. Nein, es schmeckt wie frisch aus dem Ofen. Hhhmmm, lecker. An der Belagtheke: 5 Scheiben Salami, 4 Röllchen Kochschinken, 2 Sorten Käse. Das Baguette auch ganz frisch und richtig knusprig. Ich kann es nicht lassen und bestelle mir noch einen petit Chocoláte und hole mir noch einen Croissant, um ihn französisch zu vernaschen... nämlich durch eintunken. Schmeckt auch gut, aber das Knusprige ist dahin. Dafür krümelt es nun nicht und ich kann überlegen, was mir besser gefällt :D
Nach dem Frühstück will ich mal ne Runde ums Viertel laufen. Ich möchte wissen, wie weit sich die hübschen Häuschen hinziehen. Nun, zumindest bis zur Hauptstraße also von uns aus ca. 100 (?)m. Könnte auch mehr sein, ich kann es schlecht schätzen.
Aber ich sehe nette Häuser, schön hergerichtet. Manche komplett, wie sie waren manche mit modernen Komponenten kombiniert, die nicht wirlich das Bild stören. Alles in allem ein hübsches historisches Viertel. Gehst Du aus dem Viertel raus, bist Du schon da, wo die "Reicheren" wohnen, große Tore verbergen den Blick in den Hinterhof, Kameras auf dem Zaun sollen sagen: Ich seh Dich, versuch es gar nicht erst! Unser Hotel und die Kirche nebenan liegen oben auf dem Berg, man hat einen supertollen Ausblick auf Dijon und alles, was zu unseren Füßen zu sehen ist. Unser Rundgang endet mit dem Weg an der Kirche vorbei zu einem Plateau, das man von unserem Fenster aus sieht. Wirklich schön, sehr ruhig und trotz einem Rest von Sommer nicht stickig, weil immer ein Lüftchen geht.
Wieder zurück im Hotel schnappen wir unsere Rucksäcke und machen eine kurze Fahrt mit Fußweg, um einen Aussichtspunkt zu finden. Die Schwiegeremama ruft an, weil sie den Induktionsherd nicht zum kochen überreden kann. Es ist gegen mittag und mein erster Gedanke ist, der Topf hat keine Verbindung zur Platte, aber sie sagt, sie hat einen silbernen Topf genommen. Hm, unsere Töpfe sind alle induktionstauglich. Nach einer halben Stunde finden wir raus, dass sie einen Topf mit schon gekochter Suppe von zu Hause mitgebracht hat, der natürlich nicht induktionstauglich ist... Wir sind derweil falsch abgebogen und gehen nun zurück bis zur letzten Abzweigung, um dort festzustellen, dass von dort aus der Aussichtspunkt noch weiter weg ist, als gedacht, aber wenn wir den "falschen" Weg weitergehen, kommen wir wieder beim Auto raus. Also sind wir wieder zurück gelaufen und haben am Ende ein hübsches lauschiges Plätzchen gefunden, dass am Abend unser Picnick-Platz werden sollte. Im Momemt saßen dort nur zwei Arbeiter, die ihre Traktoren davor und dahinter geparkt hatten.
Zurück beim Auto sind meine Füßemalwieder etwas angeschlagen, also fahren wir in die Stadt. In Dijon soll es laut Prospekt einen Ort geben, wo man sehen kann, wie der Dijon-Senf gemacht wird. Es ist nunmal das Erste, was mir zu Dijon einfällt: halt Sempf!
Aber es gibt noch reichlich mehr! Vollkommen an mir vorbeigelaufen ist bisher die Information, dass der Herzog von Burgund hier eine "kleine" Übernachtungsunterkunft hatte. Es ist wohl mehrfach renoviert worden und am Ende zu einem Plast angewachsen, der 3 Eagen und über 50 Zimmer hat. Er wird gerade erneut renoviert, ist aber kostenlos zu besichtigen. Für mich etwas enttäuschend war die Tatsache, dass von der originalen Einrichtung kaum was zu sehen ist. Stattdessen hohe, fast leere Räume mit vielen Bildern und Vitrinen, die fast alle nur religiöse Abbilder zeigen, wie die Kreuzigung von Jesus, den Kopf vom Jiohannes dem Täufer, und unendlich viele Heiligenscheine. Ja, ich liebe es, Kirchen anzuschauen. Kaum an einer kann ich vorbei, ohne nicht wenigstens einen Blick reinzuwerfen. Aber das war für mich tatsächlich nur scheinheiliges Zurschaustellen. Sicher hat das damals auch dazu gehört, sagt mir aber so gar nichts über Philippe le Bon.
Eine lustige Situation am Empfang des Museums: Vor uns stehen zwei asiatische Mädchen, die eine Eintrittskarte kaufen möchten. Der Eintritt ist frei für Europäer, oder Menschen, die einen europäischen Wohnsitz nachweisen können. Das ist der Dame wohl noch rechtzeitig eingefallen und fragte die Mädels, wo sie denn her seien. Antwort: aus China. Die nette Dame bietet den Mädchen einen Museumsguide in Papierform oder als tragbares Gerät an, allerdings nur möglich auf Englisch, Französisch oder Deutsch. Die ältere der beiden Mädels spricht sehr gut englisch und fragt, ob es denn keinen chinesischen Guide gäbe. Nein, sagt die Dame, nur englisch. Ob sie denn nun den tragbaren guide zum hören möchten, und ob sie den gleich auf englisch einstellen soll. Ja bitte, aber geht denn auch chinesisch? Nein, auch auf dem tragbaren Audiogerät geht nur englisch, deutsch oder französisch... Ich muss ein bisschen vor mich hinlächeln, und wische mir innerlich die Stirn: puh wenigstens auf deutsch ;) Ich bin dieses Jahr recht sprechfaul.
Die Mädchen werden inzwischen gefragt, ob denn jede eine tragbares Gerät möchte, in englisch eingestellt. Nein, eines ist genug und ich denke: Teilen die sich dann die Kopfhörer? Während es schon weiter geht: Aber wäre es denn möglich das zweite Gerät auf chinesisch einzustellen? Ich kann mir nun ein Grinsen nicht mehr verkneifen und auch die nette Dame lächelt verschmitzt, ist aber nicht genervt, sondern weiterhin freundlich und lächelnd sagt sie, dass auch auf dem zweiten tragbaren Gerät kein Chinesisch einstellbar ist, sondern nur englisch, deutsch oder französisch...
Wir treffen die Mädchen später mehrfach auf dem Rundgang und mir fällt fast die Kinnlade aus dem Gesicht. Die Sprecherin springt zwischen den englischen und deutschen Beschreibungen der Bilder mit dem Finger hin und her und erzählt der Zuhörerin auf Chinesisch, was dort geschrieben steht. :O)
In der Touristeninformation hatte ich schon vorher nach dem Senf-Dingens gefragt, das hier um die Ecke sein sollte. Die Antwort war ernüchternd: Die Fabrik, wo man das tatsächlich anschauen kann, ist 50km entfernt. Hier, hinter der Notre Dame (Kirche, logisch, schon wieder eine unserer Damen ;) ) sei nur ein Verkaufsladen. Hmpf, echt jetzt? Na schauen wir mal. Fast wären wir dran vorbei gelaufen, aber ich habe es noch rechtzeitig gesehen.
Wenn man in Frankreich durch einen Supermarkt läuft, hat man immer mindestens 2 Regalreihen, die Ladenlang sind, mit Wein. In Finnland war es Milch, in England Tee, in Deutschland würde ich sagen, Bier ;)
In diesem Laden war alles voller Senf! Na klar, es war der Laden des Senfherstellers, es macht keinen Sinn, irgendwas anderes dort in die Reagle zu stellen. Aber ich habe noch nie so viele Sorten Senf gesehen, und eine Senf-Probiertheke! Und wirklich kann man Senf verkosten, es gibt tatsächlich Unterschiede. Ich habe mich für einen Standard mit gemahlenen Senfkörnern entschieden, einfach wegen dem hübschen Steinguttöpfchen, einem mit Kräutern der Provence und einem mit Basilikum. Die Exoten gibt es nur im Glas, in Steingut nur der standard mit gemahlenen, oder ungemahlenen Senfkörnern. Ungemahlen muss nicht sein.
Zwischen Palais de Duc, Senfladen und Weg zurück zum Auto, habe ich in verschiedene kleine Souvenierlädchen geschaut, eigentlich nur zum Gucken. Aber in einem habe ich das Bild des Tages gefunden. Eigentlich ein Zufallsbild, weil ich ja nur rumgeschaut habe. Aber hinter der Eingangstür war eine kleine Niesche mit Sachen, die nicht aussahen als ob sie wirkllich zum verkaufen da wären, sondern eher zusammen gesammelt.
Ich fand die Schuhe einfach lustig, weil sie so gar nichts mit alldem Rundum zu tun haben.
Je länger ich das Bild anschaue, umso lustiger finde ich es, weil ich wieder eine Einzelheit entdecke, die mir vorher nicht aufgefallen ist.
Wir sind nicht das erste Mal in Frankreich und haben inzwischen so unsere Lieblingssupermärkte, an denen wir nie vorbei kommen. Leclerc ist einer davon. Nicht in jedem, aber in diesem Leclerc gibt es eine heiße Theke mit fertig gegrillten Hühnchen, verpackt in einer relativ festen Kunststoffverpackung. Nichts für den Wiedergebrauch, aber gut genug, um dort drin die Abfallreste reinzupacken, um es ordentlich zu entsorgen.
Also haben wir uns ein Hühnchen geschnappt, ein Baguette, jeder ein Getränk seiner Wahl, eine Rolle Küchentücher und haben unseren lauschigen Platz vom Mittag versucht zu finden. Es war nicht leicht, aber mit aller technischen Unterstützung im Handgepäck haben wir es doch wieder gefunden. Es liegt genau neben dem Friedhof (ist mir mittags gar nicht aufgefallen) und gegen abend kommen die Werktätigen, um zu joggen und die Rentner, um ihren Hunden etwas Bewegung zu verschaffen. Mit einer Tüte habe ich dort keinen rumlaufen sehen...
Uns hat es trotzdem geschmeckt, auch wenn sich einmal mehr herausgestellt hat, dass wir eine Ente statt eines Hühnchens erwischt haben. Aber da die dort alle gleich groß und gleich teuer waren, gab es wohl kein Hühnchen. Aber seit dem ersten Frankreich-Urlaub liebe ich gegrillte Ente und nun haben wir noch eine Abendbrot für morgen ;)
Ja, ich würde sagen ein französisches Frühstück! Die Wahl zwischen Kaffee, Chocoláte oder Té, oder eines nach dem anderen, wird an den Tisch gebracht, also kein Kaffeeautomat zum selber machen in Sicht. Das Buffett sieht im ersten Moment irgendwie mager aus, aber es ist von jedem was da, das man möchte. Nun hat in Frankreich die Schule wieder begonnen, d.h. die Urlaubszeit ist vorbei ud es sind nicht mehr soo viele Gäste da. Und wie von Zauberhand flitzt die kleine Frühstücksfrau rein und raus, räumt verlassenes Tische ab und füllt dauernd das Buffett nach. Wieder nicht übervoll, dafür alles frisch!
Am besten: Croissants! Mit Marmelade! Definitiv nix aus der Großbäckerei, das nur nochmal aufgewärmt wurde oder ganz und gar kalt ist. Nein, es schmeckt wie frisch aus dem Ofen. Hhhmmm, lecker. An der Belagtheke: 5 Scheiben Salami, 4 Röllchen Kochschinken, 2 Sorten Käse. Das Baguette auch ganz frisch und richtig knusprig. Ich kann es nicht lassen und bestelle mir noch einen petit Chocoláte und hole mir noch einen Croissant, um ihn französisch zu vernaschen... nämlich durch eintunken. Schmeckt auch gut, aber das Knusprige ist dahin. Dafür krümelt es nun nicht und ich kann überlegen, was mir besser gefällt :D
Nach dem Frühstück will ich mal ne Runde ums Viertel laufen. Ich möchte wissen, wie weit sich die hübschen Häuschen hinziehen. Nun, zumindest bis zur Hauptstraße also von uns aus ca. 100 (?)m. Könnte auch mehr sein, ich kann es schlecht schätzen.
Aber ich sehe nette Häuser, schön hergerichtet. Manche komplett, wie sie waren manche mit modernen Komponenten kombiniert, die nicht wirlich das Bild stören. Alles in allem ein hübsches historisches Viertel. Gehst Du aus dem Viertel raus, bist Du schon da, wo die "Reicheren" wohnen, große Tore verbergen den Blick in den Hinterhof, Kameras auf dem Zaun sollen sagen: Ich seh Dich, versuch es gar nicht erst! Unser Hotel und die Kirche nebenan liegen oben auf dem Berg, man hat einen supertollen Ausblick auf Dijon und alles, was zu unseren Füßen zu sehen ist. Unser Rundgang endet mit dem Weg an der Kirche vorbei zu einem Plateau, das man von unserem Fenster aus sieht. Wirklich schön, sehr ruhig und trotz einem Rest von Sommer nicht stickig, weil immer ein Lüftchen geht.
Wieder zurück im Hotel schnappen wir unsere Rucksäcke und machen eine kurze Fahrt mit Fußweg, um einen Aussichtspunkt zu finden. Die Schwiegeremama ruft an, weil sie den Induktionsherd nicht zum kochen überreden kann. Es ist gegen mittag und mein erster Gedanke ist, der Topf hat keine Verbindung zur Platte, aber sie sagt, sie hat einen silbernen Topf genommen. Hm, unsere Töpfe sind alle induktionstauglich. Nach einer halben Stunde finden wir raus, dass sie einen Topf mit schon gekochter Suppe von zu Hause mitgebracht hat, der natürlich nicht induktionstauglich ist... Wir sind derweil falsch abgebogen und gehen nun zurück bis zur letzten Abzweigung, um dort festzustellen, dass von dort aus der Aussichtspunkt noch weiter weg ist, als gedacht, aber wenn wir den "falschen" Weg weitergehen, kommen wir wieder beim Auto raus. Also sind wir wieder zurück gelaufen und haben am Ende ein hübsches lauschiges Plätzchen gefunden, dass am Abend unser Picnick-Platz werden sollte. Im Momemt saßen dort nur zwei Arbeiter, die ihre Traktoren davor und dahinter geparkt hatten.
Zurück beim Auto sind meine Füßemalwieder etwas angeschlagen, also fahren wir in die Stadt. In Dijon soll es laut Prospekt einen Ort geben, wo man sehen kann, wie der Dijon-Senf gemacht wird. Es ist nunmal das Erste, was mir zu Dijon einfällt: halt Sempf!
Aber es gibt noch reichlich mehr! Vollkommen an mir vorbeigelaufen ist bisher die Information, dass der Herzog von Burgund hier eine "kleine" Übernachtungsunterkunft hatte. Es ist wohl mehrfach renoviert worden und am Ende zu einem Plast angewachsen, der 3 Eagen und über 50 Zimmer hat. Er wird gerade erneut renoviert, ist aber kostenlos zu besichtigen. Für mich etwas enttäuschend war die Tatsache, dass von der originalen Einrichtung kaum was zu sehen ist. Stattdessen hohe, fast leere Räume mit vielen Bildern und Vitrinen, die fast alle nur religiöse Abbilder zeigen, wie die Kreuzigung von Jesus, den Kopf vom Jiohannes dem Täufer, und unendlich viele Heiligenscheine. Ja, ich liebe es, Kirchen anzuschauen. Kaum an einer kann ich vorbei, ohne nicht wenigstens einen Blick reinzuwerfen. Aber das war für mich tatsächlich nur scheinheiliges Zurschaustellen. Sicher hat das damals auch dazu gehört, sagt mir aber so gar nichts über Philippe le Bon.
Eine lustige Situation am Empfang des Museums: Vor uns stehen zwei asiatische Mädchen, die eine Eintrittskarte kaufen möchten. Der Eintritt ist frei für Europäer, oder Menschen, die einen europäischen Wohnsitz nachweisen können. Das ist der Dame wohl noch rechtzeitig eingefallen und fragte die Mädels, wo sie denn her seien. Antwort: aus China. Die nette Dame bietet den Mädchen einen Museumsguide in Papierform oder als tragbares Gerät an, allerdings nur möglich auf Englisch, Französisch oder Deutsch. Die ältere der beiden Mädels spricht sehr gut englisch und fragt, ob es denn keinen chinesischen Guide gäbe. Nein, sagt die Dame, nur englisch. Ob sie denn nun den tragbaren guide zum hören möchten, und ob sie den gleich auf englisch einstellen soll. Ja bitte, aber geht denn auch chinesisch? Nein, auch auf dem tragbaren Audiogerät geht nur englisch, deutsch oder französisch... Ich muss ein bisschen vor mich hinlächeln, und wische mir innerlich die Stirn: puh wenigstens auf deutsch ;) Ich bin dieses Jahr recht sprechfaul.
Die Mädchen werden inzwischen gefragt, ob denn jede eine tragbares Gerät möchte, in englisch eingestellt. Nein, eines ist genug und ich denke: Teilen die sich dann die Kopfhörer? Während es schon weiter geht: Aber wäre es denn möglich das zweite Gerät auf chinesisch einzustellen? Ich kann mir nun ein Grinsen nicht mehr verkneifen und auch die nette Dame lächelt verschmitzt, ist aber nicht genervt, sondern weiterhin freundlich und lächelnd sagt sie, dass auch auf dem zweiten tragbaren Gerät kein Chinesisch einstellbar ist, sondern nur englisch, deutsch oder französisch...
Wir treffen die Mädchen später mehrfach auf dem Rundgang und mir fällt fast die Kinnlade aus dem Gesicht. Die Sprecherin springt zwischen den englischen und deutschen Beschreibungen der Bilder mit dem Finger hin und her und erzählt der Zuhörerin auf Chinesisch, was dort geschrieben steht. :O)
In der Touristeninformation hatte ich schon vorher nach dem Senf-Dingens gefragt, das hier um die Ecke sein sollte. Die Antwort war ernüchternd: Die Fabrik, wo man das tatsächlich anschauen kann, ist 50km entfernt. Hier, hinter der Notre Dame (Kirche, logisch, schon wieder eine unserer Damen ;) ) sei nur ein Verkaufsladen. Hmpf, echt jetzt? Na schauen wir mal. Fast wären wir dran vorbei gelaufen, aber ich habe es noch rechtzeitig gesehen.
Wenn man in Frankreich durch einen Supermarkt läuft, hat man immer mindestens 2 Regalreihen, die Ladenlang sind, mit Wein. In Finnland war es Milch, in England Tee, in Deutschland würde ich sagen, Bier ;)
In diesem Laden war alles voller Senf! Na klar, es war der Laden des Senfherstellers, es macht keinen Sinn, irgendwas anderes dort in die Reagle zu stellen. Aber ich habe noch nie so viele Sorten Senf gesehen, und eine Senf-Probiertheke! Und wirklich kann man Senf verkosten, es gibt tatsächlich Unterschiede. Ich habe mich für einen Standard mit gemahlenen Senfkörnern entschieden, einfach wegen dem hübschen Steinguttöpfchen, einem mit Kräutern der Provence und einem mit Basilikum. Die Exoten gibt es nur im Glas, in Steingut nur der standard mit gemahlenen, oder ungemahlenen Senfkörnern. Ungemahlen muss nicht sein.
Zwischen Palais de Duc, Senfladen und Weg zurück zum Auto, habe ich in verschiedene kleine Souvenierlädchen geschaut, eigentlich nur zum Gucken. Aber in einem habe ich das Bild des Tages gefunden. Eigentlich ein Zufallsbild, weil ich ja nur rumgeschaut habe. Aber hinter der Eingangstür war eine kleine Niesche mit Sachen, die nicht aussahen als ob sie wirkllich zum verkaufen da wären, sondern eher zusammen gesammelt.
Ich fand die Schuhe einfach lustig, weil sie so gar nichts mit alldem Rundum zu tun haben.
Je länger ich das Bild anschaue, umso lustiger finde ich es, weil ich wieder eine Einzelheit entdecke, die mir vorher nicht aufgefallen ist.
Wir sind nicht das erste Mal in Frankreich und haben inzwischen so unsere Lieblingssupermärkte, an denen wir nie vorbei kommen. Leclerc ist einer davon. Nicht in jedem, aber in diesem Leclerc gibt es eine heiße Theke mit fertig gegrillten Hühnchen, verpackt in einer relativ festen Kunststoffverpackung. Nichts für den Wiedergebrauch, aber gut genug, um dort drin die Abfallreste reinzupacken, um es ordentlich zu entsorgen.
Also haben wir uns ein Hühnchen geschnappt, ein Baguette, jeder ein Getränk seiner Wahl, eine Rolle Küchentücher und haben unseren lauschigen Platz vom Mittag versucht zu finden. Es war nicht leicht, aber mit aller technischen Unterstützung im Handgepäck haben wir es doch wieder gefunden. Es liegt genau neben dem Friedhof (ist mir mittags gar nicht aufgefallen) und gegen abend kommen die Werktätigen, um zu joggen und die Rentner, um ihren Hunden etwas Bewegung zu verschaffen. Mit einer Tüte habe ich dort keinen rumlaufen sehen...
Uns hat es trotzdem geschmeckt, auch wenn sich einmal mehr herausgestellt hat, dass wir eine Ente statt eines Hühnchens erwischt haben. Aber da die dort alle gleich groß und gleich teuer waren, gab es wohl kein Hühnchen. Aber seit dem ersten Frankreich-Urlaub liebe ich gegrillte Ente und nun haben wir noch eine Abendbrot für morgen ;)
Donnerstag, 6. September 2018
Bienvenue á Senf (Dijon)
Jawoll, einmal mehr Frankreich und dieses Mal habe ich mich um nix gekümmert, außer mich ins Auto zusetzen und nett aus dem Fesnter zu schauen. Gut, meinen Koffer habe ich selber gepackt, allerdings erst heute früh und heute abend selle ich fest: zwei Schlafanzughosen und kein Oberteil ist vielleicht etwas unpraktisch. Muss halt ein T-Shirt dafür herhalten. Ich hab wohl sowieso wieder zu viele dabei.
Ab der Hälfte der Strecke bin ich dann gefahren, über die Grenze und durch einen Regen, der mehr als ein Guss war und auch recht lange angehalten hat. Aber wir sind gut angekommen und schon auf dem Weg zum Hotel bin ich entzückt. Genauso ein hübsches Örtchen wie Autun. Sehr weit ober- und auch schon wieder außerhalb von Dijon hat es lauter hübsche und gepflegte kleine Häuser, die sich beim genauen Hinsehen als größer entpuppen, als sie scheinen. Und das habe ich nur im Vorbeifahren gesehen... das wird auf jeden Fall noch erkundet!
Das Hotel: La Bonboniere, da hat der Schatz wohl lange keinen Blick auf meine Waage gewofen ;) Aber nun ja. Es ist auch richtig hübsch, klein und passt in das Bild dieser Ecke vom Ort.
Um die Ecke und von unserem Fesnter aus zu sehen: die Spitze der Kirche Notre Dame XIII. Es scheint reichlich Damen gegeben zu haben, die Kirchen gebaut haben oder ihnen geweiht wurden.
Ich werde eine länger nicht gemachte Idee wieder aufgreifen und pro Urlaubstag nur ein Bild des Tages zeigen. Es lässt den Tag ganz anders Revue passieren, wenn man sich alle noch einmal anschaut, und sich für ein eiziges entscheiden muss.
Weil der heutige Tag eigentlich nur 8 Stunden Fahrt mit ein paar Pausen war, habe ich schnell noch ein Bild von der Terasse vor unserem Fenster gemacht. Zu sehen auch der Turm der Kirche. Unser Zimmer ist links von der Terassentür...
Ich werde noch mal bessere Bilder machen, denn die Brüstung hat hübsche Elemente. Und das schaut nach einem Hübschen platz aus, wo man sich früh hinetzen kann, wenn alle anderen noch schafen.
Ab der Hälfte der Strecke bin ich dann gefahren, über die Grenze und durch einen Regen, der mehr als ein Guss war und auch recht lange angehalten hat. Aber wir sind gut angekommen und schon auf dem Weg zum Hotel bin ich entzückt. Genauso ein hübsches Örtchen wie Autun. Sehr weit ober- und auch schon wieder außerhalb von Dijon hat es lauter hübsche und gepflegte kleine Häuser, die sich beim genauen Hinsehen als größer entpuppen, als sie scheinen. Und das habe ich nur im Vorbeifahren gesehen... das wird auf jeden Fall noch erkundet!
Das Hotel: La Bonboniere, da hat der Schatz wohl lange keinen Blick auf meine Waage gewofen ;) Aber nun ja. Es ist auch richtig hübsch, klein und passt in das Bild dieser Ecke vom Ort.
Um die Ecke und von unserem Fesnter aus zu sehen: die Spitze der Kirche Notre Dame XIII. Es scheint reichlich Damen gegeben zu haben, die Kirchen gebaut haben oder ihnen geweiht wurden.
Ich werde eine länger nicht gemachte Idee wieder aufgreifen und pro Urlaubstag nur ein Bild des Tages zeigen. Es lässt den Tag ganz anders Revue passieren, wenn man sich alle noch einmal anschaut, und sich für ein eiziges entscheiden muss.
Weil der heutige Tag eigentlich nur 8 Stunden Fahrt mit ein paar Pausen war, habe ich schnell noch ein Bild von der Terasse vor unserem Fenster gemacht. Zu sehen auch der Turm der Kirche. Unser Zimmer ist links von der Terassentür...
Ich werde noch mal bessere Bilder machen, denn die Brüstung hat hübsche Elemente. Und das schaut nach einem Hübschen platz aus, wo man sich früh hinetzen kann, wenn alle anderen noch schafen.
Freitag, 9. Juni 2017
unverhoffte Urlaubsreise
es war ein Muss-wegfahren-Urlaub. Zu viel geht einem durch den Kopf, wenn man zu Hause bleibt. Also wegfahren, Gehirn freiblasen und wirklich mal abschalten!
Mit dem ersten Vorschlag, Hausboot fahren auf der linken Seite von Frankreich, war ich kurzerhand dieses Mal nicht einverstanden... 2 Tage Anreise, 7 Tage Hausboot und dann 2 Tage Heimreise verursacht mir bei grade mal 14 Tagen frei einfach zu viel Stress. Und ein bissel spielen zu Hause will ich ja auch ;)
Also haben wir seeehr kurzfristig am Sonntag ein Hotel gebucht und sind am Dienstag losgefahren.
Wohin? Nach Bella Italia!
Es gab dieses Mal kein Urlaubstagebuch. Ich habe am ersten Tag kurzentschlossen festgestellt, dass ich dieses Mal keine Lust habe, jeden Tag einen Bericht zu schreiben, zumal eigentlich eher Nichtstun auf dem Programm stand. So viele verschiedene Beschreibungen von Faulenzen gibt es einfach nicht, dass man damit ein ganzes Tagebuch füllen kann. Wir haben wieder viele Bilder gemacht und so wird es diesmal nur ein Fotoalbum mit Kommentaren.
Dienstag 30. Mai, Abreise
Sogar eine komplett eingerichtete Küchenzeile ist da, mit allem notwendigen Ess- & Kochgeschirr. Kleine Freude für mich: eine Espressokanne... wollte ich schon lange mal ausprobieren! Im Minimarkt nebenan ein Päckchen Kaffee gefunden und mitgenommen. Der Herd war eine Herausforderung an unsere beiden Hände. Er wollte partout nicht brennen, dabei muss doch die Flamme anspringen, sobald Gas da ist! Wir haben uns beide gescheit die Finger am Feuerzeug verbrannt. Bis mein Held auf die Idee gekommen ist, ein paar trockene Hölzchen vom Feld unterhalb unseres Hauses aufzusammeln, die wir dann gefahrlos mit dem Feuerzeug entzünden konnten. Und siehe da, mit ein bissel Ermunterung tanzt die Flamme. Der Urlaub ist gerettet!
Donnerstag, 01. Juni



Auch noch in der Heim-Urlaubswoche habe ich ein bissel gesponnen. Pommernschaf, nur (selbst) gewaschen und die Wollflocken einfach aus dem Korb gefischt und ins Rädchen laufen lassen. Hat Spaß gemacht. Herausgekommen ist ein lockeres weiches grau-meliertes Garn, das mir gut gefällt, aber nun noch auf seine weiße Schwester wartet, damit ich es zusammen vertsricken kann.
Und noch vor dem Urlaub gesponnen und auf den Webrahmen gebannt, ein Schal, der eigentlich sommerleicht werden soll. Leider ist das Garn teilweise mit so wenig Drall gesponnen, dass es sich beim Weben aufzulösen scheint. Ich muss sehr vorsichtig weben und mit nahezu angehaltener Luft, damit alles gut geht. Aber nun habe ich ein ruhiges Händchen und ich denke, alles wird gut.
Mit dem ersten Vorschlag, Hausboot fahren auf der linken Seite von Frankreich, war ich kurzerhand dieses Mal nicht einverstanden... 2 Tage Anreise, 7 Tage Hausboot und dann 2 Tage Heimreise verursacht mir bei grade mal 14 Tagen frei einfach zu viel Stress. Und ein bissel spielen zu Hause will ich ja auch ;)
Also haben wir seeehr kurzfristig am Sonntag ein Hotel gebucht und sind am Dienstag losgefahren.
Wohin? Nach Bella Italia!
Es gab dieses Mal kein Urlaubstagebuch. Ich habe am ersten Tag kurzentschlossen festgestellt, dass ich dieses Mal keine Lust habe, jeden Tag einen Bericht zu schreiben, zumal eigentlich eher Nichtstun auf dem Programm stand. So viele verschiedene Beschreibungen von Faulenzen gibt es einfach nicht, dass man damit ein ganzes Tagebuch füllen kann. Wir haben wieder viele Bilder gemacht und so wird es diesmal nur ein Fotoalbum mit Kommentaren.
Dienstag 30. Mai, Abreise
Der Himmel weint nicht nur, er heult regelrecht. Es kam an Wasser runter, was da war, in dicken fetten Regentropfen! Ne Stunde später auf der Autobahn musste ich die Sonnenbrille rausholen, weil der Himmel so blau war, dass ich dachte, ich habe geträumt.
Ich liebe Flughafenankunftshallen. Meist vergesse ich, Bilder zu machen und auch, dass ich sie beim Abflug nicht wieder zu sehen bekomme...
...ein wunderschönes riesiges Mosaik!
Mittwoch 31. Mai
Aufstehen, der innere Wecker klingelt immer noch so gegen 6. Aber auf die Terasse treten und so einen Blick haben: einfach nur toll!
Frühstück gibts erst ab 8, also muss ich mir irgendeine Beschäftigung suchen...
Frühstück gibts erst ab 8, also muss ich mir irgendeine Beschäftigung suchen...
Wir dachten erst, dass müsste doch Sizilien sein... aber es war tatsächlich immer noch ein Stück vom Stiefel. mehr auf der rechten Seite im Dunst, bin ich (und wenn ich damit auch alleine bin) der Meinung, dass das Sizilien sein muss :) es ist in der ganzen Woche nie so klar gewesen, dass man etwas hätte sehen können...
Das gelb markierte ist das, was man auf der linken Seite hinter dem Meer sieht. Also was ist nun das rechts hinter dem Meer?
Auf dem Weg zum Frühstück finden wir andere Bewohner des Hotels... Ich habe in Deutschland schon ewig keine Schwalbennester mehr gesehen!
Nach dem Frühstück Gelände erkunden. Ganz wichtig: Poolregeln lesen. Das scheint außer mir keiner zu machen, denn keiner duscht sich vor oder nach dem schwimmen und es setzt auch niemand eine Badekappe auf :(
Also warum soll ich mich dann an Regeln halten, die man so versteckt angebracht hat? Mein Italienisch ist dafür zu schlecht und mein Englisch kennt solche Vokabeln nicht. Ach was solls, ich will doch nur mit den Füßen drin planschen... und stehe bis über die Knie im Wasser. Gut, dass die Hose kurz genug ist!
Schon x-mal gesehen und doch immer wieder faszinierend, reife Südfrüchte am Baum und an der Staude...
Richtig toll hier: sie landen garantiert auf der Speisetafel! Haben wir erst später bemerkt, aber es ist so toll. Da schmeckt das gleich ganz anders.
So schaut die Unterkunft aus Sicht des Meeres aus, das unterste Haus von vieren, Das Zimmer oben rechts. Der Neubau davor zwar im Erdgeschoss schon bezugsfertig, aber das Häusle nicht hoch genug, dass es uns die Sicht auf das Meer nimmt. Unterhalb davon geht das Grundstück noch weiter. Es finden sich dort verschiedene Gartenflächen und der Sportplatz. Auch ein bissel brach liegendes Land. Vielleicht kommen ja noch mehr Häuser dazu. Ich genieße die Sonne, hatte ich auch schon am Wochenende vorher zu Hause, drum war ich schon etwas angebrannt ;)
In der Einfahrt ein Baum mit wunderschönen weißen Blüten, die aussehen, wie Seerosen. Ich bin mal wieder komplett ahnungslos, was das ist. Vielleicht eine Kamelie?
Unser "Zimmer", after last Minute gebucht, entpuppt sich als kleine Ferienwohnung für tatsächlich 5 Personen (!) die in zwei SChlafzimmern untergebracht werden können.Sogar eine komplett eingerichtete Küchenzeile ist da, mit allem notwendigen Ess- & Kochgeschirr. Kleine Freude für mich: eine Espressokanne... wollte ich schon lange mal ausprobieren! Im Minimarkt nebenan ein Päckchen Kaffee gefunden und mitgenommen. Der Herd war eine Herausforderung an unsere beiden Hände. Er wollte partout nicht brennen, dabei muss doch die Flamme anspringen, sobald Gas da ist! Wir haben uns beide gescheit die Finger am Feuerzeug verbrannt. Bis mein Held auf die Idee gekommen ist, ein paar trockene Hölzchen vom Feld unterhalb unseres Hauses aufzusammeln, die wir dann gefahrlos mit dem Feuerzeug entzünden konnten. Und siehe da, mit ein bissel Ermunterung tanzt die Flamme. Der Urlaub ist gerettet!
Auch schon am ersten Tag entdeckt... den Weg zum Meer. Ganz ehrlich: ohne Auto ist das hier nicht zu machen. Alles ist so weit verzweigt und auch jetzt Ende Mai ist es doch schon ganz schön heiß, dass man um die Mittagszeit einfach nicht draußen rumläuft. Es sollte die einzige Muschel bleiben, die ich gefunden habe... Ja, ich weiß, es ist ein Einsiedlerkrebs und er ist bewohnt. Schlau geworden auf Lanzarote stecke ich ihn nicht einfach so in die Hosentasche, sondern wickele ihn richtig dick in ein Zellstofftaschentuch ein und verstecke ihn für den Rest des Urlaubs in der Außentasche des Rucksacks...
ist das nicht mal richtig kitschig blau? Was sagt die Malerin? Ist das realistisch, sowas auf die Leinwand zu bannen?
schaut irgendwie verkrampft aus, wenn der langarmige versucht, ein Selfie-Bild zu machen... "Schau her, so geht das: locker aus dem Handgelenk! Und sogar die Köpfe sind komplett drauf ;)"
Al Capone oder Blues Brothers... ich kann mich nicht entscheiden
Der Eingang zum Ferienort
"Mach doch mal ein Bild von dem Auto!" "Warum?" "Na, ist doch unseres!" "Und woran sieht man das? Kann doch jedes beliebige vom Parkplatz sein. Da musst Du schon mal aufsperren und einsteigen!" Männer! *kopfschüttel
Ja, damit waren wir in dieser Woche unterwegs :D
wieder im Hotel entdecke ich überall und zwischendurch meine Lanzarote Yucca und ich denke ich bin falsch gewickelt: Was haben Strelezienblüten in einer Banane verloren? Ähm, ich bin falsch gewickelt, es ist keine Banane. Für diese Erkenntnis habe ich aber auch mindestens 3 Anläufe gebraucht!
Die Schwalben bauen wie die Weltmeister. Es ist ein ständiges kommen und gehen... ich meine fliegen. Und so ist es eher unwahrscheinlich ein Bild ohne Vogel zu machen. Es sieht einfach nur kurios aus.
Das Haupthaus zur Straßenseite hin zeigt einen schönen Anblick. Noch mehr Bäume, mit diesen schönen weißen Blüten
... und auf dem Nachbargrundstück blüht tatsächlich so eine Yucca!
Donnerstag, 01. Juni
Ausflug in die nächst größere Stadt Tropea. Markttag ist Freitags, es ist Vorsaison (also kaum Touristen) und doch sind die Parkplätze weitgehend voll. Wir haben einen gefunden, etwas oberhalb der Innenstadt und da er leer war und ich nie Lust auf 12 Runden rundum habe, um eventuell doch eine Parklücke zu ergattern, die grade mal 5m näher ist, haben wir kurzerhand ein Parkticket gelöst. Am ersten Stand, an dem wir vorbei kommen gehört einem Fischhändler. Nun sag mir mal einer, wie dieser Riesenthunfisch in die Dose passt! Und das ist nur ein Halber!
Die Straßen, Läden und Kaffees sind tatsächlich fast leer. Es sind kaum Leute zu sehen und man wird trotzdem nicht von verkaufswütigen Ladenbesitzern gedrängt, das Schöne Teil doch unbedingt zu kaufen. Es ist angenehm ruhig (für italienische Verhältnisse) und, haha, man versteht und spricht kaum Deutsch!
... außer den deutschen Urlaubern im Hotel natürlich, die lauter sind als Italiener auf dem Markt und jedem erzählen müssen, was für ein Super Schnäppchen sie mit diesem Urlaub gebucht haben. Ob es jemand hören will, oder nicht.
Egal, wo man in diesem Teil des Landes ist. Solange das Meer in der Nähe ist, geht es irgendwo steil nach unten. Meist wird das mit engen Serpentinen gelöst. Nichts für mich, aber ich brauchte ja auch nicht Auto fahren.
Beim Entern des letzten Ladens des Tages erwischt...
... aber glaubt es, oder nicht: Die Besitzerin hat grade gemalt. Sie hat wohl gar nicht mitbekommen, dass jemand im Laden war. Schade. Dort hätte ich gerne was gekauft.
Freitag, 02. Juni
Ein Besuch bei den Felsenhöhlen von Zungri

Ich kann einfach nicht glauben, dass es damals schon eine Nähmaschine gab, und eine Singer schon zweimal nicht :)
Samstag, 03. Juni
Ein Ausflug nach Tiriolo. Von dort hat man einen Blick auf beide Meere... sagt man
Nach der Aufwärmrunde wollte ich nun doch noch mal schauen, ob man wirklich beide Meere sieht...
Das ging mal steil bergauf.

unzählig viele gesehen und jeder schaut anders aus: ein Piaggo Ape. Im Prinzip ein Moped mit 3 Rädern und Ladefläche. Die kleinen haben auch tatsächlich einen Mopedlenker innen. Ich wundere mich nur, dass diese Teile überhaupt die steilen Straßen hochkommen, von voll beladen gar nicht zu reden. Erster Zwischenstop beim hochkraxln: Das Restaurant "Due Mare". Ja, es geht so steil nach unten, wie es hinauf geht.
Sonntag, 04. Juni


Montag, 05. Juni
Am letzten Tag einmal linksrum Richtung Süden gefahren. Unterwegs halt machen an einem Strand. Dort sehe ich so eine kleine Landzunge, die ich mir näher anschauen will...
Übrigens Meeresfrüchte waren äußerst lecker bei fast jedem Abendbrot. Ich hab sie immer bestellt, wenn es welche gab. So gut hab ich noch keinen Tintenfisch, oder Muscheln gegessen!
Dienstag, 06. Juni - Heimreise
Auf nach Hause und wieder hat der Himmel geweint. Nur ein bisschen, aber immerhin.
Es war wunderschön weit weg zum Abschalten, ruhig zum Entspannen und trotzdem nicht langweilig, weil ein bissel was gabs immer zu sehen.
Ein Besuch bei den Felsenhöhlen von Zungri
Schmale Gassen, aber alles ist dafür ausgelegt, viele Besucher zu begrüßen
Die Kamera macht auf einmal erheblichen Ärger, weil sie die Speicherkarte nicht mehr erkennen will. Schnell mal die Ersatzkarte einlegen, vielleicht ist sie ja voll...
Auf dem zentralen Platz steht eine kleine Minigrotte nud ich habe mehrere Versuche gebraucht, um ein halbwegs brauchbares Bild zu bekommen.
Wenn man von dort oben runterschaut, sieht man das Museumsgebäude und den Abstieg zu den Höhlen
Auf der Außenseite ist ein schönes großes Bild...
innen, ein großer Hauptraum und ein- zwei Seitenräume. Für mich schaut es aus, wie vollgestopft mit Sachen, die man mal gefunden hat. Nichts davon würde ich vom Alter her auf die Zeit der Felsenhöhlen schätzen. Aber es ist eine nette Ansammlung alter Handwerkszeuge und Produkte.
Für mich am interessantesten die Handarbeitsecke ;)
Sowas als Rocken habe ich tatsächlich noch nicht gesehen und wäre fast einen Versuch wert, es nachzubauen und auszuprobieren. Zumal ich im Moment ein Schafvlies habe, dass ich so spinne, wie es geschoren wurde, also nichts gekämmt, nur ein bissel Fett rausgewaschen. Es geht erstaunlich gut und gibt einen interessanten Faden.
Ich kann einfach nicht glauben, dass es damals schon eine Nähmaschine gab, und eine Singer schon zweimal nicht :)
Alles in Allem trotzdem interessant zu sehen, dass sich seit sehr langer Zeit in der Art der Wollverarbeitung nicht wirklich viel geändert hat. Nur die Werkzeuge sind etwas leichter zu bedienen...
Beim Abstieg zu den Höhlen wird der schöne Plattenweg ganz schnell zu einer in den Boden gehauenen Treppe, bei der man gut auf die Füße aufpassen muss!
Ich bin schon etwas skeptisch, aber mutig genug, um doch mal reinzukrabbeln. Es lebe die Neugierde!
und siehe da, es gab sogar schon Belüftung!
Unterwegs treffen wir alte Bekannte aus dem Hotel. Es gibt sie einfach überall und ich mag sie.
Wenn man am Höhlenteil der Felswand vorbei ist, geht ein Weg weiter. Es ist wohl eine Art Rundwanderweg. Wir haben es nicht ausprobiert, nur für ein paar Meter und sind dann wieder umgedreht. Sol ja Relaxen werden und nicht Marathon
Auch in der Felswand, oder mehr daran: kleine Grotten und Wasserauffangbecken
Trotz der easy-route qualmen mir die Füße und ich muss sie etwas abkühlen... vielleicht auch, weil ich mit neuen Schlappen in den Urlaub gefahren bin?
Als Belohnung gabs in der Nacht ein Feuerwerk. Wir haben eigentlich schon geschlafen, aber das Geballere hat mich geweckt und erfreut.
Samstag, 03. Juni
Ein Ausflug nach Tiriolo. Von dort hat man einen Blick auf beide Meere... sagt man
Die größte Überraschung für mich: ich dachte, naja, ein paar Häusle, ein Dachbodenmuseum und das wars. Weit gefehlt. Die haben dort oben eine komplette Stadt hingebaut! Wie die meisten Orte hier schaut es aus, wie ein Faltengebirge, und dieser Ort zieht sich über mehrere Bergkämme.
Einen Parkplatz haben wir recht schnell gefunden. Kein Wunder, es ist Samstag und es ist kurz nach 13 Uhr. Zwischen 2 und 4 trifft man in Italien tatsächlich keinen Menschen auf der Straße!
Einmal ums Haus laufen und es zeigt sich ein schönes Gelände, dass, wenn es erst einmal fertig ist, ganz sicher ein schönes Ganzagsausflugsziel für Familien wird. Eine Seite vom Rundweg war gesperrt, aber bei der anderen war die Absperrung weg, also haben wir nachgeschaut.
Es ist ein schönes großes Gelände mit Spielplätzen (tatsächlich mehreren) Sitzmöglichkeiten, Grillplätzen (auch mehrere bis viele) und jeder Menge Möglichkeiten, Kinder rumtoben zu lassen.
Aber es ist noch nicht ganz fertig und mit diesem Bild weiß ich nun nicht, war es deswegen gesperrt, oder weil hier der Weg weggebrochen ist. Es geht steil runter, wie überall. Und auch wenn hier ein Haus steht, ist der Sturz bis dahin doch nicht kurz.
Das ging mal steil bergauf.
unzählig viele gesehen und jeder schaut anders aus: ein Piaggo Ape. Im Prinzip ein Moped mit 3 Rädern und Ladefläche. Die kleinen haben auch tatsächlich einen Mopedlenker innen. Ich wundere mich nur, dass diese Teile überhaupt die steilen Straßen hochkommen, von voll beladen gar nicht zu reden. Erster Zwischenstop beim hochkraxln: Das Restaurant "Due Mare". Ja, es geht so steil nach unten, wie es hinauf geht.
Man sieht tatsächlich beide Meere von der Terasse des Restaurants. Für mich trotzdem kein Grund, einzukehren, aber ein Schnappschuss in die Ausstellungsvitrine ist kostenlos :)
Weiter auf dem Weg nach oben hören wir ein Klopfen und sehen eine offene Tür. Da sitzt ein Mann und schlägt aus einem Stück Holz ein Instrumentenkörper heraus! Er winkt uns herein und entschuldigt sich für das Chaos in seiner Werkstatt! Überall liegen Instrumente herum und an den Wänden hängen geschnitzte Bilder. Im Raum hinter dem blauen Vorhang liegen verschiedene fertige Instrumente und er greift sich eines nach dem anderen und spielt uns darauf flotte Melodien (nicht nur ein par Akkorde, sondern ganze Lieder!). Ich bin überrascht und begeistert von der Akustik der Instrumente und des Raums und auch davon, wie er jedes der Instrumente nicht nur spielt, sondern auch beherrscht. Ganz toll. Ich hab mich dann gar nicht mehr getraut zu fragen, ob er auch welche verkauft...
Oben angekommen. Der Aufstieg hat sich gelohnt! Die Aussicht von hier ist einfach großartig!
... und wenn man genau hinschaut...
... sieht man tatsächlich beide Meere...
Viele Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch von diesem Hügel hinunter. Es ist ein Gewirr von schmalen Gassen und Gängen. Je weiter hinunter man kommt, umso öfter hängen solche Bilder an den Wänden, die zeigen, welche Handarbeiten in dem Museum am Fuß ausgestellt werden (denke ich zumindest), oder hier auch noch gearbeitet werden (hoffe ich zumindest)
Und diese Tante war der Grund, warum ich unbedingt dorthin wollte. Da wir mal wieder komplett zwischen 14 und 16 Uhr dort waren, war natürlich alles geschlossen! Darum weiß ich nun eben nicht, was es in dem Museum zu sehen gibt.
Und es gibt zumindest EINEN Laden im Ort, in dem man hangearbeitete Sachen kaufen kann. Wenn man um die Ecke des Hauses geht und dort durchs Hinterfenster spitzt sieht man zwei kleine Webstühle, ein Klöppelkissen und eine Nähmaschine in dem kleinen Raum stehen...
Die innere Uhr klingelt immer noch so gegen 6 Uhr morgens... oder eher wieder. Ich hab gründlich ausgeschlafen, nachdem wir abends nicht später als 9 ins Bett gehen. Frühstück gibts erst um 8 und nur dasitzen und gucken wird auf die Dauer langweilig. Aber solange die Hände wackeln, ist alles gut.
Heute kleiner Strandtag. Ich habe auch den Weg ins Meer geschafft, es ist tatsächlich badetauglich. Wichtigstes Utensil in der Strandtasche? Richtig, Stricksachen!
Zu Hause am Nachmittag, weil länger bleiben einfach nur heiß ist und Verbrennungen einfach nur schmerzhaft. Eine neue Überraschung: es brennt in der Nachbarschaft! Hilfe, Feurio!! Ich war ja der Meinung, das die Straßenränder gezielt und kontrolliert abgefackelt wurden, damit sie zur Saison dann schon wieder leicht nachgewachsen sind und man trotzdem keine Machete braucht, um seinen Weg zu finden. Aber auch die Putzfrau war sehr redselig und hat was von Feuerwehr und Polizei geplappert. Auch wenn wir nur gefühlt jedes 10. Wort verstanden haben, war es wohl nicht ganz so kontrolliert wie gewünscht.
Zwischendurch haben wir überlegt, welchem Fernsehkanal wir unsere Bilder als Sensation verkaufen können, um unseren Urlaub zu verlängern, aber in der Vorsaison ist wirklich nicht viel los und ich wurde schon wieder unruhig und hibbelig...
Montag, 05. Juni
Am letzten Tag einmal linksrum Richtung Süden gefahren. Unterwegs halt machen an einem Strand. Dort sehe ich so eine kleine Landzunge, die ich mir näher anschauen will...
... es gibt reichlich kleine Wasserlöcher, jedes ist ein eigenes Habitat
ich sehe eine Qualle und zwei Kinder schauen, was mich da so fasziniert und wollen es prompt einfangen.
Immerhin kann ich inzwischen so viel Italienisch, um sie um einen Moment Geduld zu bitten und dann zu schauen, was sie denn nun damit anstellen: Sie nehmen eine Schaufel und schmeißen sie samt etwas Wasser in einen Eimer. Hm, giftig? Zumindest waren sie doch recht vorsichtig, um sie nicht zu berühren.
... eine Koralle?... na vielleicht eine Kleine...
... eine versteckte Krabbe...
... eine tote Krabbe...
... eine gut getarnte Krabbe...
... irgend ein rotes Glibberding...
Übrigens Meeresfrüchte waren äußerst lecker bei fast jedem Abendbrot. Ich hab sie immer bestellt, wenn es welche gab. So gut hab ich noch keinen Tintenfisch, oder Muscheln gegessen!
und endlich kriegen wir ihn auch zu sehen: den Stromboli. Wo? No dort, guck doch hin!
er ziert sich ein bisschen und hüllt sich dauernd irgendwie in Nebel.
Wir sind noch bis fast zu dem Hafenort gefahren, den man von unserer Teerasse aus gesehen hat, was man dort zu sehen bekam, war eher enttäuschend. Ein wunderschöner weißer Strand, aber komplett leer und total vermüllt! :(
Da Einzige, was tatsächlich zumindest doch sehenswert war: die Tschu-tschu-Bahn, die wohl in keiner Urlaubsregion fehlen darf. Hat da schonmal jemand nachgeprüft, schauen die eigentlich immer gleich aus? Ich hab so langsam das Gefühl...
Dienstag, 06. Juni - Heimreise
Auf nach Hause und wieder hat der Himmel geweint. Nur ein bisschen, aber immerhin.
Blick nach rechts...trüb...
... Blick nach links, genauso trüb, nix Sonne heute.
Auf dem Weg zum Flughafen ein letztes Eis geschlabbert... das Beste italienische Eis in Italien!...
...geht es heimwärts mit "Maus-Air". Ich hab das Flugzeug durchs Fenster gesehen und fand die Mäuse einfach lustig. Es war tatsächlich unser Flieger...
Ich hab ein Riesenpaar Socken in Größe 48 gestrickt (eine Auftragsarbeit für eine Kollegin) und weil danach noch 2 Tage Urlaub übrig waren, hab ich aus dem Rest ein Paar Söckchen für mich gefummelt. Ja, ich weiß, dass ich kleine Füße habe, aber es ist immerhin 37! ... oder so...
Wieder zu Hause habe ich an meinem selbst gesponenem und natürlich selbst gestrickten Jäckchen weitergestrickt, um an dieser Stelle zu merken, dass sie zu groß ist. Keine Möglichkeit, irgendwas zu kaschieren. Verschenken möchte ich sie nicht, weil mir einfach die Farben zu gut gefallen, also bleibt nur aufribbeln und nochmal, diesmal kleiner stricken. Kleiner Trost: es sollte dieses Mal etwas schneller gehen :)
Das bunt habe ich zu Ostern getauscht, das braun ist eigentlich ein grau-brauner Blaukopf-Milchschaf-Mix. Eines meiner Rohwollvliese, mit denen ich inzwischen reichlich eingedeckt und gut beschäftigt bin.Und noch vor dem Urlaub gesponnen und auf den Webrahmen gebannt, ein Schal, der eigentlich sommerleicht werden soll. Leider ist das Garn teilweise mit so wenig Drall gesponnen, dass es sich beim Weben aufzulösen scheint. Ich muss sehr vorsichtig weben und mit nahezu angehaltener Luft, damit alles gut geht. Aber nun habe ich ein ruhiges Händchen und ich denke, alles wird gut.
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