Samstag, 29. Juni 2024

is doch für de Füß!

Am letzten Maiwochenende war ich auf dem Hof Ebeling zur Schafschur. Bärbel hatte mich eingeladen, ihr bei der Schafschur zu helfen und ich kam gerne! Zusammen mit den Scherern Ina Winkler von  der Mühle zum Lamm und Michael Churchouse war auch Sabine Schröder-Gravendyck da. Und auch noch genug andere Helfer. 

Ina und ich sind schon am Freitag angereist und abends noch über die Schafweide geschlendert. Dort haben wir echte Baumwolle gefunden 😮😎

 

Mein Job am Samstag war es, das geschorene Vlies vom Scherplatz abzuholen und auf dem vorbereiteten Sortierplatz so zu begutachten, dass derjenige, der es bekommt, recht viel Freude damit hat. Also alles, was ein Handspinner so gar nicht braucht, weil es zu aufwändig ist, um es zu verarbeiten, wird weggenommen. Kommt tatsächlich in den Abfall. Sabine war mir dabei wieder eine große Hilfe. Ihr Wissen um Wolle und Wollverarbeitung ist immens. Ich bin ja immer etwas zögerlich mit wegschmeißen, aber Sabine ist rigoros: es ist zwar um manche Stellen schade, aber sie wächst ja nach. Ja, das stimmt wohl. Aber wenn ich die Vliese mit denen vergleiche, die vom Schäfer um die Ecke bekomme, finde ich kaum was zu mäkeln. Ich habe es dennoch geschafft und (hoffentlich) gut sortiert. 

Ina und Michael beim Scheren. Die Vliese kamen recht sauber runter, kaum was dran, das wegsortiert werden musste. 

 
eines der Vliese, die mir sehr gut gefielen, schön bunt. Die Schafe bei Bärbel sind eher nicht so groß, trotzdem nehmen die Vliese auf dem Sortiertisch ordentlich Platz ein. Mein "Tisch" war 1x2m und dieses Vlies (und auch einige andere) hingen vorne und hinten und auch an den Seiten über.

So nach dem dritten Vlies hat mir wieder das Herz geblutet, beim fünften kam mir ein Gedanke: Bärbel hat so schicke Puschen erfunden. Ein Paar hat sie mir vor ein paar Jahren geschenkt, die fand ich praktisch. Gedacht eigentlich als eine Art leichte Hausschuhe, die man platzsparend in jede kleine Tasche bekommt. Ich habe sie gerne über den Socken und in den Schuhen an. Vor allem im Winter, einfach weil mir fast alle Winterschuhe zu groß sind. Damit passen sie perfekt. Inzwischen habe ich mir auch schon einige gestrickt, auch aus meinem robusten Garn, das ich speziell gesponnen habe: ein Faden in Spinnrichtung, ein Faden in Zwirnrichtung und diese beiden miteinander verzwirnt. Das gibt ein recht stabiles Garn, weil das in Zwirnrichtung gesponnene durch das Zwirnen noch ein bisschen mehr verdreht wird, während sich der andere Fasen beim Zwirnen wieder ein bisschen öffnet und dem Ganzen die Steifheit nimmt.  

Also wenn die Puschen eh nicht an den nackerten Füßen getragen werden, warum sie nicht aus dieser Wolle machen? Speziell die Wolle von hinten und den Seiten ist ja etwas robuster, damit wären sie vielleicht auch haltbarer? 

Also habe ich angefangen, zuerst das Vlies zu sortieren und streng alles wegzunehmen, was nicht drin sein soll. Ina und Michael haben mit der Handschere geschoren, mit kleinen Päuschen war da gut Zeit, so dass sich keiner abhetzen musste. Und ich habe sie genutzt, um aus dem "Abfall" wieder einiges rauszuklauben. Vorrangig schmutziges und verkrümeltes, aber aus meiner Sicht durchaus brauchbar. Erstmal beiseite tun und dann zu Hause ausklamüsern.

Im Schatten der Kastanie war das Sortieren recht angenehm. Sabines Tisch war etwas größer, als meiner. Der Tag war hier schon etwas fortgeschritten. Auf der rechten Seite mein Arbeitsplatz. Rechts neben dem Tisch meine Abfallbox, die kleine davor, was ich aus der schwarzen wieder rausgeholt habe. 
Am Ende des Tages: alles zusammengerollt und regensicher verstaut. Unsere Sortierung war nur der erste Schritt. Die Vliese werden noch einmal auseinander gerollt und fasertechnisch begutachtet. 

Wieder zu Hause angekommen, habe ich die Wolle erstmal ungesehen gewaschen, also raus aus dem Sack, rein in die Bütt, stehen lassen, spülen, schleudern, trocknen, nächste Fuhre. Insgesamt waren es dann 4 Waschschüsseln voll. Damit das halbwegs ungestopft abläuft passen da so zwischen 150-200g Wollvlies rein. Farblich sortiert habe ich nicht, es waren eh immer nur Stücken und ich wollte es "bunt".  

 

Ich hab mal wieder erst vor der letzten Wäsche dran gedacht, Bilder von der ungewaschenen Wolle zu machen

Das Wasser bei den Vliesen von Bärbel ist IMMER schlammbraun, ihre Weiden liegen im Moorland. Der Staub setzt sich im Vlies ab. 

Einfach nur ins Wasser gehalten, ein bissel untertauchen und ausdrücken und schon ist das Vlies um einiges heller. 

damit auch solche Verschmutzungen so gut wie möglich rausgehen, lasse ich das immer mindestens einen Tag stehen. 1x durchspülen und schleudern. Mehr wird nicht gemacht. Im Waschwasser sind immer ein paar Tropfen Spüli. Alles wird im kalten Wasser vorbereitet. Alles mit recht wenig Aufwand.

 
Wenn ich die Wolle geschleudert habe, schüttele ich sie nochmal gut aus (geschüttelt, nicht gerührt). Was jetzt noch an Krümeln drin ist, fliegt hier noch einmal weg und gleichzeitig flauscht das Vlies, oder besser gesagt, die Vliesstücke richtig auf
unglaublich schöne Farben und eigentlich stubenrein. Zu schade, um es im Garten zu vergraben.

Schon nach der ersten trockenen Fuhre habe ich angefangen zu spinnen. Auf meinem Kiwi mit einer angefangenen 200g Spule und als diese voll war, auf einer (leeren) 130g Spule weiter gesponnen. Als diese voll war, war ich Sabines Meinung: alles muss man nicht bis zur letzten Faser aufbrauchen. Wenn das Sortieren und Gras rauszupfen länger dauert, als das Spinnen, ist es Zeit, damit aufzuhören. Das Garn ist ja "nur für de Füß". Ein Versuch, der auch nicht wirklich viel Wolle verbraucht.
Trotzdem waren recht viele Stücke butterweich und richtig kuschelig, andere wieder sehr lang und damit eher haarig und glatt.

   
Alles geht beim Waschen natürlich nicht komplett raus. Es wurde nicht umsonst wegsortiert.

Spinnen direkt aus der Flocke: einfach ein bisschen auseinander zupfen und ein paar Fasern schnappen, der Rest kommt von allein

 
an dieser Flocke kann man gut sehen, dass aufgrund der sparsamen Wäsche immer noch genug Lanolin drin ist. Ich spinne es so sehr gerne, weil die Fasern schön gleiten. Ich kann sehr gut dünn spinnen und trotzdem stinkt die Wolle nicht (mehr), sondern duftet.

und hier kommt dann die nicht ganz sauber gewordene Stelle: Ist es nur ein bisschen, kann man manchmal diese Spitzen öffnen und der Schmutz bröselt einfach raus. Ist es nicht so leicht zu lösen, ist es doch besser, es raus zu ziehen und wegzuwerfen. 

Zum Zwirnen habe ich dann wieder meine 500g Riesenspule genommen und war etwas perplex, dass ich nicht alles drauf gebracht habe. Ok, ich habe dem Flügel ein Kugellager verpasst. Den Ledergurt, um die Spannung einzustellen konnte ich dort nicht wieder anbringen, habe ich aber auch vorher nie gebraucht. Am Ende habe ich beides zusammen gehaspelt, mit einem kleinen lösbaren Knoten verbunden und dann ab ins Entspannungsbad. Inzwischen waren ca. 3 Wochen seit der Schur vergangen und ich wurde immer neugieriger, wollte aber auch nicht unterbrechen. Also hieß es nun warten, bis der Moppelstrang trocken war. Vor dem Entspannungsbad hatte er satte 600g. Kein Wunder, dass nicht alles auf die Spule gepasst hat! Ich habe beim Wickeln der Höllenwolle irgendwann mal für mich festgestellt, dass 200g-Stränge das Maximum sind. Sie trocknen in einem akzeptablen Zeitraum, sind nicht so schwer, die Haspel kann sie gut aufnehmen und der Wollwickler kommt nicht ins schleudern. Ich mag aber nun mal keine Knoten im Garn, also wird, wenn es für mich ist, kein Garen geschnitten, wenn es nicht sein muss. 

Nun mit ein bisschen Vorsicht hat es die Haspel überstanden und der Wollwickler hat trotz des Gewichtes gut bis zum Schluss durchgehalten. Einmal Stirn wischen und endlich nachwiegen: 550g sind am Ende übrig geblieben. Nochmal 50g (!) an Lanolin und anderem Schmutz rausgewaschen 😮 Die Gesamtlauflänge war 775m, also gute 140m/100g. Gut zu wissen.

eigentlich ist das weniger, als 2 Spulen von meinem Merino Spinnrad, wo die Spulen 250g fassen

 
und trotzdem hat nicht alles auf die 500g Spule gepasst, der Rest auf der geleerten 130g Spule
 
ich hatte den Strang gewogen, bevor ich ihn ins Entspannungsbad gesteckt habe: gute 600g

 
vergleicht man sie direkt, erkennt man schon sehr gut, dass der Strang nach dem Waschen (und wieder schleudern) sichtlich nochmal aufflufft.
sieht gar nicht so groß aus, wenn man keinen Vergleich hat, aber es sind immer noch 550g.

Und jetzt endlich kann das Stricken losgehen. Bei den letzten Socken und Sneakern, die ich mit der Hand gestrickt habe, habe ich an der Ferse immer einen Mohairfaden mitgestrickt, mal komplett synthetisch, mal ein Mix aus Mohair, Wolle und einem winzigen Teil Synthetik. Bei Socken für andere war es reines Mohairgarn. Die Meinungen dazu sind unterschiedlich. Die einen sagen, die Wolle läuft sich trotzdem durch und am Ende steht nur noch der Mohairfaden da. Ich hoffe immer wieder, dass das Flusige des Garns sich mit den Wollfasern anfilzt und damit stabilisiert. Aber einen Beweis dafür habe ich halt immer noch nicht.

 
diese 3 Mohairgarne habe ich mal rausgesucht. Oben auf dem Knäuel eine Mischung aus Mohair (78%), Wolle (12%) und einem winzigen Teil Synthetik. Gefunden auf einem Loppis in SChweden vor ein paar Jahren. Eine Stola, die ich daraus gewebt habe, war nicht so der Kracher. Drum nehme ich die Reste davon nun gerne als Beilaufgearn. Das blaue hat einen großen Teil Poly, aber immerhin noch 10% Wolle und immer noch 5% Moahir und vorne links ist komplett Poly maohairartig.

Und da sind sie nun: meine Puschen aus "Abfallgarn" das so abfallig gar nicht war. Die ersten komplett mit dem schwedischen Mohairgarn verstrickt. Ein bissel enttäuscht, weil das braun sehr viel von der Ursprungsfarbe geschluckt hat. Dafür waren sie nach Anleitungsangaben von Bärbel passgenau zu meinem selbstgetsrickten Muster. Hätte ich nicht gedacht. Aber sie sind auch etwas dicker und dichter, so dass man sie gut ohne Schuhe drinnen tragen kann.

rechts die grünliche war mein Muster. An ihr habe ich die mittlere gemessen. Ganz links dann pur

 ich habe schon an der Fersenwand gesehen, dass das bunte Garn untergehen wird
die Musterpusche über der neu gestrickten: passt, ist nicht zu groß
Und am Ende sieht sie mehr braun als natur aus. Der Effekt ist mir hier nicht willkommen, aber wer weiß, wofür ich dieses Wissen mal brauche  🙄 Dafür ist sie schön dick, so dass sie als reine Pusche ein schönes Wärmepolster zum Biden hat.

Die zweite habe ich dann gleich blank gestrickt, ohne irgendwas dazu. Die Farbe ist einfach unschlagbar unvorhersehbar. Mit der gleichen Nadelstärke und genau gleich gestrickt, sind sie etwas elastischer und ich musste vor der Spitze 2 Runden zusätzlich einschieben, damit die Länge passt. In der Höhe sind sie ein klitzekleines bissel flacher, Aber es kommen ja noch Bändsel dran.

so gefallen sie mir eigentlich am Besten. Ohne Schnickschnack, so wie das Garn kommt.

 
natur kurz vor Schluss. Der Faden wird erst abgeschnitten, wenn alles passt! Zu klein, gemessen an der ersten
zu klein auch gemessen am Muster

also aufribbeln bis Zum Anfang der Spitze und ein paar Runden zusätzlich gestrickt, bevor ich die Spitze nochmal stricke

 
nun passt sie zum Muster und ist auch am Fuß nicht mehr zu kurz. Alles in Allem an den Seiten nicht so hoch, aber es kommen ja noch Bändchen dran. Und vielleicht zieht sich dann noch alles dahin, wo es hin soll.

So blank werde ich sie noch einmal stricken, aber mit anderen Strickangaben, also mehr Maschen und dünnere Nadeln. Es liegen auch noch 2 andere Mohairgarne bereit, die ich mitlaufen lassen kann. Basisgarn habe ich genug, das sollte für ein paar Muster reichen 😂

angestrickt dann auch das blaue Garn und auch das reine Poly wird noch getestet. Zum einen um eine gute Maschenprobe für unterschiedlich dicke Garne zu bekommen, zum anderen um endlich mal zu testen, was dran ist, an dem Mohairbeilaufgarn.

das reine Poly habe ich in 2 Farben, ein helles blaugrausilber und ein bräunliches. Da mir braun bei der ersten nicht so dolle gefallen hat, werde ich wohl das hellere Garn nehmen.

Damit mir der "Abfall" nicht mehr Arbeit bereitet, habe ich an manchen Stellen aufgehört, zu spinnen. Hier bin ich Sabines Meinung, man muss nicht jedes Faserchen retten. Der Garten mag Wolle auch. Nur dass ich vorher noch einiges rausgeholt habe. Mein Garten ist ja auch nicht soo riesig 😂 
Beim Spinnen habe ich größere Stücke, die ich erstmal nicht spinnen konnte beiseite gelegt. Das war am Ende ein Haufen mit um die 100g. Dies wollte ich mir eigentlich noch einmal anschauen, ob vielleicht doch noch was zu machen ist, aber ich werde hier keine Hand mehr anlegen. Ich habe mit wenigen Aktivitäten doch noch was schickes geschafft. Der Zeitaufwand war mehr warten. Diese Reste gehen gärtnern.

insgesamt 100g, die ich dann nicht mehr gesponnen habe
von allen Farben ist da was dabei
 
dieses war sogar mir zu derb. Wenn das beim zwirnen auf eine weiche Stelle trifft, ist diese verloren.  


dieses war ein weiches Stück, hatte aber zu viele Stränge, die sich nicht einfach haben trennen und spinnen lassen


verklebte Spitzen, hier bröselt nichts


das war auch wunderschön weich, nur hat sich hier zu viel Streu reingemogelt


zu kurz mit verklebten Spitzen

zu derb und verklumpte Spitzen

zu kurz. nach dem Anspinnen kam kein gleichmäßiges Garn raus.

zu viel Streu drin, die nicht einfach rausgeht


verfilzt, ließ sich nicht auflockern

wieder zu strangig. ließ sich nicht öffnen


zu viel Streu

Spitzen verkleb und Schnittseite leicht filzig








Sonntag, 21. April 2024

Weberknecht F.A.Q. - oder: worauf man gut achten sollte

21.04.2024

Wir sind zu dritt am Projekt Weberknecht. Marlies, Gerd und ich. Zusammengekommen durch einen Webrahmen, den Marlies entdeckt oder in ihrem Fundus hatte. 3D Druck war so grade haushaltsfähig, also nutzbar ohne ein Diplom anschließen zu müssen und vom Preis her erschwinglich.

Zusammen haben wir und dran gemacht und versucht, dieses Modell nachzubilden, da es hier nirgendwo auch nur eine Angabe zum Hersteller gab. Jeden von uns hat es auf eigene Art fasziniert, Gerd die Einfachheit der Konstruktion (die natürlich verbesserungswürdig ist), Marlies die nun mehr Möglichkeiten, Muster auf dem Webrahmen zu weben und ich habe einfach nur überlegt, ob und wie ich das auf meinen Rahmen bringe, den ich schon habe. 

Wir haben "gebastelt", probiert, geändert und optimiert. Mit jedem Schritt haben wir Neues gelernt. Bei dem Originalrahmen sind die Scheiben, die das Muster machen aus Kunststoffdruckguss. Dieses Verfahren wieder zu nutzen, ist recht teuer für nur ein paar Leute. Der 3D Druck springt hier gut in die Lücke. Er ist perfekt für solche Mini-Projekte.

Inzwischen sind 2 Jahre vergangen und hin und wieder kommen nun Fragen und Anfragen. Meist bei mir, oder an mich weiter geleitet. Gerd und ich haben inzwischen schon einige Rahmen und auch nur die Musterwalze für Leute, die schon einen Rahmen haben gebaut. Die Rückmeldungen waren eher null. Ich habe also keine Ahnung, wie die Leute damit zurecht kommen. Allerdings habe ich auch schon einen Rahmen zum testen verliehen und einmal als Antwort bekommen: geht gar nicht! Aber auch: man muss sich reinarbeiten.

Ich webe selber gerade an einem neuen Stück mit Platten, um einen Vergleich zu haben, wie unterschiedlich Kett- & Schussköper optisch wirken. Dafür braucht es wieder neue Platten. Beim Einrichten des Rahmens habe ich ein paar Sachen unter die Lupe genommen und für mich notiert. Zusammengekommen sind ein paar Punkte, die man eventuell auch schon vor der Begeisterung, oder zumindest gleich danach, beachten sollte. Ich habe bei diesem letzten Projekt Bilder gemacht, um einiges zu verdeutlichen, aber speziell bei Punkt 1 beziehe ich mich auf Anfragen, die mir manchmal gedankenlos erscheinen. nach dem Motto: toll, mach mal. 

Ich habe das für mich in eine Liste geschrieben, die ich unten dann ausführen werde. Wenn es sich ergibt, Fragen bei mir aufschlagen, oder ich selber noch etwas entdecke, das schief laufen kann, werde ich die Liste, oder die Erklärungen ergänzen

1. Kenne Deinen Rahmen

2. Musterplatten in 2 Farben

3. gleichmäßige Kettspannung

4. Aufmerksamkeit am Webanfang

5. Schiffchen richtig führen

6. Spannung von Walze und Kette ausbalancieren

7. Musterwechsel auf der Walze

8. Kleine Helfer


Punkt 1: kenne Deinen Rahmen

"Hallo ich bin begeistert und habe einen Knitters Loom 80cm" 

Ähm, ich freue mich wirklich über jeden, dem gefällt, was wir machen und auch den Weg zu uns gefunden hat. Aber nein, ganz sicher gibt es keine Knitters Loom mit 80cm. Wenbbreite! Knitters Loom (von Ashford) gibt es in nur in den ungeraden 30cm, 50cm und 70cm Webbreite.  Den Rigid Heddle Loom (RHL) gibt es in 40cm, 60cm, 80cm und sogar in 120cm Webbreite. 

Ich persönlich finde 80cm am Webrahmen sehr unbequem zu beweben. Man braucht Affenarme, um das Schiffen in das Fach und auch auf der anderen Seite wieder raus zu holen. Benutzt man die langen Webschiffchen, die dabei sind, braucht man auch noch genauso viel Platz links und rechts vom Rahmen. Um die Kette weiter zu drehen, ist die neue Verriegelung zumindest am Kettbaum schwer zu lösen, solange sie unter Spannung ist. Je breiter der Rahmen ist, umso mehr muss man sich dabei verrenken. 

Den Weberknecht haben wir für 10cm, 25cm, 40cm und 60cm ausgelegt. Gewebt habe ich schon mit 40cm. 60m noch nicht, aber da 60cm mit dem Webblatt schon fast eine sportliche Leistung ist, wird das für mich auch beim Walzenbau die Obergrenze sein. 

Ich habe inzwischen ein paar unterschiedliche Webrahmen angesammelt. Unter anderem Ashford Rigid Heddle Looms, (starre Webrahmen mir einem Webblatt), nun auch einen Knitters Loom (auch mit einem Webblatt, aber faltbar zum Transportieren), ich hatte 3 Kircher und Eitdorfer Webrahmen (ist für mich irgendwie das Gleiche, man kann sie optisch auch kaum auseinander halten), die ich aber schon wieder verkauft habe. Allerdings habe ich noch einen kleinen mit 20cm Webbreite, einen Erla Webrahmen (ein alter Webrahmen aus der DDR, der auch ein Webblatt hatte) auch einen Schulwebrahmen, wie es sie heute noch gibt mit einem Drehstab. Einen Lervad in 80cm mit Webblatt und ein Kromski Presto ist mir auch noch zugelaufen. Ich habe dieses Sammelsurium zusammengetragen, weil ich auf Anfrage auch workshops mache, wo man sich eben diese Unterschiede mal vor Augen führen kann, inklusive ausprobieren. Ich sehe immer wieder Enthusiasten, die sich die besten Werkzeuge kaufen und nach ca. einem halben Jahr feststellen: "Das ist nichts für mich". Ich finde das sehr schade, denn oft fehlt einfach nur die richtige Beratung. Ok, ich merke, zu den Webrahmen braucht es nochmal einen extra Beitrag 😂

Ein anderer Grund für diese Sammlung ist nun, durch den Weberknecht begründet. Theoretisch brauche ich keinen kompletten Rahmen, meine Auswahl dafür ist reichlich. Aber mein Gedanke geht auch dahin, dass einige Leute Platzprobleme haben könnten und für noch ein Rahmen mit Zubehör ist es einfach zu eng. Eventuell hat man sich auch mit seinem Werkzeug so eingearbeitet, dass ein komplett anderer Rahmen wieder alles gewohnten Griffe durcheinander bringt. Also ist ein Zusatzteil, das man für den eigenen Rahmen nutzen kann, eine gute Lösung. Auch die Webwalze bringt wieder einiges an Zubehör mit, will man mit unterschiedlichen Webdichten arbeiten, zumindest die Schachteln für die Platten. Aber alles ist zerlegbar und damit leichter zu verstauen. Ich bin ein Bastler, Ausprobierer. Kaum ein Muster werden ich so schnell kein zweites Mal weben, also nehme ich die Platten von der Walze, wenn ich mit meinem Projekt fertig bin. Die restlichen 3 Teile sind dann auch schnell auseinenander geschraubt. Also alles gut verstaubar.


2. Musterplatten in 2 Farben

Ich habe eine Anfrage bekommen, eine Walze für den Knitters Loom zu bauen. An meine vielen unterschiedlichen Rahmen komme ich meist, weil ein Enthusiast aufgegeben hat und seine Werkzeuge meist einfach nur loswerden will. Ich habe diese Anfrage benutzt, um zu testen, ob es funktioniert und weil ich länger nicht mit dem Weberknecht gearbeitet habe, zu schauen, was ist wichtig zu beachten. Zusätzlich habe ich die neuen Platten für Kett- & Schussköper ausprobiert. Für die Benutzer, damit sie es so einfach wie möglich haben. Aber auch für uns Bauer, um eventuell doch noch etwas zu finden, das man besser machen kann.

Marlies hatte einen Schal mit 1/3-3/1 Köper gewebt. Mir verursacht das Überspringen von 3 Fäden immer ein bisschen Bauchschmerzen. Nicht, weil es nicht funktionieren könnte, sondern weil ich ein Schlumper bin. Ich habe immer Angst, dass ich bei solchen langen Flotten an den Fäden hängen bleibe und damit alles kaputt mache. Das geht mir an der Strickmaschine genauso. Also habe ich mich für meinen Test für 1/2-2/1 Köper entschieden, getrennt durch Streifen im gleichseitigen Köper.

Für mich arbeite ich ganz gerne mit "Restmaterial", Platten die übrig waren, bunt zusammengewürfelte  Rahmen- & Walzenteile, generell Teile, die beim Drucken nicht ganz so schön geworden sind und die ich ungesehen so niemandem anbiete. Wenn ich mal einen Workshop mache, werde ich sehen, dass ich sie in Musterrahmen mit unterbringe und wer möchte, kann den Rahmen so übernehmen. Gekauft, wie gesehen. 

Was mir schon einmal beim Schären einer Kette aufgefallen ist, ist, das dunkle (ich hatte schwarz) Scheiben nicht sehr gut schon beim Schären sind. Man sieht durch die Schatten in den Zwischenräumen sehr schlecht, wo der Schlitz ist und ob da nun schon ein Faden liegt, oder nicht. Also am besten nicht ganz so dunkle Farben verwenden. Das geht an mich. 

Bei mehrschäftigen Mustern gibt es meist einen Rapport, 1,2,3,4 und wiederholen oder zurück. Speziell bei diesem Test habe ich meine Walze 4x öffnen müssen, um einen Fehler beim Aufstecken der Platten zu korrigieren. Ich kann es nicht beschwören, aber ich vermute, 2farbige Platten kamen auch daher, dass Gerd auf 2 Druckern gearbeitet hat. Praktisch ist das schon, man kann diese rapportweise oder auch immer abwechselnd einsetzen, um schon beim Aufstecken der Platten die richtige Reihenfolge in kleinen Schritten zu prüfen.

Der Unterschied und damit der Vorteil ist klar zu erkennen. Auch, dass es ganz links bei den schwarzen Scheiben doch recht dunkel ist. Sie lila-rosa Streifen am Rand und in der Mitte sind für den gleichseitigen Köper. Die Platten stecken nur in 2 Positionen, darum auch abwechselnd gesteckt. Das Muster auf der unteren Walz ist 4,1,2,3,2,1, (wahrscheinlich eher 1,2,34,3,2 und die Walze liegt nur auf der falschen Seite 😄 ) ein Spitzköper mit einem Rapport über 6 Kettfäden. Sehr leicht zu kontrollieren über die 6 Platten pro Farbe und den Rillen am oberen Rand, wo das Muster eine Pyramide bilden sollte. Jede Ungleichmäßigkeit fällt da eigentlich sofort ins Auge.


3. gleichmäßige Kettspannung

Darüber haben wir uns in einem Meeting ausgetauscht und es ist noch ein Grund, warum breiter als 60cm eher unpraktisch ist. 

Beim Direktschären, das ich am Webrahmen bevorzuge, weil es einfach recht schnell geht, laufen die Fäden immer auf einen zentralen Punkt zu. Damit sind die äußeren Fäden länger, als die in der Mitte. Beim Bäumen der Kette (Aufwickeln auf den Kettbaum) muss man sie stramm halten, damit sie nicht zu locker aufgewickelt werden. Je dicker diese Fadenbündel sind, umso schwieriger wird es, alle gleich stramm zu halten. Hält man sie mit der Hand, liegen immer welche in der Mitte vom Bündel, sie werden wahrscheinlich etwas lockerer aufgewickelt. Je weiter man dann aufwickelt, umso mehr ändert sich der Winkel zwischen den Schlaufen am Ende und der Breite der aufgezogenen Kette. Es wird an den äußeren Fäden mehr Zug in Richtung Mitte aufgebaut. Ich lasse die Schlaufenenden ganz gerne geschlossen, weil ich sie dann Stück für Stück aufnehmen und an der Anbindeleiste verknoten kann. Da ich beim Weberknecht die Fäden nicht durch Ösen ziehen muss, wie bei einem Webblatt, muss ich dafür die Schlaufen noch nichtmal aufschneiden. 

Bei so schmalen Webstücken kann ich die Spannung mit der anderen Hand ein bisschen korrigieren, indem ich stellenweise in die Kette greife und Fäden nachziehe, die ich dann in der anderen Hand wieder so imkompletten Bündel halte.

Marlies schärt am liebsten auf einem externen Schärgerät mit einem Fadenkreuz, wie für einen Webstuhl. Der Vorteil hier sind die Kreuzleisten, die man dann in dieses Kreuz legt und miteinander verbindet. Es braucht dann nicht ganz so viel Spannung (ganz ohne geht es nicht!), um die Kette zu Bäumen, weil diese Kreuzleisten, wo der Faden abwechslend drüber und drunter geht, das Aufwickeln schon etwas bremsen und damit für eine Gleichmäßigkeit sorgen. Der Nachteil ist, dass man ein zusätzliches Werkzeug braucht, um die Kette zu schären. Je nach Kettlänge und -breite kann man sich da wahrscheinlich mit Spannzwingen helfen, aber es braucht mindestens 3, um an einer Seite das Fadenkreuz zu wickeln

Das Bild ist zwar von meinem Webstuhl, aber man sieht gut, dass vorne (also Richtung Kettbaum) die Fäden glatter und gerader liegen, als hinter den Kreuzleisten. Man erkennt sie nur, wenn man es weiß. Es sind 2 Stäbe hintereinander gekoppelt. Ein Faden geht über den hinteren und unter dem vorderen, der nächste unter dem hinteren und über den vorderen. Bei mir hängen sie an den grünen Silikonbändern rechts und links. Damit kann es auch keine "Vertauschung" der Fäden geben, denn es liegen nie 2 in der gleichen Richtung und man nimmt immer den, der vorne dran liegt, um ihn (am Webstuhl) durch die Litzen zu ziehen.

Ein paar Bilder, was ungleichmäßige Spannung ausmacht. Man kann das so lassen, dann sollte man speziell an dieses Stellen immer gut aufpassen und kontrollieren. Solange die Anbindung vorne noch zu sehen ist, kann man da aber auch korrigieren und den Knoten noch einmal öffnen und einzelne Fäden nachziehen. Knoten wieder schießen.

Die nicht gehobenen Fäden sind nicht ganz unten.
Es kann passieren, dass man mit den Schiffchen darunter fährt. Darum führe ich das Schiffchen immer so, das die Spitze oben, dicht unter den gehobenen Kettfäden langfährt
so sieht das aus, wenn man von der Seite reinschaut 
 

Wolle, auch Sockenwolle haftet gerne mal aneinander und bildet Bündel. Dann wandert ein Faden mit seinem Nachbarn mit, anstatt der Hebung oder Nicht-Hebung zu folgen. Das kann er aber nur, wenn er zu locker ist.
 
oft sehe ich das erst zu spät. Bei nur ein paar Schüssen, webe ich auch schonmal zurück, aber hier wäre das zu aufwändig


4. Aufmerksamkeit am Webanfang

Egal, ob ich am Webrahmen mit Webblatt, oder am Webstuhl mit Schäften arbeite. Für mich ist der Anfang, bis das Gewebe um den Streichbaum vorrückt, immer mit viel Aufmerksamkeit verbunden. Beim Weberknecht nochmal so viel, weil die Schlitze oben offen sind und das Fach halt nicht soo riesig ist. 

Wie fest muss ich anschlagen? Meist ist es zu fest. Manchmal zu locker, wenn ich im Hinterkopf habe, dass es meist zu fest ist. 

Bis diese Schlaufen um die Kurve sind, dauert es immer eine scheinbare Ewigkeit. Eben, weil ich sehr aufmerksam sein muss, aber auch, weil ich die Kette fast immer so weit nach vorne drehe, damit die Schlaufen schneller verschwinden. Besser wäre es wahrscheinlich, die Anbindeleiste auf volle Länge offen zu lassen. Dann geht vielleicht auch das Anschlagen der ersten Schüsse etwas leichter.

Speziell für den Umbau des Knitters Loom ist das auf jeden Fall so, weil der Warenbaum recht tief sitzt. Die Seitenteile benötigen aber diese Höhe, weil der Rahmen klappbar ist und nicht nur vorne und hinten eine Erhöhung hat, sondern auch an diesem Gelenk. Bei einem Seitenteil habe ich das Loch für die die Schraube um einen halben Zentimeter zu hoch gesetzt. Das Ergebnis war, dass das Seitenteil um diesen halben Zentimeter zu tief sitzt. Das Handrad vom Walzengriff ist da so knapp drüber gelaufen, dass es geschliffen hat.

 


5. Schiffchen richtig führen

Wie schon bei Punkt 3 in den letzten Bildern gezeigt, ist das Fach so um die 2einhalb cm hoch. Hoch genug, für die meisten Webschiffchen. Bei manchen Modellen muss man etwas mehr acht geben. Die leicht gebogenen schwedischen Schiffchen funktionieren auch. Ich habe in einem früheren Webstück die Kunststoffspulen von Ashford verwendet, die aus dem Schiffchen herausgeschaut haben. Das war eher nicht so optimal, aber da kein anderes Schiffchen bei der Hand war, musste es mit diesem gehen. Und nach ein paar Schüssen stellt sich immer eine Routine ein.

Generell habe ich mir beim Weberknecht angewöhnt, das Schiffchen immer mit der Spitze nach oben durch das Fach zu schieben, Speziell bei weniger elastischem Material, wie Baumwolle oder Cottolin kann es passieren, dass die nicht gehobenen Fäden etwas durchhängen, wenn die anderen gehoben werden. Da die gehobenen damit mehr unter Spannung stehen, ist es für mich leichter, an diesen entlang zu fahren.

6. Spannung von Walze und Kette ausbalancieren

Die Teile von der Musterwalze sind normalerweise so ausgelegt, dass, wenn man alle Teile aufgesteckt und die Walze verschlossen hat, dass die Scheiben optimal zusammengepresst sind und die Kettheber ideal in die Rillen auf der gegenüberliegenden Seite greifen. 
Nun bin ich nicht der 3D-Druck-Profi (auch, wenn es mir sehr viel Spaß macht und die  meisten Sachen gut funktionieren) und es wird eben nicht ein Druck, wie der andere. So kann es passieren, dass an den Ketthebern Nasen sind. In diesem Fall bin ich aber auch nicht geduldig genug, um auf Fehlersuche zu gehen und nehme es einfach hin. Oder ich nehme die Druckteile von der Platte, bevor diese kalt genug ist. Dann verziehen sich die Platten. Sehe ich es, fliegen  die Platten weg. Ich habe es noch nicht geschafft, sie wieder gerade auszurichten.

Aber auch wenn die Platten optisch gut aussehen, kann es sein, das irgendetwas anderes ist und sie nicht sauber ineinander greifen. Sind sie dann auf der Walze und diese ist gespannt, kann es dazu kommen, dass manche Ecken zusammenstoßen. Eigentlich wäre das nicht schlimm, aber wenn nun die Kettspannung nicht hoch ist, flutschen die Kettfäden aus ihrem Fach und finden den Weg nicht zurück.
Ausbalanciert habe ich das, indem ich mit der Spannung der Walze und auch mit der Kettspannung soweit gespielt habe, dass es funktioniert. Zu locker darf die Spannung der Walze allerdings auch nicht sein, weil die Fäden sonst an den Ketthebern vorbei rutschen, sich im nächsten verfangen und sich dann verhaken. Ich habe es immer erst nach 3 Drehungen bemerkt (auch wieder nur am Anfang passiert, wenn die Anbindeschlaufen noch nicht um die Kurve sind, damit kann man den Kettfaden immer noch lockern). Also zurück weben, den Kettfaden befreien, die Anbindung lösen, Kettfaden wieder stramm ziehen und noch einmal von vorn.

Die Kettspannung muss dann bei jedem Weiterdrehen der Kette wieder sorgfältig angepasst werden

es ist nicht bei allen Platten, aber in diesem Fall bei vielen.

wenn die Kettfäden nicht wieder ins Bett wollen



ich habe es dieses Mal so gelöst, weil es nur ein paar Platten waren

7. Musterwechsel auf der Walze

der Vorteil, wenn ich kein geschlossenes Webblatt habe, ist, dass ich mitten im Webstück einfach das Muster ändern kann. In meinem Teststück musste ich die Musterwalze 2x herausheben, weil ziemlich in der Mitte ein Musterfehler war. 2x konnte ich das Herausheben umgehen, denn der Fehler war ziemlich am Rand.

Warum auch immer die Walze aus dem Webstück gehoben werden muss, der Weg ist immer der gleiche:

- Kettspannung reichlich lösen

- Kette anheben, so dass sie komplett aus der Walze heraus ist 

- Walze entnehmen

- Änderung vornehmen

- Kette anheben und die Walze wieder auf den Rahmen setzen

- Kette vorsichtig anziehen

- Kettfäden wieder einlesen

Die Kettfäden wieder einzulesen geht für mich am einfachsten mit einer dickeren Häkelnadel. Ich lege die Fäden dafür bewußt etwas weiter seitwärts. Mein Gewebe funktioniert jetzt wie die Kreuzleisten. Ich picke nah an der Webkante einen Faden nach dem anderen und lege ihn zurück in sein Fach. Hilfreich dieses mal, war, die Walze so zu drehen, dass ich den Alustab vom Schären wieder oben liegen hatte. damit liegen alle Kettfäden wieder auf einer Höhe und ich kann gut sehen, wo schon ein Faden liegt.

Wenn alle Kettfäden wieder eingelesen sind, den Alustab wieder rausnehmen und die Kette spannen. Dann drehe ich meine Walze so lange, bis ich den nun letzten Schuss offen habe und kann ab da weiter weben.

8. Kleine Helfer

    - Distanzstücke

Als ich angefangen habe und meine ersten Platten gedruckt habe, war ich ungeduldig, endlich loszulegen. Aber mit jedem Druck kam immer gerade mal 1cm Webbreite dazu. Also habe ich bei 20cm erstmal eine Pause eingelegt und kleine Stücke gedruckt, die ich an den Enden aufgefädelt habe. Denn irgendwie muss ich die Walze spannen. Ich habe sie später wieder genutzt, wenn ich nicht die volle Webbreite gebraucht habe. Auch bei meinem Knitters Loom Test kamen sie wieder zum Einsatz.

Sie werden wohl mit in das offizielle Teileprogramm vom Weberknecht mit aufgenommen. Es macht die Walze auch etwas geringer. Meine Bedenken, dass sich die Mittelachse durchbiegen könnte, wenn die Platten und die Kettspannung nur in der Mitte sind, haben sich nicht bestätigt. Auf dem Bild ist noch meine allererste Version zu sehen. Da hieß das Projekt noch nicht Weberknecht 😎


    - Stäbe zum Schären und Bäumen

In der Stückliste sind Aluminiumstäbe aufgelistet und ich habe sie oben auch schon erwähnt. In den Griffen kann man sie in eine Vertiefung einclipsen. Sie sollen beim Schären und Bäumen helfen. Die Vertiefungen sind an unterschiedlichen Entfernungen zu den Ecken. Das ist nicht etwas schief, das muss so. 

Die Vertiefung, die näher an der Ecke ist, wird zum Schären benutzt, also man legt die Alustange in dieser Höhe ein. Damit liegen alle Fäden so hoch, dass sie mindestens auf Kettheberhöhe liegen. Kein Faden kann durch das eingestellte Muster tiefer rutschen und es hilft, zu erkennen, welches der nächste Schlitz ist, um den Faden einzulegen.
 
kein Kettfaden kann tiefer rutschen. alle liegen auf einer Höhe
hier erkennt man gut, dass der Stab beim Schären in der höheren Position sitzt
in der Dokumentation zum Schären und Bäumen ist das auch noch einmal gut erklärt

Beim Bäumen kommt dann die zweite Stange zum Einsatz. Die erste bleibt, wo sie ist. mit der zweiten, die tiefer eingeclips wird, werden die Kettfäden nach unten gedrückt, damit sind beim Bäumen die Schlitze geschossen. Trotzdem muss die Kette beim Bäumen gespannt sein, sonst kann es passieren, dass die Fäden sich verwurschteln und in fremde Schlitze hüpfen. 

    - Walze mehrfach vor- & zurück schieben

Trotz aller Vorsichtsmaßnahem und klugen Ratschläge passiert es mir immer wieder, dass die Kettfäden nicht alle die gleiche Spannung haben. Oder mein Garn ist zu dick für die vorgesehene Webdichte, dich ich mir ausgewählt habe. Dann ist die Reibung der Kettfäden im Fach so hoch, dass sie trotz Kettspannung beim Drehen der Walze nicht nach unten rutschen. Ich schiebe dann die Walze nachdem ich die richtige Position habe, ein paar mal vor und zurück. Das reicht normalerweise. Falls nicht, ist vielleicht doch das Garn zu dick.












Freitag, 1. Dezember 2023

Finnischer Tango mit 7 Brüdern

 2017 war ich das erste mal in Finnland und beim Stöbern durch ein Riesenkaufhaus habe ich schöne Wolle und ein finnisches Strickheft gefunden, durch das ich mich dann mit Bildübersetzung per Handy abfotografieren und im Tablet dann übersetzen durchgewurschtelt habe. Herausgekommen ist etwas, dass ich am Ende "Finnischer Tango" getauft habe. In Finnland angefangen zu stricken, zu Hause wieder aufgeribbelt, weil zu groß, die Ärmel mit Löchern für Daumen versehen, weil sie ja immer zu lang sind, und den Kragen habe ich auch anders gestrickt, als in der Zeitschrift gezeigt.

In diesem graublau und dem Rautenmuster komme ich mir immer vor, wie in einer Rüstung. find ich voll cool! 

Und der Kragen ist es, der mir so recht nicht gefällt. Die Idee war (geklaut von einem gekauften Pullover), dass er vorne überlappt und sich hinten schön den Hals hochrollt. Das Prinzip passt, nur ist er halt leider nicht hoch genug, damit er schön im Genick hochrollt. Inzwischen habe ich meinen Pommerncardi und für die Nachbarin die Strickjacke in Höllenwolle gestrickt, wo der Kragen genau das macht, was ich bei dem Pullover wollte.
Meine Strickjacke aus Pommernwolle, die von Hause aus grau ist
Die Strickjacke für die Nachbarin aus weißer Höllenwolle. Damit die Farben nicht so grell sind, habe ich schwarz drunter gemicht um den Effekt der grauen Pommernwolle zu bekommen. Es ist nicht ganz so grell, hat aber auch nicht diesen grauen Grund, der die Farben noch mehr mildert. Ist trotzdem schön und die Nachbarin erzählt  mir immer, wenn sie sie ausgeführt und offene Münder geerntet hat.

Neulich ist mir dann ein kleiner Kragen über den Weg gelaufen und wieder ist der Kragen mit 1 rechts/1links ein bissel gradeaus.
Erantis
Bei dem hübschen Kragen fiel mir das wieder ein, denn dort habe ich irgendwie das gleiche Dilemma.
Ich habe einen weiteren in Höllenwolle angeschlagen und will dort den neuen Kragen testen. Nebenher fiel mir dann ein, dass wenn ich am Pullover den alten Kragen aufribbel nicht genug Wolle für den neuen haben werde. Irgendwo hatte ich doch noch ein Knäuel! Nur wo? Nicht gefunden, Meine Ordnung ist teilweise etwas chaotisch, weil einfach zu viel von allem da ist. Also wollte ich zwei neue Knäule nachbestellen. Puuh, wie hieß die? Ist nun auch schon wieder ein paar Jährchen her. Aah ja, Novita 7 Brüder. Da muss man ganz schön suchen, dass man was findet, das der Farbe entspricht. Da war dann eines, leicht meliert, grau blau. Schaut gut aus. Sicherheitshalber mal 2 bestellt.
Dann kommt es ziemlich schnell und ich pack Glitzergarn aus 😣
och nöö, Glitzer am Hals, das kratzt ja schon, wenn ich nur dran denke!
Immerhin, käme ich mit der Farbe halbwegs hin. Ich hab gleich mal geschaut, ob man den Glitzerfaden nicht beim Stricken entfernen könnte, aber er ist mit einem der Fäden und den anderen beiden verzwirnt. Das wird eher nix, oder sehr mühsam, 
Also habe ich den Gedanken einmal mehr beiseite geschoben und mich mit meinen anderen Projekten beschäftigt. 
Und gestern hat es mich dann gepackt. Der Computer, der an der Strickmaschine steht ist uralt und braucht Ewigkeiten, um hoch zu fahren. Ich brauche aber meine Tabelle zum Sockenstricken, weil da alle Eckdaten für alle Sockengrößen drinstehen. Und dann habe ich mal vorne angefangen, die einzelnen Behälter zu durchsuchen und schon beim dritten bin ich fündig geworden. Tatsächlich noch ein ganzes Knäuel der Originalwolle  lag dort. 
so im direkten Vergleich ist die neue Wolle dunkler, aber auch die Originale hatte hell und dunkel und immer wenn ein Knäuel zu Ende war, habe ich versucht, im Muster zu bleiben 

für den Fall, dass ich doch nichts gefunden hätte: die neuen Knäule hätten es auch getan 😉

Nun muss ich nur noch die Muße, die Zeit und das Ende vom Kragen finden, damit ich es aufribbeln und endlich neu stricken kann.





Samstag, 18. November 2023

kleines Klöppelkissen

In unserer Klöppelgruppe kam eines Tages (im Mai 22) eine unserer Mädels mit einem coolen Teil. Ein kleines Flachklöppelkissen, bei dem man nur das Kissen drehen und im Winkle neigen kann. Das Kissen selber ist rund, so dass es kein vorne oder hinten gibt. Alles aus Holz gearbeitet. Das Prinzip hat mich total begeistert und ich habe ein paar Bilder gemacht. Dann ist das erstmal liegen geblieben, weil ich, wie oft, den Kopf voll mit anderen Sachen hatte.

Das Originalkissen, wo ich frech die Idee geklaut habe

für mich interessanter war eher die Rückseite 😂

Irgendwann im letzten Jahr habe ich im Baumarkt ein quadratisches Kissen entdeckt. Unten ne Hartpappeplatte 30x30cm und es hat mal wieder geklickt im Gehirn. Eigentlich sind das Rückenlehnen, die man an de Wand schraubt. Ich habe keine Bänke, die an der Wand stehen, brauche sowas also eher nicht.
Aber dann endlich habe ich mich dann dran gemacht, gezeichnet, gedruckt, probiert und musste neu zeichnen. 

Herausgekommen ist am Ende mal wieder was Brauchbares. 

 
Neu zeichnen musste ich, weil bei dem rechten Teil der Bogen die falsche Krümmung hatte, er hat sich beim kippen selbst verklemmt. Also einmal neu.
Dann wollte ich eigentlich durch drehen von diesem Hebel das Kissenlösen und klemmen kann, um es zu drehen. Aber sowas geht nur, wenn man einen Exzenter einbaut. Ich hatte nur eine Feder. Also nochmal ändern und neu drucken.
und so funktioniert es nun einwandfrei. Je nachdem, in welche Richtung man das Kissen dreht, muss man an diesem Knopf nun lösen oder nachziehen. Es ist auf jeden Fall eine Eihandbewegung und das Kissen ist hoch genug, dass man das von vorne machen kann und nicht um das Kissen herumgreifen muss.
Damit habe ich dann im letzten Sommerurlaub einige schöne Lesezeichen geklöppelt
 
 
Beim ersten ging mir das Lied durch den Kopf, weil alle Garne, die ich verwendet habe, so schön geschimmert haben und dann habe ich bei allen anderen auch nach einem passenden Lied gesucht.

Seit dem letzten Herbst habe ich einen "Klöppellehrling", ein nettes junges Mädel, dass unseren Altersdurchschnitt drastisch nach unten drückt. Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, ist recht geschickt, probiert alles aus und das Klöppeln macht ihr richtig Spaß. Als sie mein Klöppelkissen gesehen hat, gefiel es ihr so gut, wie mir, das erste. Auf meine Frage, ob sie eines möchte, hat sie freudestrahlend "Ja" gesagt. Ich weiß gar nicht, warum, aber ich hatte schonmal noch ein weiteres Kissen gekauft, diesmal nicht mit Samtbezug, sondern mit einem etwas gröberen Sofastoff. 
Allerdings habe ich hier einen Bezug dazu genäht, denn das viele Stärken hinterlässt seine Spuren. Und so kann man den Bezug entfernen, waschen und wieder aufspannen. 

Einfach Tunnel eingenäht und mit Schürsenkeln gespannt. erst die Ecken, dann die langen Seiten. Bei diesem Kissen konnte ich meine Feder leider nicht verwenden, weil die für mein Kissen aus einem kaputten Saugnapfgriff war. Von einem Federkernkissen habe ich die Federkerne rausgenommen, weil ich damit nicht gut schlafen konnte. davon habe ich jetzt zwei eingebaut und musste dafür den Knopf anpassen. So richtig glücklich bin ich damit nicht, habe aber eine bessere Möglichkeit gefunden, die meiner ersten fast gleich kommt. Dafür muss ich nur nochmal ans Zeichenbrettausgetauscht ist das dann fix 😎
Was ich übrigens an dem ersten so toll fand: es war wo es gepasst hat, aus altem Material gemacht. Daran habe ich mich auch gehalten. unten ein ausgemustertes Frühstücksbrettchen. Die Platte zwischen Kissen und Gelenk ist ein Reststück von einem unserer Panele. Unten aufgeklebt eine Antirutschmatte. Alles ist mit metrischen Schrauben und Muttern befestigt. Bei den Muttern, die man öfter lösen muss, habe ich halt einen größeren Griff drumrum gedruckt.
Nachdem ich das Lehrlingkissen abgeliefert habe, kam prompt eine Bestellung für ein weiteres. Das konnte ich leicht am Montag darauf abliefern. 
 





Donnerstag, 16. November 2023

Weberknecht - wie jetzt?

Update 2: Aus gegebenem Anlass weise ich hier darauf hin, dass bei Rücksendung einer Bestellung die Hälfte der Kosten für den Bau einbehalten werden. Wenn eine bestätigte Bestellung vor Lieferung storniert wird, berechne ich 50% vom Auftragswert. Die Höflichkeit gebietet es, wenn jemand nach einer Anfrage zumindest Bescheid gibt, das man es sich anders überlegt hat, damit ich die Planung abbrechen und ggf. jemand anderen vorziehen kann.
Es kostet mich sehr viel Zeit, jeden Auftrag wunschgemäß zu erledigen, vorab zu beraten und zu überlegen, was die beste Ausstattung ist. Diese Zeit nehme ich mir gerne, damit am Ende alles passt. Aber es ist auch Zeit, die ich auch gerne mit anderen Sachen verbringen könnte. Da ich auch beruflich oft unterwegs bin, gibt es dadurch bedingt auch immer wieder Unterbrechungen. Ich habe auch nie genug Platten (die zeitaufwändigsten Teile) in der entsprechenden Stärke und Anzahl da, um einen Rahmen, oder auch nur die Walze passend auszustatten. Es besteht immer noch die Möglichkeit der Ausleihe zum Testen. 

update: I want to make an Engish translation inside the post. But then everything of the text will be double. So please if you do not understand the German select your language by clicking on the translation button on the top right of the blog. I made a translated table for the prices on the bottom.

Wie schon öfter erwähnt ist der Weberknecht ein Do-it-yourself Projekt, bei dem man sich selber voll austoben und mit halbwegs günstigen Mitteln ein stabiles Webgerät bauen kann. Alles, was ich hier aufzähle, beschreibt den Aufwand, der mit dem Bau verbunden ist, einfach nur, damit man sieht, dass es mit dem Kaufen der Holzteile und dem Drucken der Teile nicht getan ist. 

Ja, es hat nicht jeder eine Holzwerkstatt im Keller oder einen 3D-Drucker in der Abstellkammer. Für diejenigen, die das doch haben, stehen wir mit Rat und technischer Tat kostenlos zur Seite. Jeder auf seinem Gebiet. Gerd, um Tips zur Verarbeitung beim Holz und vor allem beim 3D Druck zu geben. Marlies, wenn es um das Weben an sich geht und ich? Nun ja, wie man immer so schön liest: für alles was nirgendwo anders reinpasst. 😉

Da es doch immer wieder Fragen für ein fertiges Modell gibt, habe ich schon ziemlich zum Anfang eine Übersicht gemacht, was was kostet. Denn vor allem wenn wir mit der praktischen Tat zur Seite stehen, kostet uns das Geld und Zeit. Es gibt auch noch ein paar versteckte Kosten, die manchmal mit berechnet werden, manchmal aber wegfallen. Stromkosten für den Drucker sind mit in der Berechnung, Stromkosten für elektrische Handwerkszeuge nicht. Genauso wenig wie Werkzeuge, die ich erst anschaffen musste.  

Meine Übersicht zeigt, was ich berechne und wie man sich, wenn man wirklich einen fertigen Weberknecht haben will, sein Modell selber ausrechnen kann. 

Es fängt an mit der gewünschten Webbreite. Wir haben die Daten für 10cm, 25cm, 40cm und 60cm bereit gestellt. Sonderbreiten sind natürlich immer möglich, müssen dann aber eventuell neu berechnet werden.

Für die Holzteile kann man immer von einem Material mit 1m Länge ausgehen, dass am wenigsten Abfall übrig lässt, aber eventuell dann ein paar Euro mehr auf den Kassenbon schreibt. Eine Preisabweichung gibt es beim 60cm Rahmen, wo ich aus einer 1m Stange keine 2 Anbindeleisten mit je 60cm absägen kann. Das Gleiche gilt für die dünnen Aluminiumstangen, die man zum Schären und Bäumen braucht, die ich aber doppelt benötige.

Alle Teile für das Walzen-Grundgestell sind auch immer gleich, da die Metallteile auch in 1m Stücken verfügbar sind und alle Teile nur auf das entsprechende Maß gekürzt werden. Also gibt es einen Festpreis für den Rahmen mit dem Grundgerüst der Webwalze. 

Die Musterscheiben sind die, bei denen man schauen muss. Die Angaben der Webdichte sind immer pro 10cm. Also für eine Webdichte von 40/10 und einem Rahmen in 10cm Webbreite brauche ich 40 Musterscheiben. Entsprechend mehr für einen breiteren Rahmen, entsprechend mehr für eine höhere Webdichte. Bei 50/10 sind es 50 Musterscheiben für 10cm... Auf meinen Drucker passen 4 Scheiben für einen Druck drauf. Der Druck dieser 4 Scheiben dauert zwischen 2-3 Stunden (abhängig von der Dicke der Scheiben) bei 40 Scheiben, die ich für 10cm bräuchte sind das schonmal 20-30 Stunden, nur die reine Druckzeit. Entsprechend mehr bei größerer Webbreite... und naja halt wie oben. Irgendwann muss ich auch mal schlafen und zwischenzeitlich bin ich voll berufstätig. So kommt eine Fertigstellungszeit von schätzungsweise einer bis zwei Wochen zusammen. 

Das Ausrechnen für einen kompletten Rahmen ist somit ganz einfach. Der Preis setzt sich aus den Kosten der ersten Zeile für den entsprechenden Rahmen + der Kosten für die gewünschten Webdichte zusammen. Um es einfach zu halten sind diese schon für alle notwendigen Scheiben aufgelistet, man muss nicht überlegen, wie viele und welche. Einfach eins und eins zusammenzählen und man hat das Ergebnis.


Inzwischen haben ich auch Walzen für Ashford Rigid Heddle Looms und Salusso Quadro gebaut. Beim Ashford Rahmen benötigt man noch 2 Bretter, die innen an die Seitenholme angelegt und mit einer der Schrauben vom Webblatthalter dort fixiert werden. Der Salusso hat schon gerade Holme und braucht das nicht. Ein Frage für den Ashford Knitters Loom hat mich einen gebrauchten besorgen lassen und mit diesem scheint es auch zu funktionieren. Der Rahmen kann so weit aufgeklappt werden, dass er flach aufliegt und die Webblatthalter werden durch den Griff, der zum Falten gelöst werden muss fixiert. Man kann sie aber komplett entfernen und damit gibt es auch für diesen Rahmen eine Möglichkeit, innen gerade Seitenholme anzubringen. Muss ich aber erst noch ausknobeln. 

29.06.2026
ein weiterer Rahmen ist heute hinzu gekommen: Der Lojan Flex. Auch hier kann man die Webblatthalter einfach abschrauben, nur die Grundform ist etwas eigen. Danke an Janine, die mir ihren zur Verfügung gestellt hat, um die zusätzlichen Seitenteile anzupassen. Es hat sich (leider) herausgestellt, dass die Löcher, die normalerweise für den Buffer sind, der das Anschlagblatt aufhält, wenn man den Rahmen zum Schaftgerät umbaut, nicht gleich hoch sind. Ich musste beide ein bisschen nacharbeiten. Aber dafür sind sie einzigartig 😉




Da beim Umbau keine Holzarbeiten hinzukommen (Ausnahme, wenn wie beim Ashford gerade Seitenteile benötigt werden), habe ich auch hier eine Aufstellung der Kosten gemacht. Der Einfachheit halber habe ich hier mit den Webbreiten gearbeitet. Zusammen mit der Tabelle oben, sind somit alle gängigen Webbreiten von Webrahmen abgedeckt.
Abhängig davon, in welchem Land Du wohnst, kommen hier noch die entsprechenden Frachtkosten hinzu.
Bis jetzt haben sich die Anfragen angenehm hintereinander gereiht, so dass ich immer einen Auftrag nach dem anderen abarbeiten konnte. Sollte nun eine Welle von Bestellungen aufschlagen, muss ich auf  den oben erwähnten Zeitfaktor verweisen. In jedem Fall bekommt jede Anfrage einen ca. Fertigstellungstermin genannt. 

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle, für die ich inzwischen gebaut habe und von denen keiner gedrängelt und/oder gequengelt hat, wann es denn endlich soweit ist, weil man doch am liebsten gestern schon loslegen wollte. Manchmal kommt halt auch mal was dazwischen 🤷‍♀️