Dienstag, 28. August 2018

Königin der Nacht 🌵

Sommerliche Hitze, viel Arbeit, spät Garten gießen... und auf einmal leuchtet mich da was an:

Einer meiner Kakteen, die ich schon ewig habe, hat nicht nur eine, sondern gleich 2 Blüten! Strahlend weiß 😲 und wie gesagt, haben fast geleuchtet.
Ganz sicher war ich mir nicht, ob es eine Königin der Nacht ist, bei der Mama im Garten hat das vor 2 Jahren irgendwie anders ausgeschaut... mehr so rosa.  🙄
Bevor es zu dunkel wurde habe ich noch ein paar schöne Bilder eingefangen.

 Als ich endlich genug hatte, habe ich im Internet nachgeschaut... tatsächlich, es gibt sie in verschiedenen Farben. Das sie am nächsten Morgen schon am verblühen war, hat es mir nur noch einmal bestätigt.
Aber ich habe etwas entdeckt: lauter kleine und winzige Knubbles und Knospen. Sollten da noch mehr kommen? Also habe ich mich für ein paar Tage auf die Lauer gelegt...

Und tatsächlich, da hat sich noch etwas getan.


die ersten Blüten hängen zwar noch, aber sie werden jeden Tag trockener, dafür kommt dieser Trieb und wird jeden Tag größer


und auf einmal geht es ratz-fatz

erst steht sie noch, dann wird sie so schwer, dass sie nach unten klappt

 wenn man es richtig vergrößert, schaut es irgendwie aus wie ein glitschiger Alien mit Tentakeln 😂
und dann blüht auch sie. Abends noch so kurz davor. Ich dachte, sie blühen nur nachts und habe so auf den nächsten Abend gehofft. Durch Zufall habe ich früh vorbeigeschaut und sie war voll aufgeblüht... am Nachmittag war schon wieder alles vorbei... Glück gehabt!

nachmittag, schon wieder lasch und welk
... aber ich glaube, das war es noch nicht für dieses Jahr 😉 Mit ein bisschen Glück, kommt da noch was 

Samstag, 18. August 2018

Warum dauert das so lange??

Ein Schal, besser ein Schälchen, gewebt an einem Wochenende... und liegt sich krumm, weil er nicht fertig wird...


Die Kette aufziehen, den Rest Garn auf das Schiffchen wickeln, in die Sonne setzen und wirklich fertig am nächsten Nachmittag. Kein Bangen, ob sich die Kette vielleicht auflösen wird, weil es Sockenwolle ist.
Ich wollte einmal mehr ausprobieren, ob mein Verhältnis Kette/Schuss so funktioniert, damit ich endlich mal meinen Schrank voll mit Sockenwolle etwas leerer bekomme. Ich weiß nicht, ob es aufgefallen ist, aber ich stricke grade sehr wenig Socken 😯


Das erste, dass mir aufgefallen ist, war, dass ich beim Aufteilen meiner beiden 50g Knäule einen Mustersatz übersehen habe. Nun ist ein breiterer Streifen drin. Das ist nicht weiter schlimm, denn es ist ja mal wieder ein Test.

Erste Notiz an mich: Kette maximal aus einem Knäuel machen (ganz leicht), oder wirklich den Farbrapport kontrollieren... oder einfach ein 100g Knäuel nehmen (auch leicht, aber die meisten Knäule, die ich habe sind eben 50g)

Am Ende hat mir etwas Garn gefehlt, um noch 20cm mehr zu weben. Ich habe etwas rumrecherchiert. Aber das ist Wolle aus dem Discounter. In Wahrheit ein Ableger von Lanade (!) Allerdings nicht mehr zu bekommen, weil es aus der Saison raus ist, oder eben wirklich für diese eine Discounteraktion aus dem Lager geworfen wurde. Also habe ich es kurzerhand dabei belassen und abgeschnitten.

2. Notiz an mich: wirklich ein Knäuel für die Kette, eines für den Schuss! Reste nehmen nicht so viel Platz weg, wie ganze Knäuel.

Die nächste Frage war dann, wie bringe ich das nun zusammen. Noch ein Tischläufer wäre zwar schön, weil er von der Farbe  her sehr gut gefallen würde, aber mit 2 Stück bin ich sehr gut ausgerüstet.

Irina hatte mal wieder eine Idee: kurz auf lang. Mein erste Gedanke dazu war: Hä? was soll dass sein?
 

 Aah, ja, das ginge. Schaun wir mal. Das war Anfang Juli! Ich habe dann wirklich gleich angefangen und Fransen gedreht. Aber eben wie gesagt... angefangen 😂

Vernäht habe ich nix, ich habe einfach immer einen Faden durch den Stoff obendrüber gezogen und mit einem Faden, der unten liegen geblieben ist, zusammengedreht. Passt tip-top.

Nur ist das Ganze nun so "kurz", dass es einfach um Hals gelegt, etwas lang ist. Für zweimal drumwickeln, wie einen Cowl, ist es zu kurz. Und auch zu kurz, um es einfach zu lassen und auch die Schultern etwas abzudecken...

Ich werde ihn mal noch in die Waschmaschine schmeißen, da tut sich irgendwie immer nochmal was.

Dienstag, 24. Juli 2018

gute Reise kleiner mini-Mini

mini-Mini ist noch einmal eine Miniaturform der kleinen Schäfchen von Cara Sheep
Der Grund für diese außergewöhnliche und noch einmal kleinere Version war eine Spendenaktion, angezettelt von Irina. Sie hatte ein Fell vom kleinen Käptn Mini Moi, dass auch im Verhältnis zu den anderen Vliesen der Herde wirklich winzig war. Gerade mal 400 und ein paar Gramm. 

der kleine Käptn Mini Moi @Irina
Weil man schlecht einen Preis für so wenig berechnen kann, kam die Idee es zu versteigern. Aber das Geld sollte nicht in den eigenen Topf, oder den der Schafe fließen, sondern gespendet werden zugunsten der Organistion Sea Watch. Jemand (oder richtiger, mehrere), der sich darum kümmert, das Flüchtlinge, die über das Meer eine neue Heimat suchen, nicht wieder mit ihren Nussschalen nach Hause geschickt werden.

Ruck-Zuck kam von Saskia Dittgen ein Zuschuss in der Form, dass sie eines Ihrer Skuddenvliese auch zum Versteigern ausgesetzt hat.

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Skuddenvlies von Sakia
Ich fand das so flauschig, dass ich prompt mitgesteigert habe, obwohl ich so recht nicht wusste, was ich im Gewinnfall damit anstellen soll... Dann hatte ich eine Idee wofür, aber leider bin ich überboten worden.

Und da kam mir die Idee auch was beizusteuern. Ein kleines Schäfchen. Passend zum Thema musste es natürlich mini sein, also noch kleiner als die "Normalen"

Also habe ich zu meinen dünnsten Nadeln gegriffen... Nadelstärke 1mm! Wenn man sich die Finger brechen will, ist das der beste Weg dazu. Schon nach dem Anschlag habe ich zu einer Nummer größer gewechselt.
Die Wolle ist übrigens von Mini Mois Großvater Jamie, so bleibt alles schön in der Familie, auch wenn der Zwerg nun kein Original-Gesicht hat 😊

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Anschlag mit Nadelstärke 1,0... Den Faden kann ich gut sehen, bei der Nadel bin ich nicht so sicher
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das ist etwas besser und ich gestehe, durch die Metallspitzen strickt es sich wirklich angenehm 
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Verglichen mit einem der kleineren Schafe aus der Herde ist er wirklich nochmal kleiner. Aber: keine Arme... keine Kekse! Also schnell noch fertigmachen. Wirklich schneller geht es nicht in kleinerer Größe, eher langsamer, weil ich sehr genau hinschauen muss, wo ich die Nadel reinsteche.

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Der Mini Moi hat Hörnschn, so richtig kleine, also braucht der mini-Mini auch welche! Und wieder geht das rumprobieren los. Einmal mehr packe ich die 1mm Nadeln aus und wieder ein. Auch für die Hörnschn gehen sie nicht. Also muss ich mal wieder stricken, ribbeln, stricken, ribbeln.... Es ist inzwischen die 3. Hörnergröße und ich denke, viele andere dürften nun nicht mehr auftauchen 😉

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nochmal ein Nadelvergleich zwischen 1mm und 1,5mm...
Bild könnte enthalten: Innenbereich

Und dann ist er fertig, der Zwerg. Und was stellt er an? Unfug, nix als Unfug!

Bild könnte enthalten: im Freien

Anstatt sich wollig in der Sonne zu räkeln... 

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... klettert er auf Bäume und wie ein Katze sitzt er dann dort oben und kommt nicht wieder runter.


Aber die Rettung kam prompt und nun hat der mini-Mini einen neuen Freund.


Nun ist er reisefertig, das Köfferchen muss noch gepackt werden, dann geht es auf große Fahrt.

Auf Wiedersehen kleiner mini-Mini, ich wünsche Dir eine gute Reise und eine sichere Überfahrt. Melde Dich doch einmal, wenn Du Deinen Namen gefunden hast. Ich würde mich sehr darüber freuen.
Liebe Patricia, pass gut auf den kleinen Kerl auf, er neigt dazu, Unfug anzustellen. Ich wünsche Euch beiden viel Spaß miteinander.

Noch ein kleines Lied mit auf den Weg... Wenn Ihr es irgendjemanden singen hört, denkt daran, dass auch kleine Dinge etwas Großes bewirken können. Ganze 280,-€ sind zusammengekommen bei dieser tollen Aktion. Für so aus dem Stehgreif ist das ein ganz schönes Stück. Und genau wie Irina und Sea Watch freue ich mich, dass es doch ein paar Leute gibt, die auch an andere denken.



Mittwoch, 18. Juli 2018

viel zu tun - busy time

Seit ich die kleinen Schäfchen auf die Welt gebracht habe, rumpelt es irgendwie permanent... Anfangs dachte ich, jo, ne, passt. Machmer halt. Und immer, wenn ich denke: Und nach diesem? Wars das? Kommt eine Anfrage für das nächste.


Inzwischen gibt es eine eigene Weide, nur dafür. Dort sind nur die fertigen Schäfchen zu sehen

Es gibt eine Werkstatt (allerdings nur auf facebook), dort zeige ich immermal wieder ein paar Bilder und Fortschritte, so dass der Wünscher nicht denkt, es passiert nichts.

Und es gibt ein eigenes Logo.

Und es wird schwierig, alles aktuell zu halten, ohne das es beim zweiten wie gelangweilt abgeschrieben klingt.

Ich wollte noch etwas zu meinem Besucherwochenende schreiben, aber so recht finde ich den Faden nicht mehr. Aber vielleicht finde ich ihn ja in all meinen Wollknäulen mal wieder. 😊

Bis dahin: Genießt das schöne Sommerwetter und hockt nicht zu lange und oft vor dem Computer!

Samstag, 30. Juni 2018

Janet

Lara asked me beginning of the year to make a woven shawl for her friend Janet. She want to have it as a gift. With my both first ones I felt experienced enough and agreed.
We were looking together for a possible color and fibre and decided for this one:

It is an amazing color combination of Merino wool and silk and I had known that this will give the right yarn for a selfpatternd shawl.

I started to spin and was satisfied with the result.

  more unique now but colored enough that it is not a smash
100g, finished.

For the lightweight shawls I like to use a single yarn (unplied) as the last step is felting to fix the threads in their position. But when I take it off the reel it always looks like an unstretched rubberband.
2,20m in the diameter...
also after the relaxing bath a lot of twist was in the yarn. But it was welcome. The first both scarves had a much more thinner yarn and it was rubberd while weaving so that I had to take care that the yarn dos not break.

On this step I stopped with working on this as Lara announced to visit me and I had the idea to let work her too on this gift that she did not only "order" it. She also made a part of it herself.

Now last weekend she was here. It was a weekend full of handcrafting, one time walking and a lot of talking. I believe we had no silent minute 😅 But it was really beautiful!

And we made progress on our project together.

Starting with winding this strand into a ball to use it.


the reel is quite old and I´d like to share with you the noise it makes with every turn 😅


Lara made a good job and we got a nice ball.

First before starting with the weaving I suggest to make a sample. To be sure about the right reed size. I always use for that my Zoom Loom which has a dent of 40/10 (40 threads on 10 cm) I cannot make it wider or smaller. But I take this size to compare it with the reed I want to use.

 on the loom
off the loom, just a little smaller as without tension now and washed to see how the threads will look like.

 Once more a big help, that I do not have to "dance" around the loom to warp  it. I mostly have the arms too short and must go around to pick the thread  and go back. This time I stood behind the loom and gave Lara the thread she perfectly pick from me and put it over the pin. Always controlled the tension.


Every time I have the feeling that the color of my yarn change with every step. I know an important part of this illusion is the light. But it´s incredible never to know how it looks at the end!

Last step together was winding the warp onto the beam. Also alone a hatefull job, because the tension from the warp need to be kept until all threads are winded. Here we stopped as the weekend was almost over. We catched the chance of no-rain to make a little walk through our near nature. But also from here to work alone was no more boring. I still had the birthday in mind to finish.

Next step was, to pull all threads through the strands and again through the reed. 


After that all threads can be fixed by a knot and a bow on the front beam. 

For the weft I decided to take a longer shuttle than the loom is wide. It makes weaving much more easy. And I would not have a break in the yarn, so I did wind on the complete rest of the ball.

ready to weave

The shafts are never to seen (I detected now) but there are 2 of it that lift and lower in alternate.


weaving process... again, and again... the most boring part. But I have to be carefully.

 Summer is back and I can sit outside. Also a big help for me is my new loom table. Now I can weave while sitting. Before I all the time was standing... It´s much more comfortable and it runs like from alone. 
almost finished, the end is visible

last shot. There is really no more space. And I´m happy that the yarn was enough. Inbetween I was little ancious it will be to less. The shop where I got it, has closed for vacation...

before I cut the warp I take a longer piece from the weft and fix the last shot with an overlock stitch I have seen at Malize. It is such an easy stitch and keep quite tight! Amazing.

Now I cut the threads from the beam and roll off the scarf.

The same I made at the end I have to make on the beginning. I always want to do that after the first shots, but as I do not use paper stripes to get an evenly spread I must do it after. Now I hold in in my hands. But it works.

almost ready is a beautiful new scarf. Turn the ends and felt it carefully.

Dear Janet, 
I hope you will have a lot of fun, joy and goodfeeling with your new accessoir! 
Made in cooperation and with love. ♥ 



Montag, 11. Juni 2018

"no milk today!"

Dienstreisen mit dem Auto sind toll. Zur Abwechslung höre ich Radio anstatt wochenlang dieselbe CD. Nicht dass mir das langweilig wäre! Ich höre sie sehr gerne, drum ist sie ja auch noch im Auto. Aber in fremde Autos nehme ich sie nicht mit... ich könnte sie ja dort vergessen 😱
Was ich an den langen Autofahrten mag, ist der Senderwechsel, wenn  man weit genug weg ist von zu Hause. Einmal hören, was im anderen Teil Deutschlands so lokal wichtig ist, ist auch mal interessant.

Und was ich besonders mag sind die Oldies, die auf anderen Sendern gespielt werden. Von Zeit zu Zeit unterliege ich dem Größenwahn, ich verstehe recht gut englisch und müsste nun auch alle Liedtexte verstehen, die ich seit meiner Kindheit höre. Weit gefehlt! Was ein Kinderohr hört, oder sich zusammenreimt, um es wiederzugeben, weicht von der Realität schwer ab. Und prompt singt man falsch und laut mit und hört nix und versteht natürlich damit auch den richtigen Text nicht. Nach 3 von solchen Liedern, bin ich zurück von meinem Höhenflug und denke: ok, das Englisch ist doch nicht so gut.

"It´s raining again"... den Wetterbericht gibts gleich dazu. Viel falscher als der lokale Wetterdienst sind sie mit DER Aussage auch nicht.

I go nicht to San Francisco, nur nach Hamburg. Immer wieder bin ich sprachlos, wenn ich dieses riesige Gebiet sehe, den der Containerhafen ausmacht.

Tatsächlich bin ich gut durch den Verkehr gekommen. Kein Stau, nur eine handvoll Baustellen... und übermäßig schnell bin ich nicht  gefahren ;)
"Supergirls just fly"
Das Hotel ist irgendwo in der Nähe des Flughafens, es wird wohl nichts mit "Sweet dreams", aber ich bin ja auch nicht zum Spaß hier..


"That´s all"