... dass ich beim mehrfarbigen Stricken eine Niete bin, faszinieren mich solche Muster immer wieder... Und meine "Celtic Knots and Scottish Thistle"-Mütze war ja auch tatsächlich vorzeig- und tragbar ;) Also es geht schon... manchmal 😝🤔
Gestern kam Irina wiedermal mit einer verrückten Frage, die einmal mehr meine Finger hat tanzen lassen. Erst am Computer, und heute mit den Stricknadeln.
Ihre "Bunten Schafe" als Valentinspaar mit Herzeln zwischen den Köpfen, das Ganze für Socken. Hm, sollte doch zu machen sein.
Ich bin ja immer noch verliebt in mein Excel und wenn das auch mehr malen nach Zahlen ist, muss man schon ein bissel schauen. Es soll ja nicht krumm und schief werden.
Der erste Entwurf war schnell gemacht. Eigentlich schaut es ja fast gut aus.
Gestrickt von oben nach unten, wie die meisten Socken halt gestrickt werden.
Hier habe ich schon gesehen, dass die großen Herzen ein paar rundere Backen vertragen können, habe ich gleich reingemalt und bei den unteren auch so gestrickt.
Das kleinere Herz schaut aus, wie ein Klumpen, da müsste oben in der Mitte noch eine weiße Masche mehr rein, dass man das besser erkennt. Ich habe mit dem blauen Faden eine Korrektur reingestickt, damit man die Stelle sieht.
Die Hörner vom Bock sind etwas spitz oben, also könnten sie wie die beiden roten Korrekturmaschen laufen. Und weil ich gemerkt habe, dass sich alles recht zusammenzieht, habe ich sie unten auch noch etwas eingekürzt. Eventuell könnte man sie noch um eine Masche verbreitern, aber dann wäre es für meine Füße vielleicht zu weit (also mit Standard 60M).
Der Rest der Köpfe gefällt mir so von den Proportionen, das kann so bleiben.
An der Zibbe finde ich tatsächlich nix zu mäkeln 😅
Und ich habe das Muster rundum gestrickt, damit nicht ein halber Schaft mit den Fäden im Hintergrund rumlaufen muss und es nix zu sehen gibt.
Die Großen Herzen haben zwar rundere Backen sind aber nun oben auch etwas spitz, könnte man auch noch weglassen
Und da ist es: Bunte Schafe auf Socken. Unten habe ich noch einen Zaun aus rechten (+) und linken (-) Maschen druntergmalt, damit die Schäfchen nícht davon hoppeln. Farblich nur markiert, damit man sieht, wie der Zaun läuft...
Was sagst Du, Irina? It´s yours! Happy Valentine ♥
Ach ja, ich denke trotzdem, von unten nach oben gestrickt kommen zumindest die Herzen besser rüber!
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Samstag, 27. Januar 2018
Mittwoch, 14. Oktober 2020
Ralf
Das ist Ralf, aber nicht einfach nur irgendein Ralf, sondern DER Ralf. Ralf war ein Skuddenbock und wohnte bei Sigrid. Ralf "war es, der die ganze Bunte Skudden Sache ins Rollen gebracht hat und weswegen seit 2018 die Skudden im SZVBB auch mit Mustern im HB gezüchtet werden dürfen" (hat Sigi gesagt) Wobei SZVBB der Schafzuchtverband Berlin Brandenburg ist und das HB das Herdbuch, quasi eine Liste aller registrierten Schafe, die den Rassemerkmalen ihrer jeweiligen Rasse entsprechen, die vorgegeben sind. Alles was nicht diesem Rassestandard entspricht, wird dort nicht aufgeführt, oder zugelassen. Das ist cool. Denn Skudden waren vor Ralf dort nur mit drei Farben angegeben. Weiß, braun und schwarz und dann NUR in dieser Farbe. Keine Muster!
Skudden finde ich, genauso wie Shetlandschafe, Islandschafe und die vielen Mixe damit so interessant, weil sie so unheimlich viele Farben in nur einem Schaf zur Schau tragen. Ralf hat allein am Kopf reichlich davon. Auch immer wieder schön die gestreiften Gesichter "Badgerface". Fee, mein Patenschaf auf dem Hof Ebeling hat auch so ein cooles Gesicht. Und damit nicht genug, zu unterschiedlichen Jahreszeiten ändern sich die Farbverhältnisse! Eine Zuckerschnute wird weniger hell, oder scheint zu verschwinden, Stirnlocken auch. Bei unseren Katzen habe ich das auch schon beobachtet, nur dass die Farbänderung meist mit dem Fellwechsel einherging.
Den Ralf wollte ich schon lange miniaturisieren, aber damals war ich bei der Sache mit dem langen Fell noch nicht so richtig zufrieden. Und es war ja auch von Sigis Seite erstmal nur eine Liebäugelei. Manche Sachen brauchen halt ihre Zeit und den richtigen Zeitpunkt. Und für Ralf ist er jetzt 😉
Seit dem ersten Schaf mit langem Fell (mit dem ich tatsächlich auch zufrieden war), habe ich immer wieder Neues ausprobiert, gelernt und umgesetzt. Und auch bei Ralf wird es einiges geben, das ich so vorher noch nicht ausprobiert habe.
Den Anfang macht der Körper, allerdings schon gleich in den richtigen Farben. Für die Schnute habe ich das Garn von Jamie genommen. Jamie war ein Shetlandbock von Irina, dessen letzte Wolle mir richtig gut gefiel, also habe ich es bekommen.
die Kopfgrundfarbe hat mich etwas grübeln lassen, es ist ein recht dunkles braun, dass aber ein bisschen einen Stich ins aschgraue hat. Einmal mehr kam mir der Zufall zuhilfe. Ein Kommentar zum Flitzepieps hat mich aufmerksam gemacht. Schafe, die Flitzepieps heißen, gibt es, glaube ich, nicht so viele. Ich weiß, das Irina ein Skudden-Lamm hatte, das so hieß.
Und es handelt sich tatsächlich um dasselbe Schaf. Inzwischen wohnt es bei Sigrid. Wie lustig, dass ich vom Pieps ein kardiertes Vlies hier liegen habe. Auch eine Übernahme von Irina, die es aus Zeitmangel nicht selber verarbeitet, aber kardieren lassen hat.
Das die neuen, bunten Farben nicht so heißen, wie die schon bekannten bei Shetland Schafen ist für mich nur bedingt logisch. Die Deppen, wie ich, haben es damit nicht leicht, Farben zu vergleichen. Für die Schaf"nerds" 😉 macht es wieder Sinn. Denn auch wenn sie für mich vergleichbar aussehen, sind sie es doch eben nicht. Die Farbe von Ralf ist bronzed/nonagouti, die vom Flitzepiepsieps "vermutlich grau". Da das Pieps so ziemlich den perfekten Farbton von Ralf hergegeben hat, ist es für mich mal wieder ein Rätsel. Am Ende liegt es wohl daran, dass die bunten Schafe in unterschiedlichen Regionen leben und jeder so seine eigene Farbe benennt. Sie nun zusammenzubringen und zu versuchen, eine Einheitlichkeit zu finden, wird wohl in die Hose gehen. Jeder wird darauf bestehen, dass er das perfekte Farb-Bestimmungs-system hat und dieses (natürlich) am aussagekräftigsten ist.
"Genetisch gesehen haben deshalb gleiche Farben verschiedene Namen. Allerdings verwendet man umgekehrt dieselben Namen für genetisch verschiedene Farben/Muster. Katmoget heißt sie bei Shetland" meine Leiblingsfarbe haferflokich "und beim Kamerung heißt sie braunmarken" sagt Irina. Ich sag ja, für einen Deppen nur verwirrend 😵
Ich habe mir also ein Stück Vlies vom Pieps geschnappt und gspunna.
Ich hatte recht, das Pieps bringt alles an Farbe mit, was ich brauche. Wen interessieren schon Farbnamen?!
Anfangs habe ich das Vlies noch einmal über die Kämme gezogen, weil ich dachte, es fast sich etwas unkuschelig an. Irgendwann habe ich es dann so gesponnen, wie es war.
Am Ende kam ein Garn raus, das sich doch recht angenehm anfasst. Vielleicht nicht gerade halstauglich, aber auch nicht wirklich kratzig. Der Vorteil des Kämmens war, dass wieder ein bisschen Füllmaterial in der richtigen Farbe abgefallen ist 😉
Die Beine vom Ralf sind irgendwie fuchsrot 😮 Ich bin froh, dass ich um ein Komplettbild gebeten habe, sonst wären sie auch dunkel geworden.
Um die Farbe für die Beine hinzubekommen habe ich in meinem Vorrat an Walnussfärbungen gekramt.
3erlei Fasern aus dem gleichen Färbepott. Bleue du Maine, Bockwolle von meinem Schäfer um die Ecke und einer der Dörtherichse von Irina (von links nach rechts).
2x kardiert, damit es sich ein bisschen mischt, ohne gleich Einheitsbraun zu werden
spinnt sich durch die unterschiedlichen Faserlängen ganz angenehm und das Stränglein fasst sich nach dem Entspannen richtig gut an. Leider habe ich den Entspannungstopf aus den Augen verloren und die Farben haben sich etwas zu sehr verdunkelt. Das Fuchsrot ist verschwunden 😣 Da muss ich wohl nochmal mischen gehen!
Für die Hörner werde ich die gleichen Farben nehmen, nur anders mischen. Dort werde ich die helle Farbe als Grundton nehmen und von den anderen beiden ein bisschen was einstreuen. Das Ganze wird dann auch nur einmal kardiert, damit es sich dort nicht zu sehr mischt.
Das Stricken des Schafes ist eigentlich immer fix gemacht, wenn es ein langes Fell bekommen soll. Hier hält das Einknüpfen der einzelnen Fellbüschel etwas auf. Weil es schwer ist, immer genug, oder nicht zu viel Fell einzuknüpfen, habe ich mir eine kleine Hilfe eingebaut. Da, wo bei den kurzfelligen Schafen die Knubbelchen sitzen, die das Fell andeuten sollen, stricke ich einfach eine linke Masche. Die finde ich dann ganz einfach und das Fell hat genau die richtige Dichte.
Ralf hat hinten und am Rücken ein Fell, dass mich an katmoget erinnert, also haferflockich mit einem schönen Karamellton im Grund und hübschen blonden Spitzen. Nach vorne kommt dann das typische Skudden Deckhaar, lang, glatt und ein bisschen derb. In diesem Fall grau. Für den hinteren Teil habe ich, logisch, von Sigi, ein Vlies mitgenommen, das genau diesen Farbton hat. Die blonden Spitzen werden hier wohl nicht durchdringen, aber das Vlies ist schön durchgemischt, hat hellere und dunklere Stellen. Die richtige Farbe ist ganz sicher mit dabei 😉
Ich bin selber etwas überrascht: ich ziehe aus diesem Wuschel hauchdünne Strähnen und sie haben durchgängig eine Farbe 😮 Nix von wegen unten dunkel, Spitzen hell. Aber das erklärt auch, warum der Buschel als Ganzes heller wirkt, als einzelne Strähnen aus dem Untergrund. Es ist wie bei einem grauen Vlies, das nur eine Mischung aus weißen und schwarzen Haaren ist. Hier also weiß und verschiedene Braunstufen.
Das "Schlimmste" ist geschafft, das Fell an den richtigen Stellen einzuknüpfen. Das Knüpfen selber ist nicht schlimm, nur die Stellen zu finden, ist trotz der linken Maschen nicht immer einfach. Die dunkle, bunte Wolle macht es noch mal einen Ticken weniger einfach. Am Besten geht es, wenn Sonnenlicht drauf fällt 😎 Früh und abends fällt dann dafür aus. Im Moment steht die Sonne am günstigsten am Nachmittag in der Werkstatt... wenn sie denn dann auch scheint!
Aber ab jetzt wird es wieder leichter 😉
Bis hierher habe ich die Wolle genommen, die kein so richtiges Deckhaar hat. Aber ich bin ja gut ausgestattet 😉 und habe inzwischen auch genug Deckhaar in der richtigen Farbe. Und das kommt jetzt strähnchenweise zwischen die "Unterwolle". Allerdings nur am Oberkörper. Dafür habe ich das schon eingeknüpfte Fell nochmal um einen halben Zentmeter gekürzt. Es soll, wie richtige Unterwolle von untern her verdichten. Schauen wir mal, ob das so klappt... Auf gutes Licht muss ich nun nicht mehr warten, die Zwischenräume finde ich auch so 😂
Nachschub an dunklem Deckhaar. Es ist so lang, dass ich es halbiere. Damit ich die untere Hälfte nicht wegwerfe, sind auch immer wieder weiße Strähnchen dabei. Aber eben die Mischung aus weiß und schwarz gibt am Ende grau.
Eine kleine Fingerbrecherei zum Schluss: Die Hörner mit Nadelstärke 2. die geplante Hörnerfarbe pur war mir dann doch zu hell und zu wenig meliert. Im Wechsel mit der Beinfarbe nicht genug Kontrast. Also habe ich einmal mehr in die Reservekiste gegriffen und ein schönes Garn in perfekter Hörnerfarbe rausgezogen. Unverzwirnte Shetlandwolle, die ich (eigentlich) zum Weben gekauft habe. 😉 Aber da dieses Stück eh schon abgerollt und gewaschen ist, kann ich es auch zum Stricken nehmen.
Es ist geschafft... fast. Wie immer klappt es nicht beim ersten Anlauf beide Hörner symmetrisch auf dem Kopf anzunähen. Dieses Mal war ich übervorsichtig und habe nicht einen Faden vorzeitig verstochen und abgeschnitten
Man sieht es kaum, aber das linke sitzt weiter hinten. Also wieder aufziehen. Das Garn ist super, es hält! 😮 Ich sollte vielleicht doch mal ein Webprojekt in Angriff nehmen...
Zweiter Versuch: sitzt! Puuh... Aufatmen, nun ist es nur noch ein bisschen Kosmetik.
Ralf ist was Besonderes. Jedes Schaf ist etwas Besonderes! Jedes hat Eigenheiten, Merkmale und meist nur für den Besitzer etwas, dass nur er kennt. Ein Schaf nur mit 2 Bildern nachzuempfinden, ist nicht einfach. Ganz unauffällig versuche ich immer, noch etwas Hintergrundinformationen zu bekommen. Nicht immer klappt es, dann müssen die Bilder genügen.
Ein fettes Dankeschön an dieser Stelle an Sigrid Heilmann, die ich besuchen durfte und einen Teil ihrer Schafe (unter anderem das Flitzepieps). Und an Irina Böhme, meine persönliche Schafflüsterin, die mir immer wieder geduldig Schafsachen erklärt, die mir unverständlich sind. Danke für Eure Begeisterung an dem, was Ihr tut. Für Eure komplett andere Sicht auf Schafe, als ich sie habe. Und Danke, dass ich Euch Freunde nennen darf! ♥
Skudden finde ich, genauso wie Shetlandschafe, Islandschafe und die vielen Mixe damit so interessant, weil sie so unheimlich viele Farben in nur einem Schaf zur Schau tragen. Ralf hat allein am Kopf reichlich davon. Auch immer wieder schön die gestreiften Gesichter "Badgerface". Fee, mein Patenschaf auf dem Hof Ebeling hat auch so ein cooles Gesicht. Und damit nicht genug, zu unterschiedlichen Jahreszeiten ändern sich die Farbverhältnisse! Eine Zuckerschnute wird weniger hell, oder scheint zu verschwinden, Stirnlocken auch. Bei unseren Katzen habe ich das auch schon beobachtet, nur dass die Farbänderung meist mit dem Fellwechsel einherging.
Den Ralf wollte ich schon lange miniaturisieren, aber damals war ich bei der Sache mit dem langen Fell noch nicht so richtig zufrieden. Und es war ja auch von Sigis Seite erstmal nur eine Liebäugelei. Manche Sachen brauchen halt ihre Zeit und den richtigen Zeitpunkt. Und für Ralf ist er jetzt 😉
Seit dem ersten Schaf mit langem Fell (mit dem ich tatsächlich auch zufrieden war), habe ich immer wieder Neues ausprobiert, gelernt und umgesetzt. Und auch bei Ralf wird es einiges geben, das ich so vorher noch nicht ausprobiert habe.
Den Anfang macht der Körper, allerdings schon gleich in den richtigen Farben. Für die Schnute habe ich das Garn von Jamie genommen. Jamie war ein Shetlandbock von Irina, dessen letzte Wolle mir richtig gut gefiel, also habe ich es bekommen.
die Kopfgrundfarbe hat mich etwas grübeln lassen, es ist ein recht dunkles braun, dass aber ein bisschen einen Stich ins aschgraue hat. Einmal mehr kam mir der Zufall zuhilfe. Ein Kommentar zum Flitzepieps hat mich aufmerksam gemacht. Schafe, die Flitzepieps heißen, gibt es, glaube ich, nicht so viele. Ich weiß, das Irina ein Skudden-Lamm hatte, das so hieß.
Und es handelt sich tatsächlich um dasselbe Schaf. Inzwischen wohnt es bei Sigrid. Wie lustig, dass ich vom Pieps ein kardiertes Vlies hier liegen habe. Auch eine Übernahme von Irina, die es aus Zeitmangel nicht selber verarbeitet, aber kardieren lassen hat.
Das die neuen, bunten Farben nicht so heißen, wie die schon bekannten bei Shetland Schafen ist für mich nur bedingt logisch. Die Deppen, wie ich, haben es damit nicht leicht, Farben zu vergleichen. Für die Schaf"nerds" 😉 macht es wieder Sinn. Denn auch wenn sie für mich vergleichbar aussehen, sind sie es doch eben nicht. Die Farbe von Ralf ist bronzed/nonagouti, die vom Flitzepiepsieps "vermutlich grau". Da das Pieps so ziemlich den perfekten Farbton von Ralf hergegeben hat, ist es für mich mal wieder ein Rätsel. Am Ende liegt es wohl daran, dass die bunten Schafe in unterschiedlichen Regionen leben und jeder so seine eigene Farbe benennt. Sie nun zusammenzubringen und zu versuchen, eine Einheitlichkeit zu finden, wird wohl in die Hose gehen. Jeder wird darauf bestehen, dass er das perfekte Farb-Bestimmungs-system hat und dieses (natürlich) am aussagekräftigsten ist.
"Genetisch gesehen haben deshalb gleiche Farben verschiedene Namen. Allerdings verwendet man umgekehrt dieselben Namen für genetisch verschiedene Farben/Muster. Katmoget heißt sie bei Shetland" meine Leiblingsfarbe haferflokich "und beim Kamerung heißt sie braunmarken" sagt Irina. Ich sag ja, für einen Deppen nur verwirrend 😵
Ich habe mir also ein Stück Vlies vom Pieps geschnappt und gspunna.
Ich hatte recht, das Pieps bringt alles an Farbe mit, was ich brauche. Wen interessieren schon Farbnamen?!
Anfangs habe ich das Vlies noch einmal über die Kämme gezogen, weil ich dachte, es fast sich etwas unkuschelig an. Irgendwann habe ich es dann so gesponnen, wie es war.
Am Ende kam ein Garn raus, das sich doch recht angenehm anfasst. Vielleicht nicht gerade halstauglich, aber auch nicht wirklich kratzig. Der Vorteil des Kämmens war, dass wieder ein bisschen Füllmaterial in der richtigen Farbe abgefallen ist 😉
Die Beine vom Ralf sind irgendwie fuchsrot 😮 Ich bin froh, dass ich um ein Komplettbild gebeten habe, sonst wären sie auch dunkel geworden.
![]() |
| vergleicht man dieses Bild mit dem am Anfang, ist das weiß der Schnute kürzer, die Stirn viel heller und fast lockig |
3erlei Fasern aus dem gleichen Färbepott. Bleue du Maine, Bockwolle von meinem Schäfer um die Ecke und einer der Dörtherichse von Irina (von links nach rechts).
2x kardiert, damit es sich ein bisschen mischt, ohne gleich Einheitsbraun zu werden
spinnt sich durch die unterschiedlichen Faserlängen ganz angenehm und das Stränglein fasst sich nach dem Entspannen richtig gut an. Leider habe ich den Entspannungstopf aus den Augen verloren und die Farben haben sich etwas zu sehr verdunkelt. Das Fuchsrot ist verschwunden 😣 Da muss ich wohl nochmal mischen gehen!
Für die Hörner werde ich die gleichen Farben nehmen, nur anders mischen. Dort werde ich die helle Farbe als Grundton nehmen und von den anderen beiden ein bisschen was einstreuen. Das Ganze wird dann auch nur einmal kardiert, damit es sich dort nicht zu sehr mischt.
| der erste Strang hat sich total verdunkelt 😮 dafür hat sich der zweite etwas aufgehellt, ist aber immer noch genau richtig. Das Garn für die Hörner: perfekt: beige mit ein paar fuchsigen Sprenkeln |
Das Stricken des Schafes ist eigentlich immer fix gemacht, wenn es ein langes Fell bekommen soll. Hier hält das Einknüpfen der einzelnen Fellbüschel etwas auf. Weil es schwer ist, immer genug, oder nicht zu viel Fell einzuknüpfen, habe ich mir eine kleine Hilfe eingebaut. Da, wo bei den kurzfelligen Schafen die Knubbelchen sitzen, die das Fell andeuten sollen, stricke ich einfach eine linke Masche. Die finde ich dann ganz einfach und das Fell hat genau die richtige Dichte.
Ralf hat hinten und am Rücken ein Fell, dass mich an katmoget erinnert, also haferflockich mit einem schönen Karamellton im Grund und hübschen blonden Spitzen. Nach vorne kommt dann das typische Skudden Deckhaar, lang, glatt und ein bisschen derb. In diesem Fall grau. Für den hinteren Teil habe ich, logisch, von Sigi, ein Vlies mitgenommen, das genau diesen Farbton hat. Die blonden Spitzen werden hier wohl nicht durchdringen, aber das Vlies ist schön durchgemischt, hat hellere und dunklere Stellen. Die richtige Farbe ist ganz sicher mit dabei 😉
Ich bin selber etwas überrascht: ich ziehe aus diesem Wuschel hauchdünne Strähnen und sie haben durchgängig eine Farbe 😮 Nix von wegen unten dunkel, Spitzen hell. Aber das erklärt auch, warum der Buschel als Ganzes heller wirkt, als einzelne Strähnen aus dem Untergrund. Es ist wie bei einem grauen Vlies, das nur eine Mischung aus weißen und schwarzen Haaren ist. Hier also weiß und verschiedene Braunstufen.
Das "Schlimmste" ist geschafft, das Fell an den richtigen Stellen einzuknüpfen. Das Knüpfen selber ist nicht schlimm, nur die Stellen zu finden, ist trotz der linken Maschen nicht immer einfach. Die dunkle, bunte Wolle macht es noch mal einen Ticken weniger einfach. Am Besten geht es, wenn Sonnenlicht drauf fällt 😎 Früh und abends fällt dann dafür aus. Im Moment steht die Sonne am günstigsten am Nachmittag in der Werkstatt... wenn sie denn dann auch scheint!
Aber ab jetzt wird es wieder leichter 😉
Bis hierher habe ich die Wolle genommen, die kein so richtiges Deckhaar hat. Aber ich bin ja gut ausgestattet 😉 und habe inzwischen auch genug Deckhaar in der richtigen Farbe. Und das kommt jetzt strähnchenweise zwischen die "Unterwolle". Allerdings nur am Oberkörper. Dafür habe ich das schon eingeknüpfte Fell nochmal um einen halben Zentmeter gekürzt. Es soll, wie richtige Unterwolle von untern her verdichten. Schauen wir mal, ob das so klappt... Auf gutes Licht muss ich nun nicht mehr warten, die Zwischenräume finde ich auch so 😂
Nachschub an dunklem Deckhaar. Es ist so lang, dass ich es halbiere. Damit ich die untere Hälfte nicht wegwerfe, sind auch immer wieder weiße Strähnchen dabei. Aber eben die Mischung aus weiß und schwarz gibt am Ende grau.
Eine kleine Fingerbrecherei zum Schluss: Die Hörner mit Nadelstärke 2. die geplante Hörnerfarbe pur war mir dann doch zu hell und zu wenig meliert. Im Wechsel mit der Beinfarbe nicht genug Kontrast. Also habe ich einmal mehr in die Reservekiste gegriffen und ein schönes Garn in perfekter Hörnerfarbe rausgezogen. Unverzwirnte Shetlandwolle, die ich (eigentlich) zum Weben gekauft habe. 😉 Aber da dieses Stück eh schon abgerollt und gewaschen ist, kann ich es auch zum Stricken nehmen.
Es ist geschafft... fast. Wie immer klappt es nicht beim ersten Anlauf beide Hörner symmetrisch auf dem Kopf anzunähen. Dieses Mal war ich übervorsichtig und habe nicht einen Faden vorzeitig verstochen und abgeschnitten
Man sieht es kaum, aber das linke sitzt weiter hinten. Also wieder aufziehen. Das Garn ist super, es hält! 😮 Ich sollte vielleicht doch mal ein Webprojekt in Angriff nehmen...
Zweiter Versuch: sitzt! Puuh... Aufatmen, nun ist es nur noch ein bisschen Kosmetik.
Fäden verstechen, Ohren richten, Ohrmarke anbringen...
Aber halt! Es fehlt noch ein bissel bunt in der Stirn!
WOW! Jetzt gefällt er mir richtig gut ♥ Nun muss er nur noch "erkannt" werden 😎
Ralf ist was Besonderes. Jedes Schaf ist etwas Besonderes! Jedes hat Eigenheiten, Merkmale und meist nur für den Besitzer etwas, dass nur er kennt. Ein Schaf nur mit 2 Bildern nachzuempfinden, ist nicht einfach. Ganz unauffällig versuche ich immer, noch etwas Hintergrundinformationen zu bekommen. Nicht immer klappt es, dann müssen die Bilder genügen.
Ein fettes Dankeschön an dieser Stelle an Sigrid Heilmann, die ich besuchen durfte und einen Teil ihrer Schafe (unter anderem das Flitzepieps). Und an Irina Böhme, meine persönliche Schafflüsterin, die mir immer wieder geduldig Schafsachen erklärt, die mir unverständlich sind. Danke für Eure Begeisterung an dem, was Ihr tut. Für Eure komplett andere Sicht auf Schafe, als ich sie habe. Und Danke, dass ich Euch Freunde nennen darf! ♥
Samstag, 26. Juli 2014
viel zu tun - full days
Es gab viel zu tun in der letzten Zeit.
There was a lot to do in the last weeks.
Angefangen hat es mit der 750 Jahrfeier zur Kirchweih in Bug/Bruck. In unserer lokalen Kleinzeitung war ein großer Artikel, der online auch noch zu lesen ist.
http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/epaper/epa280919,31402,0
Started with the 750th aniversary for the churchfair in Bug/Bruck. In our lokal newspaper was a half page report, which can be read also online. (sorry, only in German)
Bis ich am Sonntag dort mit meinen Spinnrad hingefahren bin, habe ich mich 2 Dinge gefragt: Wo ist eigentlich die Kirche? und: Wem gehören die Schafe, die ich jeden Morgen und Abend sehe, wenn ich da auf dem Weg zu Arbeit und nach Hause vorbeifahre?
Die Frage der Kirche hat sich dann am Sonntag morgen für ich geklärt... es gibt keine! Aber die Leute dort wollen nicht auf ihre "Kärwa" verzichten, also feiern sie sie jedes Jahr. Allerdings haben sie jetzt einen Gedenkstein gesetzt, damit die jährliche Feier nicht ohne Grund ist.
Before I was there on Sunday morning with my sopinning wheel I asked me two things: Where is the church? and: whose sheeps are this I see every morning and evening on my way to work.
The question about the church was answered on SUnday morning... there is no church! But the people don´t want to miss their yearly celebration, and so they do it each year. But this year they set up a memorial stone to remind to the curch, now they have a reason.
Unser Klöppelkreis war eingeladen, vor Ort zu klöppeln und da wir nicht nur Klöppeln, sondern auch anderweitig mit Nadel und Faden gut zurecht kommen, waren auch Weißnäher und eben zwei Spinner(innen) zu sehen.
Our bobbinlace circle was invited to show what we do. And as we are all not only play with bobbins, the most of us have alo other handcraft hobbies, we also could come with two spinners and 4 ladies with white sewing.
Ich habe in der Woche davor einen Klöppelmarathon aufs Kissen gelegt, damit ich noch ein paar hübsche Sachen mitnehmen und aufstellen konnte...
I made a bobbin marathon in the week before, that I finish some nice things to show...
Es war ein schöner Tag, bis auf das Wetter. Wie gesagt, wurde meine erste Frage gleich früh beantwortet. Die zweite gleich beim Mittagessen, als die andere Spinnerin und ich uns gegen 11 auf den Weg machten, bevor Unmengen von Menschen kommen und es sehr lange dauern würde, etwas zu essen zu bekommen. Es gab Lamm. Und die Leute haben wir stolz erzählt, dass es Lamm aus dem Ort wäre. Und so wurde mir die Antwort auf meine brennendste Frage gleich mit dem Essen serviert. Die Schafe gehören Ingo. Und Ingo war auch da. Auf meine Frage, was er denn mit seiner ganzen Schafwolle macht, bekam ich zur Antwort er gibt sie dem Scherer mit, weil er das nicht selber macht. Dann wird das Scheren billiger. Blob. Blase geplatzt. Und dann meint er, aber der nimmt nur die weiße Wolle, weil er die in die Fabrik gibt, von der braunen hätte er aber noch was da. Klingeling. Gibt es doch noch eine Möglichkeit, Wolle aus der Gegend zu bekommen? Ich soll nach der Kärwa mal vorbeikommen, dann schaun wir mal.
It was a beautiful day, except of the weather. As I told the first question was answered in the morning. The second at lunch time as the other spinner and me walked down to the grill. We went at 11 before the uncounted visitor should come and we would need an hour to catch something to eat. They served lamb. And the men on the gril told me proudly that it is a lamb from the village. And so I got my second answer. The sheeps are Ingos. And Ingo was also there. At my question what he do with all the wool he said the external shearer take it then it´s cheaper and he has not the problem what to do with it. Blob. The bobble was destroied. And then he said: but the shearer only takes teh white wool, because he give it into the manufactury. And brown he has a little. Ring ring. Is there really a chance to get wool from the local neighborhood? I should come next week and we will see.
Es gab übrigens in der Woche nach der Kärwa noch einen Bericht darüber. Auch dieser kann als epaper im Archiv nachgelesen werden.
http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/epaper/epa280919,31402,0
By the way in the week after was another article in the local newspaper. Also this can be read as epaper in the archive. (once more only in German, but surprise: with a picture of me)
Es ist die erste Rohwolle, die ich in der Hand habe und nun hat ein Probieren beim Waschen angefangen. Erst im Bottich in der Dusche, das geht unheimlich auf den Rücken. Ist also bei der Menge nicht zu empfehlen. Am Ende hab ich jetzt eine schöne einfache Lösung. Waschen in der Waschmaschine in einem Kissenbezug und dann trocknen auf dem Wäscheständer. Was dann noch an Schmutz in den Spitzen drin ist, ist recht krümelig und fällt beim Kardieren raus. Apropos Schmutz, sehr dreckig war die Wolle nicht, weil Ingo sie immer erst scheren lässt, bevor er im Winter die Schafe in den Stall bringt. Die Wolle von Louis, dem Lama hat mehr Dreck drin gehabt und das waren gerade mal 500gr! Die Schafwolle ist sehr fettig und das muss raus, sonst lässt es sich nicht schön spinnen (ich habs probiert, geht gar nicht!) Allerdings wird sie dann auch trocken und kratzt. Nun suche ich eine Lösung, sie wieder weich zu bekommen... hm hm momentan mach ich zum Spüli und Essig auch Weichspüler in die Waschmaschine, das fasst sich recht gut an. Mal schauen, was beim Spinnen so rauskommt.
It is the first raw wool I have seen and now I´m on testing with washing. First in a big tube in the shower. But that´s note nice for the back. So with this quantity it is not to suggest. At the end I made it simply and easy. I wash it in the washing machine in a pillow case and then I dry it on the clothes dryer. What now is still in on dirt will fall out when I card.
By the way it is not really dirty wool because Ingo let cut the sheep before he bring them into the stable for winter. The wool from Louis the llama had more dirt inside and this was maximum 500gr!
The sheepwool is really greasy and this must removed, otherwise spinning will be a nightmare ( I tested it and it is really a no go!) But then it will dry and scatchy. Now I search for a solution to get it again soft... hm hm at the moment I use dishwasher cleaner and acid and put extra softener in. The touch is not bad. I will see how it looks after spinning.
There was a lot to do in the last weeks.
Angefangen hat es mit der 750 Jahrfeier zur Kirchweih in Bug/Bruck. In unserer lokalen Kleinzeitung war ein großer Artikel, der online auch noch zu lesen ist.
http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/epaper/epa280919,31402,0
Started with the 750th aniversary for the churchfair in Bug/Bruck. In our lokal newspaper was a half page report, which can be read also online. (sorry, only in German)
Bis ich am Sonntag dort mit meinen Spinnrad hingefahren bin, habe ich mich 2 Dinge gefragt: Wo ist eigentlich die Kirche? und: Wem gehören die Schafe, die ich jeden Morgen und Abend sehe, wenn ich da auf dem Weg zu Arbeit und nach Hause vorbeifahre?
Die Frage der Kirche hat sich dann am Sonntag morgen für ich geklärt... es gibt keine! Aber die Leute dort wollen nicht auf ihre "Kärwa" verzichten, also feiern sie sie jedes Jahr. Allerdings haben sie jetzt einen Gedenkstein gesetzt, damit die jährliche Feier nicht ohne Grund ist.
Before I was there on Sunday morning with my sopinning wheel I asked me two things: Where is the church? and: whose sheeps are this I see every morning and evening on my way to work.
The question about the church was answered on SUnday morning... there is no church! But the people don´t want to miss their yearly celebration, and so they do it each year. But this year they set up a memorial stone to remind to the curch, now they have a reason.
Unser Klöppelkreis war eingeladen, vor Ort zu klöppeln und da wir nicht nur Klöppeln, sondern auch anderweitig mit Nadel und Faden gut zurecht kommen, waren auch Weißnäher und eben zwei Spinner(innen) zu sehen.
Our bobbinlace circle was invited to show what we do. And as we are all not only play with bobbins, the most of us have alo other handcraft hobbies, we also could come with two spinners and 4 ladies with white sewing.
Ich habe in der Woche davor einen Klöppelmarathon aufs Kissen gelegt, damit ich noch ein paar hübsche Sachen mitnehmen und aufstellen konnte...
I made a bobbin marathon in the week before, that I finish some nice things to show...
Es war ein schöner Tag, bis auf das Wetter. Wie gesagt, wurde meine erste Frage gleich früh beantwortet. Die zweite gleich beim Mittagessen, als die andere Spinnerin und ich uns gegen 11 auf den Weg machten, bevor Unmengen von Menschen kommen und es sehr lange dauern würde, etwas zu essen zu bekommen. Es gab Lamm. Und die Leute haben wir stolz erzählt, dass es Lamm aus dem Ort wäre. Und so wurde mir die Antwort auf meine brennendste Frage gleich mit dem Essen serviert. Die Schafe gehören Ingo. Und Ingo war auch da. Auf meine Frage, was er denn mit seiner ganzen Schafwolle macht, bekam ich zur Antwort er gibt sie dem Scherer mit, weil er das nicht selber macht. Dann wird das Scheren billiger. Blob. Blase geplatzt. Und dann meint er, aber der nimmt nur die weiße Wolle, weil er die in die Fabrik gibt, von der braunen hätte er aber noch was da. Klingeling. Gibt es doch noch eine Möglichkeit, Wolle aus der Gegend zu bekommen? Ich soll nach der Kärwa mal vorbeikommen, dann schaun wir mal.
It was a beautiful day, except of the weather. As I told the first question was answered in the morning. The second at lunch time as the other spinner and me walked down to the grill. We went at 11 before the uncounted visitor should come and we would need an hour to catch something to eat. They served lamb. And the men on the gril told me proudly that it is a lamb from the village. And so I got my second answer. The sheeps are Ingos. And Ingo was also there. At my question what he do with all the wool he said the external shearer take it then it´s cheaper and he has not the problem what to do with it. Blob. The bobble was destroied. And then he said: but the shearer only takes teh white wool, because he give it into the manufactury. And brown he has a little. Ring ring. Is there really a chance to get wool from the local neighborhood? I should come next week and we will see.
Es gab übrigens in der Woche nach der Kärwa noch einen Bericht darüber. Auch dieser kann als epaper im Archiv nachgelesen werden.
http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/epaper/epa280919,31402,0
By the way in the week after was another article in the local newspaper. Also this can be read as epaper in the archive. (once more only in German, but surprise: with a picture of me)
Und natürlich war ich in der Woche drauf bei Ingo uns habe nochmal in Ruhe mit ihm geschwatzt. Allerdings habe ich 2 Anläufe gebraucht. Die Vorbereitung für dieses Fest hat schon recht lange gedauert. Mindestens eine Woche vorher haben sie angefangen, das große Festzelt aufzubauen. Dass es dann nicht an nur einem Nachmittag wieder abgebaut werden kann, ist eigentlich logisch... wenn man nicht ein dringendes Bedürfnis nach Informationen hat. Ich habe zwei Säcke mit Wolle bekommen und muss dafür "nur" ein paar Socken für Ingo stricken. Klingt wie ein gutes Geschäft, aber Ingo hat die größten Füße der Sockentabelle: 47, da wird ich ein Weilchen brauchen.
And naturally I was there in the week after and we talked a little. But I needed two times to catch him. The village a lot of time to prepare this weekend, minimum a week for the big tent. Clear that it will not finished within only a day... if I didn´t have an important necessary on information. I got two sacks full of wool and have "only" to knit a pair of socks for Ingo. Sounds like a good deal, but he has the biggest feet in my sizetable: 47, I will need a little time for that.
Zu Hause habe ich gleich mal reingeschaut in die Säcke und habe 3 verschiedene Wolle herausfinden können, einmal weiß mit schönen langen Fasern, einmal braun mit blonden Spitzen und auch wunderschönen langen Fasern und einmal grau mit recht kurzen Fasern. Nachdem ich nun fast alles gewaschen habe, denke ich es ist zweierlei weiß dabei, aber genau kann ich es halt nicht sagen. Gewogen habe ich die Säcke auch mal und bin auf 8kg und 5kg gekommen, allerdings mit allem, was da drin war.
Back at home I had a look in and found three different kind of wool. One white with nice long fibers, one in brown with blond tips and also verly long fibers and one in grey and short fibers. After washing of approximately all I think the white is once more two different, but I`m not really sure. The weight of alltogether (including the sacks and the dirt) was 5kg once and 8 kilo the other.
Rohwolle braun mit blonden Spitzen
brown raw wool with blond tips
brown raw wool with blond tips
Rohwolle weiß, leider schon der letzte Rest
the white wool, more yellow throughthe lanolin
the white wool, more yellow throughthe lanolin
Es ist die erste Rohwolle, die ich in der Hand habe und nun hat ein Probieren beim Waschen angefangen. Erst im Bottich in der Dusche, das geht unheimlich auf den Rücken. Ist also bei der Menge nicht zu empfehlen. Am Ende hab ich jetzt eine schöne einfache Lösung. Waschen in der Waschmaschine in einem Kissenbezug und dann trocknen auf dem Wäscheständer. Was dann noch an Schmutz in den Spitzen drin ist, ist recht krümelig und fällt beim Kardieren raus. Apropos Schmutz, sehr dreckig war die Wolle nicht, weil Ingo sie immer erst scheren lässt, bevor er im Winter die Schafe in den Stall bringt. Die Wolle von Louis, dem Lama hat mehr Dreck drin gehabt und das waren gerade mal 500gr! Die Schafwolle ist sehr fettig und das muss raus, sonst lässt es sich nicht schön spinnen (ich habs probiert, geht gar nicht!) Allerdings wird sie dann auch trocken und kratzt. Nun suche ich eine Lösung, sie wieder weich zu bekommen... hm hm momentan mach ich zum Spüli und Essig auch Weichspüler in die Waschmaschine, das fasst sich recht gut an. Mal schauen, was beim Spinnen so rauskommt.
It is the first raw wool I have seen and now I´m on testing with washing. First in a big tube in the shower. But that´s note nice for the back. So with this quantity it is not to suggest. At the end I made it simply and easy. I wash it in the washing machine in a pillow case and then I dry it on the clothes dryer. What now is still in on dirt will fall out when I card.
By the way it is not really dirty wool because Ingo let cut the sheep before he bring them into the stable for winter. The wool from Louis the llama had more dirt inside and this was maximum 500gr!
The sheepwool is really greasy and this must removed, otherwise spinning will be a nightmare ( I tested it and it is really a no go!) But then it will dry and scatchy. Now I search for a solution to get it again soft... hm hm at the moment I use dishwasher cleaner and acid and put extra softener in. The touch is not bad. I will see how it looks after spinning.
gewaschenes grau. Ich hab noch Rohwolle da, kann also auch davon noch ein Bild machen
wahsed grey. I have some raw wool so that I can make a picture
wahsed grey. I have some raw wool so that I can make a picture
gewaschenes braun. Es schaut so toll aus, aber es ist sehr trocken geworden und damit auch kratzig.
washed brown. it look so good, but it is dry and scratchy.
washed brown. it look so good, but it is dry and scratchy.
ein Kissen voll bevor es im kalten Wollwaschprogramm in die Maschine kommt und wie es wieder rauskommt
a pillow case full before washing in the machine with cold woolprogram and after washing
ganz schön zusammengestaucht aber nicht verfilzt, so dass es sich recht leicht auseinanderzupfen lässt.
really small but not felted, I can fluff it very easy.
Übrigens hab ich auch verschiedene Versuche im Wäschetrockner gemacht. Ich habe einen wunderschönen neuen, bei dem man alles mögliche einstellen kann und den man auch für 2 Trocknungsergebnisse programmieren kann. Das grau hat sich in kleine Knubbel verwandelt, die man mühselig wieder auseinanderzupfen muss. Das weiß ist schön locker geblieben, muss aber auch noch einmal auseinander gezupft werden zum kardieren, also bin ich davon wieder weg gegangen. Bei schönem Wetter trocknet die Wolle draußen an einem Tag. Der Trockner hat den Vorteil, dass auch hier noch einmal ganz schön Schmutz aus den verklebten Spitzen rausgeklopft wird und ich denke auch, dass durch die Bewegung beim trocknen die vielen kurzen Haare, die sonst rausschauen und stacheln mit rausgeschmissen werden. Ich werde es vielleicht nochmal mit weichgespülter Wolle probieren, vielleicht geht das besser. Einen Versuch ist es allemal wert und Versuch macht kluch.
By the way I made different tests with the dryer machine. I got a brandnew one where I can program 100 things for everything and I can store 2 programs as favourites. The test with grey made a lot of small balls. I will have a lot of fun to open them for carding. the white was better but must also pluck before carding. So I let it, it makes more work then without. If we have nice weather it will be dry in one day.
Die kurzen und extrem verdreckten Fasern hab ich mir mal beiseite gelegt. Auf einen Kissenbezug voll kommt da ungefähr ein Kochtopf voll davon zusammen. Die weiche ich dann darin ein und spüle sie mehrfach durch, bis das Wasser klar ist. Ich will mal schauen, ob ich davon Pantoffeln filzen kann. Alles zusammengemischt sind das lustige "bunte" Fliese.
Eine Runde weiß habe ich vor dem Kardieren mal zum Sonnenfärben ins Glas gesteckt. Mal schauen, was dabei rauskommt, irgendwas mit Lila und rosa ist geplant...
The short and extrem dirt fibers I put beside. For a pillow case full of the other I have a pot full of the short. I fill the pot with water and let soak it. After a lot of rinse ways I maybe can use these for felting slippers. All together mixed it makes colored fleeces.
One of the white ones I put in the galss for solar deying. I will see what it will be at the end. Something with lilac and pink is planned.
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